der Spitzenverband des Deutschen Musiklebens
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Ohne Moos nix los? Dürrezone! Musik in der Finanzkrise – 20.07.2010

 

Neue Ausgabe des Musikforums erscheint in wenigen Tagen

 

Mit dem Themenschwerpunkt „Die Finanzkrise im Musikleben“ erscheint in wenigen Tagen die neue Ausgabe des Musikforums, die Zeitschrift des deutschen Musiklebens.

 

In der dramatischen Situation der öffentlichen Haushalte gibt es engagierte Menschen und Institutionen, die den apokalyptischen Szenarien trotzen, indem sie den Mut haben, Prioritäten zu setzen und dafür auch zu kämpfen.

 

Wie real ist das „Krisengespenst“ im Bereich der Musik tatsächlich? Lassen sich kulturelle Kahlschläge langfristig durch die UNESCO-Konvention zur Kulturellen Vielfalt vermeiden? Reicht es heute noch aus, die bestehende kulturelle Infrastruktur zu verwalten oder müssen allen voran die kommunalen Akteure endlich Farbe bekennen und zusätzlich Schwerpunkte setzen? Wie kann kulturelle Teilhabe für alle trotz der Finanzkrise erreicht werden?

 

Völkerrechtliche Regelungen allein können unsere reichhaltige kulturelle Infrastruktur nicht sichern. Die Möglichkeit jedes Einzelnen, an Kultur teilzuhaben, macht das Leben erst lebenswert – meint Max Fuchs.

Christian Höppner beschreibt die Herausforderungen für Politik und Zivilgesellschaft in der Krise.

Kulturstadträtin Katrin Framke kritisiert nicht nur die Angst, in Zeiten der Krise zu investieren, sondern beweist gleichzeitig, wie schnell dieser couragierte Weg zum Erfolg führen kann.

Stephan Frucht und Annette Welling zeigen anhand der neuesten Studie des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft, welche Beweggründe deutsche Unternehmen veranlassen, sich im Bereich der Kulturförderung zu engagieren.

„Zunächst Interesse wecken, dann Rahmenbedingungen schaffen“ – Bezirksbürgermeister Norbert Kopp sprach mit dem Musikforum über seinen Einsatz für die Musikalische Bildung.

Einschnitte, Einschläge, Einnahmeverluste – Maurice Lausberg und Antonia Wach liefern aktuelle Fakten und Zahlen zu Kürzungen der Kultur-Etats.

Das Musikforum widmet sich diesen und weiteren Fragen zu den Themenschwerpunkten.

 

Ralf von Appen beleuchtet das Phänomen „Lena Meyer-Landrut“ sowie die Frage, welche Rolle im Jahr 2010 noch das Songwriting beim Eurovision Songcontest spielt.

„Ich bin der Meinung, dass es keine unmusikalischen Menschen gibt, denn jeder ist durch den Herzschlag, durch den Atem, durch die Schwingungsvorgänge im Gehirn geprägt.“ Hermann Rauhe im Interview.

Dieter Zimmerschied sprühte vor Engagement für die Musik. Trotz zuweilen hartem Gegenwind ging er seinen – einzigartigen – Weg. Ein Nachruf.

 

Das Musikforum enthält überdies das Supplement DMR Aktuell, das Informationen aus den Projekten und Mitgliedsverbänden des Deutschen Musikrates bereitstellt.

 

Dies und vieles mehr in der kommenden Ausgabe des Musikforums.

 

Näheres auf www.musik-forum-online.de

 

 







Einheit durch Vielfalt – Kirche macht Musik – 19.07.2010

 

Der Deutsche Musikrat veranstaltet gemeinsam mit den Vertretern der kirchenmusikalischen Spitzenverbände vom 14. bis zum 17. Oktober 2010 den Kongress „Einheit durch Vielfalt – Kirche macht Musik“.

 

Ziel dieses Kongresses ist es, den Reichtum und die Fülle der Kirchenmusik in Deutschland aufzuzeigen, ihre Bedeutung für unsere Gesellschaft sowie für das Individuum zu vermitteln und ihre gesellschaftspolitische Wirkungskraft deutlich zu machen, um die Rahmenbedingungen der Kirchenmusik nachhaltig zu verbessern.

 

 

PROGRAMM

 

v      Eröffnungsveranstaltung, 14. Oktober 2010

 

Französische Friedrichstadtkirche, Gendarmenmarkt Berlin

20.00 Uhr  Grußworte von Dr. Petra Bahr und Prof. Martin Maria Krüger

Musikalische Gestaltung:

Pascal von Wroblewsky, Gesang

Uwe Steinmetz, Saxophon

Kilian Nauhaus, Orgel und Klavier

Chor der Hochschule für Kirchenmusik Halle/Saale (Ltg. Wolfgang Kupke)

 

Podiumsgespräch zu Stand und Visionen einer zeitgemäßen Kirchenmusik:

Pascal von Wroblewsky, Uwe Steinmetz, Dr. Gunter Kennel, Wolfgang Kupke

Moderation: Dr. Petra Bahr, Klaus-Martin Bresgott  

 

 

v      Kongresstag, 15. Oktober 2010

 

Abgeordnetenhaus von Berlin, Niederkirchnerstr. 5, 10117 Berlin

09.30 Uhr          Eröffnung und Fanfare

Grußworte von Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky und Pröpstin Friederike von Kirchbach

 

11.00 Uhr          Arbeitsgruppen

Die Spannung zwischen Liturgie, Verkündigung und ästhetischer Darstellung

Referent: Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Moderation: Wilhelm Mixa

 

Kirchenmusik als Wertevermittlung?

Referent: Dr. Reinhard Höppner, Moderation: Hans-Willi Hefekäuser

 

Kirchenmusik als Ort der Freiheit oder als Medium der Vereinnahmung?

Referent: Dr. Daniel Deckers, Moderation: Dr. Ulrike Liedtke

 

Kirchenmusik im sozio-ökonomischen Kontext

Referent: Dr. Jochen Arnold, Moderation: Hartmut Karmeier

 

Die Referenten werden die Arbeitsgruppen mit einem Impulsreferat eröffnen und die Ergebnisse in einer Podiumsdiskussion am Nachmittag vorstellen.

 

15.00 Uhr          Podiumsdiskussion im Rahmen der Mitgliederversammlung des DMR

Moderation: Prof. Dr. Hans Bäßler

 

22.00 Uhr          Nachtkonzert

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Werke von Mendelssohn, Pärt, Becker, Nicolai, W. F. Bach

Ökumenisches Institut für Kirchenmusik der Universität der Künste Berlin

 

 

v      Kirchenmusikalische Veranstaltungen, 16. Oktober 2010

 

18.00 Uhr          Vesper im Berliner Dom

Mitwirkende: Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky und Pröpstin Friederike von Kirchbach

Orgelwerke von Vierne und Alain, Vokalwerke von Leighton Pachelbel, Carl Reinthaler, Giovanni Gabrieli, Heinrich Schütz

Andreas Sieling (Orgel), Vokalensemble sirventes Berlin, Stefan Schuck (Ltg.)

 

Das vollständige Programm am Sonnabend, 16. Oktober 2010 mit detaillierten Angaben finden Sie in der aktuellen Fassung unter www.einheitdurchvielfalt.de und www.musikinkirchen.de.

 

 

v      Gottesdienste in den Kirchen Berlins, 17. Oktober 2010

 

 

Anmeldung zum Kongress und weitere Informationen unter www.einheitdurchvielfalt.de

 

   







Kulturstaatsminister nimmt Grundsatzprogramm des Deutschen Musikrates entgegen – 16.07.2010

 

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat am heutigen Freitag, 16. Juli 2010 das Grundsatzprogramm „Musikpolitik in der Verantwortung“ des Deutschen Musikrates von Präsident Prof. Martin Maria Krüger, Vizepräsident Hartmut Karmeier und Generalsekretär Christian Höppner entgegen genommen. Darüber hinaus informierte die Musikratsspitze über die aktuellen musikpolitischen Schwerpunktthemen des Deutschen Musikrates. Zentrales Thema sei dabei die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Musikalische Bildung. Anlässlich des Tages der Musik 2010 habe der Deutsche Musikrat gemeinsam mit dem Landesmusikrat Berlin, den Berliner Philharmonikern, dem Konzerthaus Berlin und der Akademie der Künste die Kampagne „Ohne Musik keine Bildung“ gestartet. Ziel dieser Kampagne sei es, eine breite öffentliche Unterstützung für bessere Rahmenbedingungen in der Musikalischen Bildung in Kindertagesstätten, Schulen und Musikschulen zu mobilisieren.

 

Kulturstaatsminister Bernd Neumann: „Die kulturelle Bildung unserer Kinder und Jugendlichen insbesondere im musikalischen Bereich ist von unschätzbarem Wert für unser Gemeinwesen. Ich sehe hier den Bund mit seinen Anregungen und Projekten als einen wichtigen Impulsgeber, aber auch als Verantwortlichen für die Entwicklung adäquater Rahmenbedingungen. Dabei sollten auch diejenigen im Blickpunkt stehen, die bisher nicht von den Angeboten der öffentlichen Kultureinrichtungen profitiert haben.

Ich begrüße die Kampagne des Deutschen Musikrates ‚Ohne Musik keine Bildung’. Im Interesse einer ganzheitlichen Bildung brauchen wir mehr Musik in Kindertagesstätten, Schulen und Musikschulen! Der Bund hat mit seinem Engagement für das Projekt ‚Jedem Kind ein Instrument’ beispielhaft gezeigt, welche positiven Wirkungen sich mit solchen Impulsen erzielen lassen.

Aufbauend auf dem neuen Grundsatzprogramm des Deutschen Musikrates ‚Musikpolitik in der Verantwortung’ sowie der Erklärung des Deutschen Musikrates und der Konferenz der Landesmusikräte ‚Kinder brauchen Musik’ kann es gelingen, durch zivilgesellschaftliches Engagement und politische Prioritätensetzung die kulturelle Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen.“

 

Foto v.l.n.r.: Hartmut Karmeier, Kulturstaatsminister Bernd Neumann, Prof. Martin Maria Krüger, Christian Höppner

 

 








Meike Goosmann © Hermann Müller

Frauen gestalten Jazz - 07.07.2010

 

Bundesjazzorchester spielt im Rahmen von „Frauengestalten“ auf den Passauer Europäischen Wochen

 

Unter der Leitung von Steffen Schorn präsentiert das Bundesjazzorchester am 11. Juli 2010 ab 18 Uhr das Programm „Women in Jazz“ in einem „Picknickkonzert“ im Rahmen der Festspiele „Europäische Wochen Passau“ auf Gut Aichet in Thyrnau (Nähe Passau). Mit den Gastsolistinnen Julia Hülsmann am Klavier und Meike Goosmann am Saxophon und an der Klarinette werden ausschließlich Kompositionen der beiden „Frauengestalten“ und ihrer Kollegin Efrat Alony zu Gehör gebracht.


Das BuJazzO fördert junge Jazzmusiker, die besten und talentiertesten des „Young German Jazz“. Dabei hat es zum Ziel, gleichermaßen für Jungen und Mädchen Vorbild zu sein. Doch obwohl in vielen Schülerbigbands das Geschlechterverhältnis ausgewogen ist, finden wenige junge Frauen den Weg in die professionelle Szene. Dies nahm das BuJazzO zum Anlass, Frauen vermehrt als Vorbilder zu engagieren. In der Reihe „Women in Jazz“ leitet daher auch erstmals eine Frau, die Komponistin und Arrangeurin Maria Baptist, die nächste „Winterarbeitsphase“ des BuJazzOs (2011).


Zur Rolle der Frau in der Musik sagen Julia Hülsmann und Meike Goosmann: „Ob Männer oder Frauen Jazz spielen, macht keinen Unterschied. Der Unterschied liegt im Charakter: Jeder Charakter ist anders.“ Wie spannend und vielsagend ihre „Charaktermusik" ist, haben Hülsmann und Goosmann immer wieder gezeigt, auf ihren CDs und in ihren Konzerten. „Für mich ist die Essenz meiner Musik, immer wieder neu inspirierte Geschichten zu erzählen“, hat Meike Goosmann einmal gesagt. Vielleicht finden sich durch die Initiative des BuJazzOs und auch der Passauer Europäischen Wochen mehr junge Frauen, die ihre Geschichten nicht mehr für sich behalten möchten.

 

Weitere Informationen zum Bundesjazzorchester finden Sie hier.

 








© DMR

Symbol des vereinten Deutschlands - 06.07.2010

 

Unter der Leitung von Kurt Masur konzertierte das Bundesjugendorchester auf dem Sommerfest des Bundespräsidenten – 5.000 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur

Als eine der schönsten Schirmherrschaften, die man sich vorstellen könne, bezeichnete der neugewählte Bundespräsident Christian Wulff in seiner Eröffnungsrede die Schirmherrschaft über den Deutschen Musikrat und sein Bundesjugendorchester. Mit dem Dirigenten Kurt Masur konzertierte das Orchester vor einem prominenten Publikum aus Politik, Wirtschaft, Kultur und engagierten Bürgern auf dem traditionellen Sommerfest des Bundespräsidenten am 2. Juli auf Schloss Bellevue.

Dabei präsentierte sich das von Tagesschau-Moderator Jan Hofer als „Deutschlands jüngstes Spitzenorchester“ angekündigte Orchester unter der Leitung von Kurt Masur mit Peter Tschaikowskys „Streicherserenade“, Das Blechbläserensemble des Orchesters umrahmte zuvor die Festrede des Bundespräsidenten, in der er seine Schirmherrschaft über das Orchester mit sichtbarer Freude nochmals öffentlich bestätigte. Zum Abschluss der Feierlichkeiten musizierte das Ensemble gemeinsam mit Rockmusiker Peter Maffay, der auf dem Sommerfest Titel aus seinem neuen Tourneeprogramm vorstellte.

Kurt Masur sprach den jugendlichen Musikern ein großes Lob für ihr musikalisches Einfühlungsvermögen und Können aus. Vor den rund 2.500 Zuhörern des Konzerts betonte er die Bedeutsamkeit der musikalischen Jugendbildung, die man besonders fördern müsse, um die Musiknation Deutschland weiterhin zu stärken und zu erhalten.

Das in der Trägerschaft des Deutschen Musikrates stehende  Bundesjugendorchester gilt als ein Symbol für das vereinte, zusammengewachsene Deutschland: Aus allen Ecken der Bundesrepublik kommen 14-20-jährige musikalisch hochbegabte Jugendliche mehrmals im Jahr für zwei bis drei Wochen zusammen, um gemeinsam auf höchstem Niveau zu musizieren. Auf dem Sommerfest des Bundespräsidenten, das unter dem Motto „Freude – Veränderung – Zusammenhalt: 20 Jahre Deutsche Einheit“ stattfand, konnte das Orchester diese Botschafterfunktion gerade unter der Leitung von Kurt Masur, der in den 1980er-Jahren einen wichtigen Anteil an der Bewahrung der friedlichen Revolution hatte, in besonderem Maße wahrnehmen.

Der Deutsche Musikrat repräsentiert die Interessen von rund acht Millionen musizierenden Menschen und ist der weltweit größte Dachverband der Musik. Mit 120 Mitgliedsverbänden, -institutionen und zahlreichen Persönlichkeiten des Musiklebens wirkt der Deutsche Musikrat zusammen mit seinen Projekten und Fördermaßnahmen als Ratgeber und Kompetenzzentrum für Politik und Zivilgesellschaft.

 

Weitere Informationen zum Bundesjugendorchester unter www.bundesjugendorchester.de








Die Teilnehmer der "8. Bundesbegegnung Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem Skoda Jazzpreis". © Bernadette Heim

Bei Jugend jazzt gewinnen alle - 29.06.2010


Die Bundesbegegnung Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem Škoda Jazzpreis
in Bingen war ein voller Erfolg

 

„Und das Schönste war, dass wirklich alle etwas gewonnen haben“ konstatierte der Leiter der Big Band des Albert Einstein Gymnasiums aus Böblingen, Johannes Stephan, nach der Preisverleihung. Die Öffnung der „Bundesbegegnung Jugend jazzt“ auch für die großen Jazzorchester, die durch die gemeinsame Verleihung mit dem Škoda Jazzpreis und damit der Unterstützung des Autobauers möglich geworden war, war nicht nur deshalb ein voller Erfolg.


Aus 14 Bundesländern waren die besten Jugendbigbands nach Bingen an den Rhein gekommen, die sich gegen insgesamt ca. 200 Wettbewerber bundesweit durchgesetzt hatten. Sie präsentierten vor einer kompetenten Jury aus Hochschulprofessoren, Jazzmusikern und -journalisten neuneinhalb Stunden lang im Stefan George-Gymnasium ihre Spielkunst und -freude. Im steten Wechsel zwischen zwei voll besetzten Sälen in zwei Gebäuden spielten die Bands trotz der sommerlichen Hitze ein frisches hochwertiges Programm zwischen „Standards“ und Werken zeitgenössischer Komponisten. Ganz im Sinne der vom Deutschen Musikrat initiierten „Bundesbegegnung“ bestand ein Großteil der Zuhörerschaft aus den aufmerksamen Mitgliedern der teilnehmenden Jazzorchester, die jedes Solo und jedes Stück mit viel Applaus bedachten.


Vom Niveau der sechs Finalisten, die Gymnasien, Musikgymnasien, aus Musikschulen oder Musikvereinen kamen, war nicht nur Juror Tom Gäbel beeindruckt. Im fast restlos gefüllten großen Saal des Rheintal Kongress- Zentrums wurden die sechs Finalisten begeistert vom Publikum gefeiert. Schließlich wurden sie bei der Preisverleihung alle für ihren Einsatz belohnt. Die Leiter drei besten Big Bands erhielten aus den Händen von Tom Gäbel, Till Brönner und Gisela Herbolzheimer, die im Namen ihres erst kürzlich verstorbenen Mannes ergriffen erklärte, dass Till Brönner ein würdiger Nachfolger für den Peter Herbolzheimer Workshop sei, den Škoda Jazzpreis. Die strahlenden Sieger des Yellow Tone Orchestras aus Montabaur/ Rheinland-Pfalz, des Gymnasiums Berenbostel aus Niedersachsen und der IKS Swing Kids aus Rüsselsheim/ Hessen fielen sich laut jubelnd um den Hals.

 

Auch die Musiker der anderen Bands freuten sich über ihre Förderpreise, die die LAG Jazz Rheinland Pfalz, das Land Rheinland-Pfalz, die Deutsche Jazz Föderation, die Stadt Bingen und der Deutsche Musikrat verliehen. Dr. Christof Ludewig von Škoda stiftete darüber hinaus spontan einen Sonderpreis an die Band „JayJayBeCe“ aus Berlin für die Interpretation ausschließlich zeitgenössischer Musik. Hinzu kam für alle Bands ein mit 150 Euro dotierter Notenpreis, gefördert vom Kurt Maas Notenversand. Besonders aber strahlte der Bassposaunist Maximilian Schrag aus Wertingen/ Bayern, der ein Stipendium für das Bundesjazzorchester gewann.  

 

„Jugend Big Bands haben in der heutigen Zeit mit der Zunahme der Ganztagsschulen eine immer größere Bedeutung. Sie vermitteln in besonderer Weise eine ursprüngliche Lebensfreude. Die Bundesbegegnung Jugend jazzt wird hoffentlich motivierend auf die schätzungsweise 20.000 Schüler wirken, die in Deutschland in Jazzorchestern musizieren“, so Martin Maria Krüger, der  Präsident des Deutschen Musikrats. Der von der Bühne ausgesprochene Dank mehrerer Big Band Leiter und natürlich die Begeisterung der jungen teilnehmenden Musiker bestätigen die Einschätzung, wichtig die musikalische Jugendarbeit an dieser Stelle ist. Und auch Till Brönner, der von 1988-1991 im Bundesjazzorchester spielte, betonte in einem Kurzinterview in der Umbaupause, „ohne Institutionen wie diese wäre ich heute nicht da, wo ich bin“.


Vom 22.-26. Juni 2011 messen sich wieder Jazzensembles im Wettstreit der „Bundesbegegnung Jugend jazzt“, diesmal in Dortmund. In 2012 folgt dann wieder „Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem Škoda Jazzpreis“. Finanziell ermöglicht wird diese für die junge Jazzszene sehr bedeutsame Veranstaltung im Wesentlichen durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, den Deutschlandfunk und durch die Škoda Auto Deutschland GmbH.


Mehr Informationen zu den Preisen und Preisträgern, den Juroren, den Bands und Fotos finden Sie unter www.jugendjazzt.de.

 








Bereits 1998 zeigte sich Kurt Masur vom nationalen Jugendorchester der Bundesrepublik Deutschland begeistert.
© Deutsche Stiftung Musikleben

Kurt Masur dirigiert Bundesjugendorchester - 29.06.2010


Bundesjugendorchester konzertiert unter der Leitung von Kurt Masur beim Sommerfest des Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue


„Freude – Veränderung – Zusammenhalt: 20 Jahre Deutsche Einheit": unter diesem Motto steht das diesjährige Sommerfest des Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue. Unter der Leitung von Kurt Masur ist das Nationale Jugendorchester als einziges Orchester eingeladen, am 2. Juli 2010 vor einem Publikum aus Politik, Wirtschaft, Kultur und engagierten Bürgern zu gastieren. Das Ensemble des Deutsches Musikrates ist ein Symbol des zusammengewachsenen Deutschlands. „Hier spielen die besten jungen Musiker aus allen Teilen der Nation“, so Projektleiter Sönke Lentz. „Bei seinen Tourneen nimmt das Orchester stets die Funktion eines musikalischen Botschafters ein - diese Rolle wirkt auch nach innen.“


Kurt Masur, der das Orchester bereits bei einer gemeinsamen Konzerttournee anlässlich des 50. Jahrestages der Berliner Luftbrücke 1998 kennenlernte, zeigt sich von dem Ensemble begeistert: „Diese jungen Leute machen kein Showbusiness, sondern fühlen die Tiefe der Musik“. Die Tournee, bei der der damalige US-Präsident Bill Clinton und der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl die Schirmherrschaft übernahmen, war auch ein Dank für die uneingeschränkte Hilfe der Amerikaner zur Zeit der sowjetischen Blockade Berlins und wurde von der Deutschen Stiftung Musikleben veranstaltet. Im Rückblick auf die gemeinsamen Konzerte in New York, Washington, Boston und Berlin sagt Masur weiter: „Ein bewegendes Erlebnis in meinem Leben. Diese jungen Musiker haben mich wieder jung gemacht.“ In Deutschland ist Kurt Masurs Rolle bei den Leipziger Montagsdemonstrationen in besonderer Erinnerung. Masur hatte in den späten 1980er Jahren einen wichtigen Anteil an der Bewahrung der friedlichen Demonstration.


Beim diesjährigen Sommerfest des Bundespräsidenten werden die jungen Musiker des Bundesjugendorchesters unter Masurs Leitung Peter Tschaikowskys berühmte Streicherserenade präsentieren: Ein Werk, das im ursprünglichen Sinn als „abendliches Ständchen“ verstanden werden kann.

 

Weitere Informationen zum Bundesjugendorchester unter www.bundesjugendorchester.de

 







Ergebnisse des Kompositionswettbewerbes „Einheit durch Vielfalt – Kirche macht Musik“ – 25.06.2010

 

Die Preisträger des Kompositionswettbewerbes, der im Rahmen des Kongresses und der Aktionstage „Einheit durch Vielfalt – Kirche macht Musik“ vom Deutschen Musikrat ausgelobt wurde, stehen fest. Die insgesamt 52 eingesandten Beiträge für einen Kanon und eine Fanfare zu Psalm 95,1 waren sehr unterschiedlich hinsichtlich Stilistik, Qualität und Umfang.

 

1. Preis

nicht vergeben

2. Preis für Kanon und Fanfare

Franz Surges

3. Preise für Kanon

KMD Prof. Ingo Bredenbach

Thomas Lischik

Stefanie Schneider

3. Preis für Fanfare

Dr. Klaus Miehling

 

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern zu Ihren gelungenen Kompositionen. Die enorme Bandbreite der eingereichten Wettbewerbsbeiträge machte deutlich, wie wichtig der Schutz und die Förderung der Kulturellen Vielfalt sind. Gerade die Kirchen leisten einen großen und wichtigen Beitrag zur Vielfältigkeit im Musikland Deutschland.“

 

Die Jury setzte sich wie folgt zusammen:

 

·        Prof. Hans-Jürgen Kaiser, Mainz (Vorsitz)

·        Prof. Dr. Christfried Brödel, Dresden

·        Prof. Dr. h.c. Zsolt Gárdonyi, Würzburg

·        DK Christian Heiss, Eichstätt

·        Prof. Alfred Müller, Trier

 

Die Noten der Preisträger stehen als Download unter www.einheitdurchvielfalt.de zur Verfügung.

 

 








AEG Bigband des Albert Einstein Gymnasiums Böblingen/ Baden-Württemberg
© Kumpf

Bundesweiter Jazznachwuchs auf dem Weg nach Bingen am Rhein - 25.06.2010


„Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem Škoda Jazzpreis“ am 26. und 27. Juni 2010


Am Samstag, 26. Juni starten um 9.30 Uhr im Stefan George-Gymnasium Bingen die 14 besten Jugend Big Bands Deutschlands in den ersten Wettbewerbsdurchgang von „Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem Škoda Jazzpreis“: Die jungen Musiker im Alter von 13 bis 22 Jahren, die sich in den Landesvorentscheiden durchsetzen konnten, kommen von Lübeck in Schleswig-Holstein bis Böblingen in Baden-Württemberg, von St. Wendel im Nordsaarland bis Radeberg in Sachsen nach Bingen am Rhein. Dort treffen sie sich, um sich, umrahmt vom Festival „Bingen swingt“, bei der „Bundesbegegnung Jugend jazzt“ des Deutschen Musikrates gemeinsam mit dem „Škoda Jazzpreis“ im Wettstreit zu messen. Alle Wettbewerbsspiele sind öffentlich. Der Eintritt ist frei.


Die Auswahl der Preisträgerbands trifft eine fachkundige Jury, bestehend aus Musikhochschulprofessoren und Jazzexperten: Marko Lackner (Musikhochschule Würzburg), Manfred Bründl (Musikhochschule Weimar) Jesse Milliner (Musikhochschule Mainz) und Michael Küttner (Musikhochschule Mannheim) sowie der Musikjournalist Klaus Mümpfer und der Musiker und Bandleader Adi Becker. Am Samstag werden die sechs besten Bands für das Finale im Rheintal-Kongress-Zentrum (Sonntag, 27. Juni, ab 11.00 Uhr) ausgewählt. Welche der Bands in die Endrunde einziehen, erfahren Publikum und Teilnehmer bei einer öffentlichen Verkündigung am Samstag um 19.30 Uhr auf dem Bürgermeister-Neff-Platz.


Die Preisverleihung beginnt am Sonntag, 27. Juni, um 15 Uhr im Rheintal-Kongress-Zentrum. Nach der Philosophie der „Bundesbegegnung Jugend jazzt“, kein Jazzorchester, das es in die Endrunde geschafft hat, leer ausgehen zu lassen, warten auf alle Teilnehmer der Bundesbegegnung Förderpreise, u.a. Preise für die beste Bühnenpräsenz, für herausragende Solisten und last but not least für die besten der „Škoda Jazzpreis“. Škoda ermöglicht den Siegerbands in Workshops und Auftritten die Zusammenarbeit mit Deutschlands bekanntestem Jazztrompeter Till Brönner, der auch den „Peter Herbolzheimer Preis“ übernommen hat, und dem Jazzsänger Tom Gaebel.


Die „Bundesbegegnung Jugend jazzt“ wurde 1997 gegründet und führt alle zwei Jahre die ersten Preisträger der vorausgehenden Landeswettbewerbe zusammen. Bisher waren ausschließlich Jazz-Ensembles bis zu einer Größe von zehn Mitwirkenden zugelassen. Ab 2010 übernimmt der Deutsche Musikrat auch den „Big Band Wettbewerb“, der seit 2004 unter der Federführung der Deutschen Jazzföderation zusammen mit dem Škoda Jazzpreis durchgeführt wurde. Zukünftig findet die „Bundesbegegnung Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem Škoda Jazzpreis“ im jährlichen Wechsel mit Jugend jazzt für Ensembles statt. Die kommenden „Bundesbegegnungen Jugend jazzt“ sind in Dortmund (2011) und in den drei Allgäu-Gemeinden Marktoberdorf, Füssen und Kempen (2012) zu Gast.


„Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem Škoda Jazzpreis“ wird von der Deutscher Musikrat gemeinnützigen Projektgesellschaft mbH veranstaltet und im Wesentlichen durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und durch die Škoda Auto Deutschland GmbH finanziert.

 

Weitere Informationen unter www.jugend-jazzt.de.

 







Musik ist unverzichtbar für unsere Gesellschaft – 24.06.2010

 

Der Tag der Musik, der vom 17. bis 21. Juni 2010 mit Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet stattgefunden hat, hat auch in der Politik für große Resonanz gesorgt. Dazu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Musikpolitik ist auch Gesellschaftspolitik. Wir brauchen ein stärkeres Bewusstsein für die gesellschaftliche Bedeutung Musikalischer Bildung für den Einzelnen wie für unsere Gesellschaft.“

 

Wolfgang Börnsen (Bönstrup), MdB, kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: „Musik macht unser Dasein über Kultur- und Sprachgrenzen hinweg bunt und lebenswert. Sparmaßnahmen sollte es nicht geben. Musik ist auch ein Integrationsmedium. Die Musik ist gleichzeitig eine der charmantesten Botschafterinnen für Deutschland als Kulturland. […] Musik verbindet international, denn Musik spielt überall auf der Welt eine bedeutende Rolle.“

 

Agnes Krumwiede, MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Für das Bestehen unseres demokratischen Systems ist Musikförderung notwendig: Denn Eigeninitiative und Spaß am Mitgestalten werden durch kreative Bildungsinhalte besser erlernt als durch einseitigen Schwerpunkt auf unreflektierte Wissensspeicherung. Am Musikunterricht Zeit und Mittel im Lehrplan einzusparen, ist der falsche Weg in die Zukunft. […] Eine Gesellschaft, die ideelle Werte wie Musik und Kunst nicht schätzt, wird am rein materiell definierten Wachstumsparadigma verzweifeln und seelisch verwahrlosen.“

 

Dr. Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrates: „Gleich vier Tage lädt der Deutsche Musikrat alle Musikschaffenden in Deutschland ein, am Tag der Musik einer breiten Öffentlichkeit die vielfältige Musikkultur unseres Landes vorzustellen. Er will damit bei den Menschen in unserem Land Interesse und Neugier für die Bandbreite unserer Musikkultur wecken. Aber er möchte auch dafür sensibilisieren, dass dieses kulturelle Gut Grundlage einer erfolgreichen Gesellschaftspolitik ist. […] Wer Musik als Schlüssel zum Verständnis der Welt ansieht, als wesentlichen Teil unserer Kultur, als Universalsprache und als Lebenssinn, der erkennt die Notwendigkeit Musikalischer Bildung für jeden. Am unmittelbarsten gelingt dies durch eigene musikalische Erfahrungen. Dazu zählt das eigene aktive Musizieren ebenso wie das Hören und Fühlen von Musik wie das Nachdenken über Musik. Diese musikbezogenen Erfahrungen und dieses Verstehen von Musik finden an den allgemein bildenden Schulen in Deutschland jedoch immer weniger statt. Dadurch erreicht Musikalische Bildung immer weniger Kinder. […] Musik ist unverzichtbar für das Wohlergehen des einzelnen Menschen wie einer ganzen Gesellschaft. Das sollte auch über den Tag der Musik hinaus spürbar und (er-)lebbar sein.“

 

Christoph Matschie, Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums des Landesmusikrates Thüringen: „Man könnte das Jubiläum eines musikalischen Spitzenverbandes kaum schöner feiern, als im Rahmen eines Tages der Musik. Der Tag der Musik ist ein wichtiges Signal in die Gesellschaft: Die enorme Kulturelle Vielfalt in Deutschland bedarf des Schutzes und der Förderung – nicht als luxusorientierte Freizeitgestaltung, sondern als Grundlage einer erfolgreichen Gesellschaftspolitik. Dafür stehen wir gemeinsam ein. Und dafür wollen wir uns auch in Zukunft gemeinsam anstrengen.“

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de

 

 









Das Gastensemble "Balsai" begeisterte das Bonner Publikum. (Bild oben)
Interessierte Konzertbesucher testeten gleich im Anschluss an das Konzert die Europäische Musikbörse.

Präsentation der Europäischen Musikbörse zum Tag der Musik 2010 - 22.06.2010

 

Zum Tag der Musik und im Rahmen des Vokalfestivals CANTABOnn präsentierten der Deutsche Musikrat und der Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen am 20. Juni in der Schlosskirche Bonn die Europäische Musikbörse. Als Internetplattform informiert diese über das Musikleben in Europa und animiert Musiker und Musikfreunde zum kulturellen Austausch über Grenzen hinweg.


Moderator Jörg Lengersdorf (WDR3) führte durch den Abend und stellte neben den einzelnen Ensembles und deren musikalischen Beiträgen auch die Europäische Musikbörse vor. Diese konnten interessierte Besucher vor und nach dem Konzert auch an PCs im Vorraum der Schlosskirche kennenlernen. Professor Ernst Folz, Mitglied des Präsidiums des Deutschen Musikrats und Beiratsvorsitzender der Europäischen Musikbörse, schilderte im Konzertgespräch mit Jörg Lengersdorf die Beweggründe, die zur Einrichtung der Plattform führten. Die Europäische Musikbörse möchte insbesondere ein Forum sein für die Akteure in den europäischen Regionen, die von sich heraus zu wenig an die Öffentlichkeit treten, gleichwohl aber hervorragende Kulturarbeit verrichten. Ihnen und ihrer Vernetzung gilt das besondere Interesse der Musikbörse.


In der gut gefüllten Schlosskirche lauschte das Publikum zunächst dem litauischen Gastensemble „Balsai“, das mit Klängen aus seiner Heimat die Zuhörer begeisterte. Der noch junge Kammerchor unter der Leitung von Egidijus Kaveckas besteht aus Studenten und Absolventen der Akademie für Musik und Theater Vilnius und überzeugte im ersten Teil des Konzerts mit zeitgenössischen litauischen Kompositionen, die mit volksliedhaften Elementen und nahezu mystischen Klängen durchmischt waren.


Mit herzlichem Beifall wurden anschließend die jungen Sänger des Schedrik-Chores aus Königswinter begrüßt. Das 50 Mädchen und Jungen umfassende Ensemble des Gymnasiums am Oelberg unter Leitung von Irina und Pavel Brochin bot passend zum Thema „Europa“ ein beeindruckendes mehrsprachiges Repertoire.


Das Konzert beendete Balsai mit „Klassikern“ wie „Short People“ von Randy Newman, „Lullabye“ von Billy Joel und „Honey Pie“ von John Lennon and Paul McCartney. Das Bonner Publikum dankte den Musikern mit langanhaltendem, begeistertem Applaus.

 

Mehr Informationen zur Europäischen Musikbörse unter www.music-connects.eu.

 







Über 600.000 Menschen feierten bundesweit den Tag der Musik – 22.06.2010

 

Erfolgreicher Start der Kampagne „Ohne Musik keine Bildung“

 

In rund 1.500 Veranstaltungen feierten über 600.000 Menschen vom 17. bis 21. Juni 2010 den Tag der Musik. Weltmusik in Gütersloh, Jazz in Stuttgart, Orgelnacht in Essen: Deutschland hat einmal mehr seine musikalische Vielfalt unter Beweis gestellt. Bei der Zentralveranstaltung im Konzerthaus Berlin am Sonnabend, 19. Juni 2010 kamen zur Flashband, dem musikalischen Flashmob, spontan 250 Menschen zum Konzerthaus und musizierten gemeinsam auf der Freitreppe. Danach fanden Konzerte der Projekte des Deutschen Musikrates und des Konzerthausorchesters sowie eine musikpolitische Podiumsdiskussion statt.

Der diesjährige Tag der Musik war gleichzeitig Auftakt der Kampagne „Ohne Musik keine Bildung“ – einer Kooperation zwischen dem Deutschen Musikrat, dem Landesmusikrat Berlin, dem Konzerthaus Berlin, den Berliner Philharmonikern und der Akademie der Künste.

 

Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Die hohe Besucherzahl am Tag der Musik hat auch in diesem Jahr wieder gezeigt, wie wichtig eine solche Initiative für den kulturellen Zusammenhalt in unserem Land ist. Darüber hinaus hat der Start der Kampagne ‚Ohne Musik keine Bildung’ eine wichtige Signalwirkung sowohl für die Politik als auch für die Bevölkerung. Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Kampagne zu beteiligen und sich für mehr Musikalische Bildung in Deutschland einzusetzen.“

 

Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses Berlin: „Bei der Kampagne ‚Ohne Musik keine Bildung’ können wir mit dem bisherigen Echo bereits eine positive Bilanz ziehen. Darüber hinaus hat der Tag der Musik bundesweit und bei der Zentralveranstaltung in unserem Haus gezeigt, wie Musik Menschen zusammenführt und begeistert. Ohne eine abgesicherte musikalische Basisförderung werden die Konzerthäuser und Orchester langfristig sowohl im Bereich des Spitzennachwuchses als auch bei den Besucherzahlen Probleme bekommen.“

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de

 







„Ohne Musik keine Bildung“ – 17.06.2010

 

Der Deutsche Musikrat, der Landesmusikrat Berlin, das Konzerthaus Berlin, die Berliner Philharmoniker und die Akademie der Künste rufen als Partner der Kampagne „Ohne Musik keine Bildung“ alle Bürgerinnen und Bürger und die Bildungs- und Kultureinrichtungen auf, sich an dem Online-Voting unter www.ohne-musik-keine-bildung.de zu beteiligen und somit die Musikalische Bildung unserer Kinder und Jugendlichen zu unterstützen.

 

Anlass des Kampagnenstarts ist die bundesweite Initiative Tag der Musik. Vom 17. bis 21. Juni 2010 werden deutschlandweit rund 1.500 Veranstaltungen unter dem Motto Tag der Musik stattfinden. Jede Veranstaltung setzt hierbei ein Zeichen für die Kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit im Musikland Deutschland, die langfristig nur durch eine nachhaltige Musikalische Bildung gesichert werden kann. Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de

 

Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates und Präsident des Landesmusikrates Berlin: „Deutschland muss seine Chance neu ergreifen und jedem Kind und Jugendlichen den Zugang zur aktiven musikalischen Erfahrung ermöglichen. Um sich zu selbstbewussten Persönlichkeiten zu entwickeln, brauchen Menschen den Zugang zu kulturellen Werten, die ihr Woher und Wohin vermitteln. Wer Musik macht, lernt zuzuhören, wird neugierig auf das Andere und entdeckt seine eigenen Potentiale. Wir brauchen mehr Musik in Kita, Schule und Musikschule.“

 

Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses Berlin: „Wenn der Musikunterricht vom Pflicht- zum Wahlfach wird, werden die Musiklehrer als Ansprechpartner für das Konzerthaus Berlin fehlen. Wir können nur Projektarbeit über einen bestimmten Zeitraum leisten, die Schulen müssen die Grundlage über das ganze Jahr hinweg legen. Wer denkt, gerade hier in Berlin, an die integrative Kraft der Musik, die über 750.000 Migranten eine Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Diskurs bieten könnte? Diese Fragen müssen wir gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen angehen. Wir unterstützen als Partner deshalb nachdrücklich die Kampagne ‚Ohne Musik keine Bildung’.“

 

Pamela Rosenberg, Intendantin der Berliner Philharmoniker: „Den Berliner Philharmonikern ist die Musikvermittlung ein wichtiges Anliegen. Dabei geht es nicht nur um die Förderung des Publikumsnachwuchses, sondern vor allem um den Zugang zur Musik für alle Kinder und Jugendlichen, um so die eigene Identität erfahren zu können. Wir gratulieren dem Deutschen Musikrat zu dem von ihm verantworteten Tag der Musik und engagieren uns als Partner für die Kampagne ‚Ohne Musik keine Bildung’.“

 

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates: „In Zeiten dramatischer Unterversorgung im kulturellen Bildungsbereich ist es dringend geboten, mit Kampagnen wie ‚Ohne Musik keine Bildung’ und Tag der Musik einer qualitativen sowie quantitativen Abwärtstrendwende zu begegnen. Der Deutsche Kulturrat unterstützt ausdrücklich die Ziele dieser Kampagnen.“

 

 

Foto v.l.n.r.: Olaf Zimmermann, Pamela Rosenberg, Christian Höppner, Prof. Dr. Sebastian Nordmann (© Deutscher Musikrat e.V.)

 







Pressekonferenz zum Tag der Musik 2010 - 14.06.2010

 

Start der Kampagne „Ohne Musik keine Bildung“

 

Der diesjährige Tag der Musik ist Auftakt der Kampagne „Ohne Musik keine Bildung“ – eine Kooperation zwischen dem Landesmusikrat Berlin, dem Konzerthaus Berlin, den Berliner Philharmonikern und der Akademie der Künste. Mit einer großen Unterschriftenaktion rufen die vier Partner zum Erhalt und zur Förderung der Musikalischen Bildung auf.

 

Am 19. Juni 2010 wird im Rahmen der Zentralveranstaltung zum Tag der Musik die Flashband, der erste musikalische Flashmob in Berlin, in einer spontanen Besetzung auf der Freitreppe des Konzerthauses Berlin um 13.00 Uhr gemeinsam musizieren. Baglama neben Geige, E-Gitarre neben Pan-Flöte: Das ist kulturelle Vielfalt live. Jeder, ob jung oder alt, Profi oder Laie kann sich an dieser Aktion beteiligen – wer kein Instrument hat, bringt seine Stimme mit.

 

Im Anschluss erwartet die Besucher ein umfangreiches Programm im Konzerthaus Berlin, das von Jazzkonzerten über eine Klanginstallation bis hin zu einer musikpolitischen Podiumsdiskussion reicht.

 

Mit rund 1.500 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet zeigt der Tag der Musik, wie vielfältig das Musikland Deutschland ist.

 

Weitere Informationen und Hintergründe einschließlich des Kampagnenstarts mit Online-Voting bei folgender Pressekonferenz.

 

 

PRESSEKONFERENZ

 

Termin:

Donnerstag, 17. Juni 2010, 09.00 Uhr

 

Ort:

Generalsekretariat des Deutschen Musikrates

Schumannstr. 17, 10117 Berlin

 

Teilnehmer:      

Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates 

Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses Berlin

Pamela Rosenberg, Intendantin der Berliner Philharmoniker

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates

 

Weitere Informationen zum Tag der Musik finden Sie unter www.tag-der-musik.de

Akkreditierung der Presse

 

 







Förderprogramm „Konzert des Deutschen Musikrates“ erweitert Antragsmöglichkeiten für Sinfonieorchester - 11.06.2010

 

Der Beirat des Projekts „Konzert des Deutschen Musikrates“ (KDMR) hat bei seiner jüngsten Sitzung die Ausschreibungsmodalitäten für Sinfonieorchester gelockert. So werden bei Förderbewerbungen von Orchestern in Zukunft auch Mischprogramme zugelassen, bei denen die zeitgenössische Musik nach 1980 nicht zwingend den überwiegenden Programmteil ausmachen muss.

 

Die aktuelle Änderung der Förderausschreibung berücksichtigt die spezifischen Programmierungszwänge von Sinfonieorchestern mit Blick auf deren Repertoire und Publikum, dient der Förderung des zeitgenössischen Orchesterrepertoires und eröffnet deshalb neue Möglichkeiten, sinfonische Konzertprogramme zu konzipieren, für die ein Förderantrag möglich ist.

 

Neue Musik wird in der Konzertpraxis der Sinfonieorchester häufig als Einzelwerk in den Kontext von Werken vorhergehender Musikepochen gestellt und macht dabei nur selten den überwiegenden Teil eines Konzertes aus. Deshalb wurde ein Ausnahme-Passus in die Ausschreibung eingefügt, der bei Orchesterprojekten einen reduzierten Anteil an zeitgenössischer Musik zulässt, anders als bei Bewerbungen von Spezialensembles für Neue Musik.

 

Der Beirat würdigt durch diese Sonderregelung für Orchester die Bedeutung der zeitgenössischen sinfonischen Musik und möchte die Bemühungen der Orchester unterstützen, die Präsenz der sinfonischen Werke der Neuen Musik im Konzertleben zu stärken. Das Projektbüro freut sich über entsprechende Anträge.

 

Durch das Programm „Konzert des Deutschen Musikrates“ werden überzeugende Projektkonzeptionen gefördert, die eine schlüssige, innovative und qualitätvolle Programmgestaltung und Vermittlung im Rahmen eines Konzertes, eines experimentellen Projektes oder einer Konzertreihe mit zeitgenössischer Musik enthalten.

 

Durch die Förderung auch mittlerer und kleinerer Projekte entfaltet das Programm eine einzigartige Breitenwirkung für die Präsentation und Wahrnehmung zeitgenössischen Musikschaffens in ganz Deutschland, auch abseits der großen kulturellen Zentren und Ballungsräume.

 

Anträge können vom einzelnen Künstler bis hin zu größeren Formationen oder Gruppierungen, einschließlich Sinfonieorchestern, gestellt werden. Eine Jury aus renommierten Fachleuten begutachtet die Anträge und entscheidet über die Förderung.

 

Weitere Informationen sind hier abrufbar.








Preisträger der Bundesbegegnung können sich auf einen Workshop mit Till Brönner freuen.
© Deutsche Jazz Föderation eV

Die besten Jazzorchester kommen nach Bingen - 09.06.2010
Bundesbegegnung „Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem Škoda Jazzpreis“ am 26. und 27. Juni 2010


Überall im Bundesgebiet gibt es sie: Jazzorchester. An Schulen und Musikschulen, in Vereinen und Organisationen ist das Spielen in Big Bands so beliebt wie nie. Deutschlands beste Nachwuchsbands, die in landesweiten Vorentscheiden gekürt wurden, treffen sich Ende Juni am Rhein, um sich im Rahmen von „Bingen swingt“ am Samstag, dem 26. Juni, im Stefan-George-Gymnasium und zur Endausscheidung der sechs besten am Sonntag, dem 27. Juni 2010, im Rheintal-Kongress-Zentrum zu messen. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei.


Viele attraktive Preise warten auf ihre Gewinner. Die Träger des Škoda Jazzpreis dürfen sich auf die Zusammenarbeit mit Till Brönner, der nach dem Tod seines großen Kollegen auch den „Peter Herbolzheimer Preis“ übernimmt, und Tom Gäbel freuen. Förderpreise vergeben der Deutsche Musikrat und der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz. Die Deutsche Jazz Föderation stiftet einen Solistenpreis. Die Union Deutscher Jazzmusiker vergibt einen Preis für die beste Interpretation eines aktuellen Werkes eines in Deutschland ansässigen jungen Komponisten und Arrangeurs. Darüber hinaus stiftet der Deutsche Musikrat drei Stipendien für herausragende Musiker für das Bundesjazzorchester.


Die „Bundesbegegnung Jugend jazzt“ wurde 1997 gegründet und führt alle zwei Jahre die ersten Preisträger der vorausgehenden Landeswettbewerbe zusammen. Bisher waren ausschließlich Jazz-Ensembles bis zu einer Größe von zehn Mitwirkenden zugelassen. Ab 2010 übernimmt der Deutsche Musikrat von der Deutschen Jazz Föderation auch den Big Band Wettbewerb, der seit 2002 durch das Engagement von Škoda möglich wurde. Zukünftig findet die „Bundesbegegnung Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem Škoda Jazzpreis“ im jährlichen Wechsel mit Jugend jazzt für Bands statt. Vom 25. -27. Juni 2010 treffen sich 14 Big Bands in Bingen, Ende Juni 2011 fahren die Landessieger der Ensemblewettbewerbe nach Dortmund und in 2012 lädt der Bayerische Musikrat die Bundesbegegnung für Jazzorchester mit dem Škoda Jazzpreis nach Marktoberdorf, Füssen und Kempen im Allgäu ein.


Finanziell ermöglicht wird diese für die junge Jazzszene sehr bedeutsame Veranstaltung im Wesentlichen durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, durch die Škoda Auto Deutschland GmbH, den Deutschlandfunk, die Stadt Bingen und das Land Rheinland-Pfalz.

 

Weitere Informationen unter www.jugend-jazzt.de.







Tag der Musik Europäische Musikbörse initiiert Begegnungskonzert - 08.06.2010

 

Zum Tag der Musik und im Rahmen des Vokalfestivals CANTABOnn stellen der Deutsche Musikrat und der Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen die Europäische Musikbörse vor und präsentieren ein Begegnungskonzert der besonderen Art: In der Schlosskirche Bonn lassen am Sonntag, 20. Juni 2010, 19.00 Uhr ein Gastensemble aus Litauen und ein Bonner Chor ein bunt gemischtes Programm verschiedenster Stile und Epochen erklingen. Interessierte Besucher können im Anschluss an das Konzert an PCs das Online-Angebot der Europäischen Musikbörse spielerisch entdecken.

 

Die Europäische Musikbörse – ein vom Deutschen Musikrat initiiertes Internetportal zum Musikleben in Europa – folgt seit 2009 dem Grundsatz „Musik verbindet Menschen – Musik verbindet Europa“ und möchte den Dialog zwischen Musikern verschiedener Nationen fördern und sichtbar machen. Im Zeichen dieses Austauschs steht auch das Chorkonzert, das das Vokalensemble BALSAI aus Vilnius gemeinsam mit dem Bonner Schedrik-Chor  bestreitet. Auf dem Programm stehen neben zeitgenössischen Kompositionen aus Litauen und Deutschland u.a. auch Werke von Pierre Passereau, Gesualdo di Venosa und Bedřich Smetana.

 

Zum Tag der Musik widmen sich Profis und Laienmusiker, Kinder und Erwachsene, Ensembles und Solokünstler aus allen musikalischen Bereichen dem gemeinsamen Musizieren, um das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutsamkeit kulturellen Schaffens zu wecken. Die bundesweite Initiative führt vom 17. bis 21. Juni 2010 viele Menschen und Ensembles zu einer Einheit zusammen, die beweist, dass Musik unser Dasein über Kultur- und Sprachgrenzen hinweg bunt und lebenswert macht.

 

Weitere Informationen zur Musikbörse unter www.music-connects.eu.







Tag der Musik – und alle machen mit - 03.06.2010

 

Mit einer großen Aktion auf der Freitreppe des Konzerthauses Berlin werden der Deutsche Musikrat, der Landesmusikrat Berlin und das Konzerthaus Berlin die Zentralveranstaltung des Tages der Musik am Sonnabend, 19. Juni 2010 beginnen. Alle Berliner sind aufgerufen, gemeinsam ihr Instrument oder die eigene Stimme zum Klingen zu bringen. Eine „Flashband“ wird sich um 13.00 Uhr an der Freitreppe spontan formieren, um dann gemeinsam zu musizieren.

Ab 13.30 Uhr erwartet die Besucher im Werner-Otto-Saal ein umfangreiches Programm, das von Jazz über Klaviertrios bis hin zu einer musikpolitischen Podiumsdiskussion reicht und ab 14.00 Uhr stündlich wechselt. Darüber hinaus können sich Besucher ab 13.00 Uhr in Ausstellungen in den Foyers des Konzerthauses über die Aktivitäten des Deutschen Musikrates und seiner Mitgliedsverbände informieren. Weiterhin zeigen je ein Geigen-, Orgel- und Bogenbauer ihre handwerkliche Kunst an ihrer Werkbank. Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen kostenfrei.

Der Tag der Musik findet vom 17. bis 21. Juni 2010 mit Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet statt und bietet eine Plattform für die Kulturelle Vielfalt im Musikland Deutschland.

 

PROGRAMM:

 

Freitreppe

13.00 Uhr   Flashband – der musikalische Flashmob zum Tag der Musik

                   (Treffpunkt 12.45 Uhr)

 

Werner-Otto-Saal

13.30 Uhr   BuJazzO All Star Quintett

14.00 Uhr   „Sterntrio“ (BJO)

15.00 Uhr   Podiumsdiskussion:
                   „Musikland Deutschland: (ver)blühende Landschaften?

                   Perspektiven in der Musikalischen Bildung“

                   Podiumsgäste:
                   Lukrezia Jochimsen, MdB, Kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

                   Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates

                   Agnes Krumwiede, MdB, Bündnis 90/Die Grünen

                   Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates

                   Moderation: Ruth Jarre und Stefan Lang, Deutschlandradio Kultur

16.00 Uhr   sonic.art Saxophonquartett

17.00 Uhr   „So Weiss“ (PopCamp)

18.00 Uhr   Jugend musiziert Klaviertrio

 

Großer Saal

20.00 Uhr   Grußwort: Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Intendant

                   Konzerthausorchester Berlin

                   Leitung: Lothar Zagrosek, Chefdirigent

                   Viktoria Mullova, Violine

                   Werke von Bartók, Sibelius und Brahms

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de

Foto: Christian Nielinger

 

 








Alle Teilnehmer des PopCamp Live-Audit in Celle
© Luigi Toscano

PopCamp Bands 2010 – Meisterkurs mit großem Spektrum - 02.06.2010

 

Zum sechsten Mal ziehen fünf der besten Newcomer-Acts der Republik in das PopCamp ein. Der Leitsatz „Vielfalt statt Mainstream“ findet auch diesmal wieder seine Be-stätigung: Von Hip-Hop über Indie, Akustik und Progressive bis hin zum solidem Pop und Rock spiegelt sich das große Spektrum der deutschen Musiklandschaft wieder.

 

Am vergangenen Wochenende fand unter der Leitung von Prof. Udo Dahmen (Vizepräsident Deutscher Musikrat / Direktor Popakademie Baden-Württemberg) das PopCamp Live-Audit statt. Das Ergebnis fasst Jurymitglied Henning Rümenapp so zusammen: „Mit Jona:S, Marie & the Redcat, Max Prosa, The Bonny Situation und Trinity Lane deckt auch die sechste PopCamp Staffel wieder ein erfreulich großes Spektrum an musikalischen Farben ab. Alle Bands haben im Live-Audit großes handwerkliches Können gepaart mit musikalischer Eigenständigkeit erkennen lassen und wir freuen uns darauf, mit Ihnen im PopCamp gemeinsam weiter an Ihrem künstlerischen Profil arbeiten zu können.“ Henning Rümenapp, Musiker (Guano Apes) und Produzent, ist als künstlerischer Leiter des PopCamp tätig und wird nun gemeinsam mit dem Projektleiter Michael Teilkemeier das Dozententeam für die folgenden Arbeitsphasen zusammenstellen.

 

Die Bands sind „Gleiche unter Gleichen“ und werden individuell und bedarfsgerecht gefördert. Ein wichtiger Aspekt besteht darin, dass die Musikerinnen und Musiker eigene Wünsche hinsichtlich des Dozententeams einbringen. In Sachen Förderbedarf kommt es wesentlich auf die Abstimmung zwischen Jury- und Bandsicht an. Daraus resultiert schließlich das optimale Förderkonzept anhand dessen die intensiven Arbeitsphasen (September/November) im Zusammenspiel zwischen Teilnehmern und Dozenten stattfinden. Das Erreichte wird von den PopCamp Bands am 12.11. im Berliner Kesselhaus live präsentiert…

 

PopCamp Bands 2010

 

Jona:S aus Gießen      www.jona-s.de
Marie & The Redcat aus Mannheim   www.myspace.com/marieandtheredcat
Max Prosa aus Berlin     www.myspace.com/maxprosa
The Bonny Situation aus Duisburg    www.thebonnysituation.de
Trinity Lane aus Bad Saulgau    www.trinity-lane.de


Mehr Informationen zu den einzelnen Bands und zum Projekt unter www.popcamp.de

 









© Autostadt/Ammerpohl

“The answer is Yes” - Rocklegende Sting wird Mitglied im Kuratorium des Bundesjugendorchesters - 31.05.2010


Zwei Konzerte genügten, eine weltweit bekannte Rocklegende vom deutschen Klassik-Nachwuchs zu überzeugen: „You are all great artists“, schrieb Gordon Matthew Sumner, alias Sting, ins Gästebuch des Orchesters nach zwei ausverkauften und umjubelten Konzerten im Rahmen der Movimentos Festwochen in Wolfsburg. Die Aktivitäten zur Errichtung einer Stiftung für das Bundesjugendorchester wird Sting ab sofort im Kuratorium unterstützen: „The answer is Yes“, war die spontane Reaktion des Musikers auf die entsprechende Anfrage.

 

Nach Sabine Meyer, Reinhold Friedrich, Tabea Zimmermann, Gerd Albrecht und Christian Tetzlaff steht nun ein weiterer Ausnahmemusiker mit seinem Namen Pate für die Zukunft des Orchesters, aus dem seit über 40 Jahren erstklassige Talente für die deutsche und internationale Orchesterlandschaft hervorgehen. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt fünf Millionen Euro als Stiftungskapital zu sammeln. Sir Simon Rattle hat seine Unterstützung für das Gründungskonzert bereits zugesagt. Mit Sting gewinnen wir einen Prominenten, dessen Name auch außerhalb der Klassikwelt die Menschen begeistern wird“, sagt Orchestermanager Sönke Lentz.


In zwei Konzerten begleitete das Bundesjugendorchester Sting vor ungewöhnlicher Kulisse: Im stillgelegten und denkmalgeschützten Kraftwerk der Autostadt, im Schatten gigantischer Metallrohre musizierte Sting rund zwei Stunden lang vor rund 2.000 Zuhörern. Seine größten Hits – „Every breath you take“, „Roxane“ oder „English Man in New York“ – präsentierten sich dabei in einem ungewöhnlichen Gewand, in raffinierten, teils üppigen Arrangements, die das Orchester zu einem unverzichtbaren, gleichwertigen Begleiter wachsen ließen. Das hohe Niveau des Orchesters unter der Leitung des Dirigenten Steven Mercurio und die deutlich sichtbare Freude am gemeinsamen Musizieren mit Sting begeisterten das Publikum.


Schon während der Konzerte zeigte sich auch der Sänger vom Orchester begeistert: „See this wonderful orchestra, the Bundesjugendorchester.“ In Synthese mit seiner unplugged aufspielenden Band und mit Backgroundsängerin Jo Lawry ergaben sich wunderbare musikalische Eindrücke, die in dem intimen Rahmen der Bühne selbst für eingefleischte Sting-Fans ein ganz neues Klangerlebnis darstellten.


Für das Bundesjugendorchester war dies die erste Zusammenarbeit mit einem Rockmusiker. Die jungen Instrumentalisten zeigten sich von diesem musikalischen Ausflug begeistert: „Es ist eine wahnsinnige Erfahrung, mit Sting zu spielen. Solche Begegnungen, die einen persönlich und musikalisch weiter bringen, sind, so glaube ich, nur im Bundesjugendorchester möglich. Toll an Sting finde ich, dass er nicht so viel Wert auf Show legt, sondern alles selbst macht – er ist ein erfahrener Vollblutmusiker, von dem jeder viel lernen kann“, sagt der Trompeter Peter Dörpinghaus, der seit drei Jahren in dem maßgeblich vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanzierten Orchester spielt.

 

Weitere Informationen unter www.bundesjugendorchester.de.








© Efren Hernández Arias

Patrick Lange wird Chefdirigent der Komischen Oper Berlin - 21.05.2010

 

Mit der Berufung zum Chefdirigenten setzt der vom DIRIGENTENFORUM geförderte junge Künstler eine Erfolgsserie fort.

Seit zwei Jahren ist Patrick Lange als Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin tätig. Nun wurde er von Intendant Andreas Homoki zum Chefdirigenten des Hauses ernannt. Lange übernimmt seine neue Position mit Beginn der Spielzeit 2010/11 . Der junge Dirigent, der seit 2005 als Stipendiat des DIRIGENTENFORUMs vom Deutschen Musikrat gefördert wird, steht am Beginn einer internationalen Karriere. Gastdirigate führen ihn in nächster Zeit an die Wiener Staatsoper, das Royal Opera House Covent Garden sowie auf eine Konzerttournee mit der Academy of St. Martin in the Fields.


Patrick Lange schließt an die Erfolge ehemaliger Stipendiaten des DIRIGENTENFORUMs an, deren Karrieren an der Komischen Oper Berlin begannen. Matthias Foremny, heute GMD und Operndirektor am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin, wurde im Jahr 2000 als 1. Kapellmeister an die Komische Oper Berlin engagiert. Markus Poschner war in gleicher Funktion in den Jahren 2006 und 2007 an der Komischen Oper tätig, bevor er GMD der Bremer Philharmoniker und der Oper Bremen wurde.
Andreas Bausdorf, Projektleiter des DIRIGENTENFORUMs, hierzu: „In der Berufung von Patrick Lange sehen wir eine weitere Bestätigung für Konzeption und Arbeitsweise des DIRIGENTENFORUMs. Wir werden den eingeschlagenen Weg des Förderprogramms fortsetzen und stetig weiterentwickeln, um auch in Zukunft den dirigentischen Spitzennachwuchs optimal auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten.“


Das DIRIGENTENFORUM ist das Projekt des Deutschen Musikrats, welches talentierte, hoffnungsvolle Nachwuchsdirigenten fördert. In mehr als 20 Veranstaltungen pro Jahr bietet es seinen Stipendiaten die Möglichkeit, mit bedeutenden Berufsorchestern und erfahrenen Dirigenten zusammen zu arbeiten.

 

Weitere  Informationen zum DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrates finden Sie im Internet unter www.dirigentenforum.eu

 








Mehrfach ausgezeichnet: Dirigent Christoph Altstaedt

Christoph Altstaedt bei internationalem Wettbewerb erfolgreich - 20.05.2010

 

Beim 2. Internationalen Dirigentenwettbewerb Evgeny Svetlanov, der vom 10. Bis 15. Mai 2010 in Montpellier stattfand, wurde Christoph Altstaedt mit dem 2. Preis (10.000 €), dem Publikumspreis sowie dem Preis des Orchesters (3.000 €) ausgezeichnet. Von 354 Bewerbern aus 52 Nationen hatten sich 18 junge Dirigentinnen und Dirigenten für die Endrunden qualifiziert und präsentierten sich mit dem Orchestre National de Montpellier Languedoc-Roussillon der Jury unter dem Vorsitz von Vladimir Ashkenazy. Im Anschluss an das entscheidende Finalkonzert gingen die weiteren Preise an Andris Poga (1. Preis) aus Lettland und Daniel Cohen (3. Preis) aus Israel.


Christoph Altstaedt studierte Klavier und Dirigieren an den Musikhochschulen in Detmold und Hannover, sowie an der Hochschule „Hanns Eisler“ in Berlin. Von 2003 bis 2008 wurde er vom DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrats gefördert und erhielt dort wichtige Impulse durch Meisterkurse bei Kurt Masur, Sebastian Weigle und Jorma Panula. Ab der kommenden Saison ist Christoph Altstaedt als Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf engagiert.


Weitere  Informationen zum DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrates finden Sie im Internet unter www.dirigentenforum.eu.

 








© DMW / Michael Haring

Kompositionen für Bläserquintett oder Schlagzeug solo gesucht - 20.05.2010

Einsendungen zum Deutschen Musikwettbewerb Komposition bis zum 12. November 2010 erwartet

 
Der Deutsche Musikwettbewerb Komposition ist für 2011 zum dritten Mal ausgeschrieben. Nachdem in den ersten beiden Wettbewerbsjahren Kompositionen für Saxophonquartett, Duo Klarinette und Klavier, Kontrabass solo und Cembalo solo einzureichen waren, sind junge Komponistinnen und Komponisten dieses Mal aufgerufen Werke für Bläserquintett oder Schlagzeug solo (für einen beschränkten Setup-Rahmen mit einem zentralen Instrument) zu schreiben.

 

Teilnahmeberechtigt sind Komponistinnen und Komponisten im Alter von 18 und 32 Jahren (im Wettbewerbsjahr 2011), welche die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen oder an einer Musikhochschule in Deutschland studieren oder seit mindestens fünf Jahren in Deutschland leben. Dotiert ist der Wettbewerb mit 5.000 Euro (Preis der Philharmonie Essen) und 1.500 Euro (Kompositionsauftrag des Deutschlandfunk). Darüber hinaus stiftet die Union deutscher ZONTA-Clubs den mit 2.000 Euro dotierten ZONTA Musikpreis für eine Komponistin erstmalig im Rahmen dieses Wettbewerbs.

 

Die Ausschreibung zum DMW Komposition steht hier zum Download bereit oder kann unter musikwettbewerb@musikrat.de, Tel: 0228/2091-160 angefordert werden. Einsendeschluss ist der 12. November 2010.


In der Fachjury wirken erneut die Komponisten Christian Jost, Dr. Charlotte Seither und Prof. Manfred Trojahn sowie der Deutschlandfunk-Fachredakteur Frank Kämpfer und der Pianist und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Siegfried Mauser mit.

 

Ziel des vom Deutschen Musikrat in Kooperation mit der Philharmonie Essen und dem Deutschlandfunk ausgeschriebenen Wettbewerbs ist die Schaffung neuer Werke für ausgewählte Kammermusikbesetzungen und deren Uraufführung sowie deren Verbreitung durch zahlreiche Wiederaufführungen im Rahmen des Deutschen Musikwettbewerbs und der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler.

 







„PopCamp Live Audit – die fünf Besten für den Meisterkurs“ - 20.05.2010
 
Der Mai 2010 steht ganz im Zeichen des PopCamps: Zum 6. Mal werden fünf der besten Newcomer-Acts des Landes in den Meisterkurs professioneller Musikförderung einziehen. Es gilt „Vielfalt statt Mainstream“. Über 60 Bands waren nominiert. Nun sind die acht Spitzenreiter eingeladen, sich am 28. und 29. Mai im PopCamp Live-Audit in der Celler CD-Kaserne der Fachjury vorzustellen.

 

Mit dem Ziel, die Musik zur Profession zu machen, präsentieren sie sich im Showcase on Stage. Backstage wird die Jury die Bands in eingehenden Gesprächen kennenlernen, um so einen um-fassenden Eindruck der Musiker zu erhalten. Im Anschluss werden die Experten die fünf besten Bands bestimmen und bereiten diese in intensiven Arbeitsphasen inklusive zweier Live-Konzerte vor Publikum und Branchenvertretern auf die Herausforderungen des Musikbusiness vor.

 

Acht der besten Newcomer Deutschlands im PopCamp Live-Audit:
At The Farewell Party aus Frankfurt am Main, www.atthefarewellparty.de
Behind The Masquerade aus Winnenden, www.behindthemasquerade.de
Jona:S aus Gießen, www.jona-s.de
Marie & The Redcat aus Mannheim, www.myspace.com/marieandtheredcat
Max Prosa aus Berlin, www.myspace.com/maxprosa
Monopol aus Hamburg, www.monopolmusik.de
The Bonny Situation aus Duisburg, www.thebonnysituation.de
Trinity Lane aus Bad Saulgau, www.trinity-lane.de

 

Die Jury des PopCamp Live-Audits:
Prof. Udo Dahmen, Deutscher Musikrat / Popakademie Baden-Württemberg
Axel Erler, Mec Early Entertainment
Anke Rümenapp, PopCamp Dozentin „Kommunikation & Medientraining“
Henning Rümenapp, Künstl. Leiter PopCamp, Produzent und Musiker (Guano Apes)
Philipp Jacob, A.S.S. Concerts
Kai Thomsen, PopCamp Dozent „Marketing, Management & Controlling“
Rolf Zielke, Musiker und Komponist, Jazzinstitut Berlin

 

Das Spitzenförderprogramm „PopCamp – Meisterkurs für Populäre Musik“, ein Projekt des Deutschen Musikrates, wird gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Immer aktuell unter www.popcamp.de
… schnell mal rein hören unter www.myspace.com/popcamp

 

DATES
28. - 29.05.10             PopCamp Live-Audit, CD-Kaserne Celle
05. - 11.09.10             PopCamp Arbeitsphase 1, Trossingen (Bundesakademie)

 







Musikforum „Perspektive Kreativgesellschaft. Musik aus dem Digi-tal“ - 17.05.2010

 

Mit dem Themenschwerpunkt „Perspektive Kreativgesellschaft. Musik aus dem Digi-tal“ erscheint heute die neue Ausgabe des Musikforums, des Magazins des deutschen Musiklebens.

 

Welchen Stellenwert nimmt der Wert der Kreativität in unserer Gesellschaft ein – insbesondere inmitten der jüngeren Generation, die mit den unbegrenzten Möglichkeiten des Internets aufwächst? Welchen Bildungsauftrag verfolgen die Medien in Deutschland und werden sie den Ansprüchen des Publikums gerecht? Welchen Einfluss haben Kulturen anderer Länder auf unser Zusammenleben?

 

Das Musikforum enthält darüber hinaus das Supplement DMR Aktuell, das Informationen aus den Projekten und Mitgliedsverbänden des Deutschen Musikrates bereitstellt.

 

Die Themen im Überblick:

 

Fokusthema: „Perspektive Kreativgesellschaft. Musik aus dem Digi-tal“

  • Geistiges Eigentum und Kreativität sind im Internet-Zeitalter nur schwer zu schützen: Kristin Bäßler über kulturelles Bewusstsein.
  • Geht Kunst durch illegale Downloads aus dem Internet kaputt? Für Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel ist alles eine Frage der Wertschätzung
  • Der Klangkünstler Florian Käppler stellt im Interview die Möglichkeiten und Herausforderungen dar, mit denen sich heutige Komponisten konfrontiert sehen.
  • Vom Höhenflug seines unabhängigen Internetradio-Projekts berichtet Jonas Ruben Schnell im Interview mit Lothar Prox.
  • Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik bei RTL Television, verfolgt in seinem Beitrag die Debatte um den Drei-Stufen-Test und kritisiert die mangelnde Sichtbarkeit einer Abgrenzung zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Medien.
  • Die Stiftung „podium junger musiker“ will Berufsmusiker auf dem Sprung in die Profilaufbahn unterstützen: Otto Paul Burkhardt berichtet.
  • Dass es heute gang und gäbe ist, ein eigenes CD-Label zu gründen, unterstreicht Stefan Piendl.
  • Christian Höppner, Vizepräsident des Europäischen Musikrates, fordert eine Digitalisierung in Freiheit und Verantwortung.
  • In Fortsetzung der durch das Musikforum ausgelösten Debatte (Heft 1/2010) zum Fokusthema „Transkulturalität“ richtet Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, den Blick auf das Miteinander unterschiedlichster Kulturen in Deutschland.
  • Martin Greve berichtet über Forscher fremder Klänge, Grenzüberschreitungen und transkulturelle Auseinandersetzung.

Akzente:

  • Die Rotarier Lutz Kittelmann, Helmut Beißner und Rasmus Baumann äußern sich zur Zusammengehörigkeit, zur Begeisterungsfähigkeit und zum Engagement innerhalb eines einmaligen Laienorchesters.
  • Andreas Flämig erzählt das Märchen vom Schlosstheater Rheinsberg, das zehn Jahre alt geworden ist.

 

Kulturen:

  • Seit dem Jahr 2008 ist in Potsdam die Ausbildung zum jüdischen Kantor möglich: hierzu Jascha Nemtsov sowie der Rabbiner Walter Homolka.

 

Neue Töne:

  • Ministerpräsident Andreas Platzeck über Förderung und Entfaltung von Neuer Musik und Klassik in Brandenburg.
  • Staatsrock östlich der Elbe: Wieso wir in Deutschland noch immer Ost-Rock hören können und müssen, erklärt Peter Wicke.
  • Olaf Leitner äußert sich zu dem Gedenkkonzert zu Ehren von Franz Bartzsch.

 

Bildung/Forschung:

  • Oliver Kaunty stellt die Vernetzung von Wissenschaft und Praxis in der Musiklehrerausbildung dar.
  • Neue Musik ist didaktisch vermittelbar: Anna Schürmer über Probleme und Chancen aktueller Kunstmusik an deutschen Schulen.

 

Portrait:

  • „Die eigentlichen Dinge merkt man erst beim Spielen.“ Brigitte Kruse zeichnet ein Portrait des Pianisten Frank Gutschmidt.

 

Dokumentation:

  • Erik Hörenberg berichtet über das Projekt „Musik kennt kein Alter“ der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände.

 

DMR Aktuell:

  • Das Supplement beinhaltet Nachrichten aus den Projekten und Mitgliedsorganisationen des Deutschen Musikrates.

 

Dies und vieles mehr ab dem 17. Mai 2010 im Musikforum, zu bestellen unter:

 

Schott Music

Leserservice - Postfach 36 40

55026 Mainz

Deutschland

Telefon. +49 6131 24 68 57

Fax. +49 6131 24 64 83

eMail: zeitschriften.leserservice@schott-music.de

Internet: www.musik-forum-online.de, www.kreativ-gesellschaft.de

 

Das Musikforum wird vom Deutschen Musikrat in Zusammenarbeit mit Schott Music herausgegeben.

Weitere Informationen unter www.musik-forum-online.de







RUHR.2010 empfängt 5.000 Vocal Heroes in Dortmund - 12.05.2010


130 Chöre starten heute in den 8. Deutschen Chorwettbewerb


Am heutigen Mittwoch fällt in Dortmund der Startschuss zum 8. Deutschen Chorwettbewerb (DCW), musikalischer Konvent der besten Chöre und Vokalensembles. Über 5.000 Sängerinnen und Sänger bereichern die Metropole, derzeit als „Local Hero“ Mittelpunkt von RUHR.2010, bis einschließlich Samstag mit faszinierenden Klängen.


Nach dem offiziellen Auftakt heute um 20 Uhr im Konzerthaus Dortmund (mit dem Mädchenchor Hannover und dem Rundfunk-Jugendchor Wernigerode, beide Preisträger 2006) folgen am 13. und 14. Mai zwei vollgepackte Wettbewerbstage mit Wertungen im Opernhaus, Konzerthaus, Schauspielhaus, Or-chesterzentrum NRW und weiteren Sälen der Stadt.


Daneben haben die Organisatoren des DCW mit je zwei Sonderkonzerten am Donnerstag und Freitag ein hochkarätiges Abendprogramm zusammengestellt: An Christi Himmelfahrt präsentieren der Gewinner des DCW 2006, Carmina Mundi, und die britischen Vokalakrobaten VOCES8 Werke von Byrd, Gershwin und Whitacre (Konzerthaus, 20 Uhr). Mit einem romantischen wie zeitgenössischen Programm konzertieren zur gleichen Zeit der Frauenchor exsemble und die Max Reger Vereinigung München im Opernhaus.


Das erste Sonderkonzert am Freitag gestalten VoicesInTime und das französische Profiensemble Les Voice Messengers mit groovigen Rhythmen von George Michael, Robbie Williams und Annett Louisan (Opernhaus 19.30 Uhr). Chorklang in XXL versprechen das Ensemble vocal und CONSONO um 22 Uhr im Konzerthaus: Unter dem Motto „Stimmgewaltig“ bringen diese bis zu 40-stimmige Werke von Heinrich Schütz, Thomas Tallis, Michael Ostrzyga und Carl Rütti zur Aufführung.


Seit Gründung des Deutschen Chorwettbewerbes vor 28 Jahren hat sich die Begegnung mit der gastgebenden Stadt zum prägenden Bestandteil des Wettbewerbes entwickelt. Im so genannten Rahmenprogramm des DCW laden die 130 teilnehmenden Chöre und Ensembles mit über 50 weiteren Konzerten ein zu einem bunten Programm in sozialen, öffentlichen und kulturellen (Museen, Kirchen und Schauspielhaus) Einrichtungen.


Am Samstag, den 15. Mai verabschiedet sich der 8. Deutsche Chorwettbewerb wieder aus der Ruhrmetropole Dortmund mit zwei feierlichen Abschlusskonzerten der Preisträger 2010 im Konzerthaus (13 und 16 Uhr).

Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen ist frei. Kostenfreie Tickets zu allen Konzerten sind im KulturInfoShop der Sparkasse Dortmund erhältlich.

 

Hier geht's zur Website des Deutschen Chorwettbewerbs.

 








Moderatorin Sabine Töpperwien mit Pianist und Komponist Frank Zabel

Spiel, Satz... Musik! Lokalderby ohne Platzverweis - 10. Mai 2010


Am Freitag, dem 30.04. fand das diesjährige Konzert der Reihe „Klingt gut.“ statt, die der Deutsche Musikrat in Zusammenarbeit mit der Bundeskunsthalle einmal im Jahr im Forum der KAH ausrichtet. 2010 stand die Veranstaltung unter dem Motto „Spiel, Satz... Musik!“ und damit schon ganz im Lichte der nahen Fußballweltmeisterschaft. Und wer würde sich da wohl besser als Moderator eignen als Sabine Töpperwien, eine von Deutschlands bekanntesten Sportmoderatorinnen, WDR2 Sportchefin und noch immer die einzige weibliche Fußballreporterin der Republik.


Zusammen mit dem Düsseldorfer Ensemble Différance, bestehend aus den Pianisten Frank Zabel und Stefan Thomas, den Schlagzeugern Guido Pieper und Kersten Hanke und ergänzt durch die Cellisten Jan-Filip Tupa und Niklas Seidl, gestaltete Sabine Töpperwien einen unterhaltsamen, aufregenden und nie langweiligen Konzertabend, an dessen Ende die einhellige Erkenntnis stand: Sport und Musik – das passt.


Egal ob Frank Zabel in seinem Concertino den Wettstreit der Instrumente miteinander betonte oder Stefan Thomas den körperlichen Einsatz des Cembalospielers in den Four Toys herausarbeitete, ob in Xenakis Rebonds B der Schlagzeuger am Ende selbst reif für den Ruheraum war oder sich die Cellisten in Kagels Match zum Abschluss des Abends ein packendes Duell lieferten, an dessen Ende überraschender Weise der Schiedsrichter der lachende Dritte, sprich der Gewinner war – Sabine Töpperwien kommentierte all dies in ihrer unnachahmlich enthusiastischen und mitreißenden Art, holte die Meinung des Publikums ein und führte verständlich und unterhaltsam durch einen Abend, der wieder einigen Besuchern mehr den Zugang zur Neuen Musik erleichert haben dürfte.


Und so gingen in diesem Lokalderby Köln (Töpperwien) – Düsseldorf (Différance) am Ende auch die Austragenden freundschaftlich und ohne Platzverweis auseinander. Auf „Klingt gut.“-2011 darf man also schon jetzt gespannt sein.

 








Die Berliner Formation Zeitkratzer im Alten Wartesaal in Köln

Spektakulärer Auftritt von OVAL und Zeitkratzer bei MusikTriennale Köln - 04.05.2010


Einen spektakulären Auftritt brachten am vergangenen Donnerstag der Elektronik-Musiker Marcus Popp alias OVAL und die Berliner Formation Zeitkratzer auf die Bühne des Alten Wartesaals in Köln. In entspannter Club-Atmosphäre boten sie ein Programm im Spannungsfeld zwischen Elektronik, Improvisation, Pop und Neuer Musik. Das WDR-Fernsehen sendet demnächst einen Mitschnitt. 


In letzter Zeit hatte er sich ein wenig rar gemacht, an neuen Sounds und Kompositionen gearbeitet, doch nun ist er wieder da: Marcus Popp alias OVAL gilt seit rund zwei Jahrzehnten als einer der angesagten Sounddesigner in der Szene für zeitgenössische elektronische Musik und war am vergangenen Donnerstag im Alten Wartesaal in Köln endlich auch wieder auf der Konzertbühne zu erleben. Die Programmankündigung versprach digital erzeugte Klanginstallationen zwischen strengem Formalismus und repetitiver Prozesshaftigkeit, zwischen radikaler »Cut-and-Paste«-Ästhetik und improvisierender Live-Elektronik und hatte damit keinesfalls zu viel versprochen.

 

Im ersten Teil des Konzertabends beeindruckte Popp mit abwechslungsreichen, intelligenten Klangkompositionen, immer wieder die Grenzen zwischen provozierender Geräuschhaftigkeit, elektronischer Avantgarde und musikalischem Mainstream auslotend, ohne dabei je oberflächlich oder beliebig zu werden. Zuvor hatte Popp im Gespräch mit Moderator Nicolas Tribes über seine jüngsten Arbeiten berichtet und dabei auch dem Deutschen Musikrat für seine Unterstützung sowohl bei diesem Konzertprojekt wie auch bei seiner demnächst geplanten CD-Veröffentlichung gedankt.


Eine echte Premiere stellte der Auftritt von Marcus Popp mit dem Ensemble Zeitkratzer dar. Die Berliner Experten für avantgardistische Grenzgänge griffen die von Popp initiierten rhythmischen und melodischen Strukturen auf und improvisierten über die loopartigen Reihungen auf ihren akustischen Instrumenten. Popp unplugged, sozusagen.


Im dritten Teil des Konzertabends schließlich präsentierten Zeitkratzer eigene Stücke und hatten sich dazu mit einem Sänger verstärkt. Dabei wurde dieses experimentelle Kammerensemble seinem Ruf absolut gerecht, an den äußersten Grenzen der Neue-Musik-Szene zu agieren: Spieltechniken der Neuen und improvisierten Musik gehören nämlich ebenso zum Fundus von Zeitkratzer wie Elemente experimenteller Rockmusik, von Noise, Ambient und Folk. Ein spektakulärer Auftritt mit einer eindruckvollen Lichtregie, der Erfahrungen mit Projektpartnern von Stockhausen bis Lou Reed durchscheinen ließ.

 

Dem Konzert von OVAL und Zeitkratzer lag eine Kooperation der Förderprojekte Zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrats, der MusikTriennale Köln und ON, dem Projekt des Netzwerk Neue Musik in Köln, zugrunde. Es wurde präsentiert im Rahmen der Reihe „Tripclubbing“, die von ON ins Leben gerufen wurde. „Tripclubbing“ bietet experimentierfreudigen Musikfreunden im Alten Wartesaal unter dem Kölner Hauptbahnhof die Möglichkeit, neue Musikwelten in entspannter Clubatmosphäre zu entdecken, abseits von Ernst und Strenge des Konzertsaals und seinen Ritualen. Hier trifft man den „klassischen“ Konzertbesucher wie den jungen Elektronik-Freak.

Das Konzept von „Tripclubbing“ korrespondiert mit dem der „edition elektronik“, die die Förderprojekte Zeitgenössische Musik seit 2007 herausgeben. Die „edition elektronik“ soll ein Schlaglicht werfen auf den Grenzbereich zwischen instrumentaler und elektronischer Musik, Neuer Musik, Jazz und Pop und den Entwicklungen in dieser Szene. Gleichzeitig soll sie Interessenten aus all diesen Genres ansprechen und Grenzen auch unter den Höreren von Musik überwinden. In diesem Kontext war das Konzert im Alten Wartesaal als Doppel-Release-Veranstaltung konzipiert, denn auch das Wirken von Zeitkratzer wurde in der „edition elektronik“ bereits 2007 musikwissenschaftlich aufbereitet und dokumentiert.


Marcus Popp wird seine neueste Veröffentlichung voraussichtlich Anfang August präsentieren. Unter dem Titel „ovalDNA“ werden dann erhältlich sein: eine Videodokumentation, eine CD mit bisher unveröffentlichtem Material sowie das komplette oval-Klangarchiv, aus dem man mit Hilfe einer speziellen Software eigene Kompositionen erstellen kann. Ein ausführliches Booklet sowie interaktive, zum Teil webbasierte Features runden das Dokumentationspaket ab.

 

Das Konzert von Marcus Popp alias OVAL und Zeitkratzer im Alten Wartesaal wurde vom WDR-Fernsehen mitgeschnitten. Der Sendetermin wird demnächst an dieser Stelle bekannt gegeben.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 







Neue Ausgabe des Musikforums erscheint in wenigen Tagen – 28.04.2010

 

Mit dem Themenschwerpunkt „Digitalisierung“ erscheint in wenigen Tagen die neue Ausgabe des Musikforums, die Zeitschrift des deutschen Musiklebens.

 

Die Redaktion des Musikforums nimmt die Vielzahl kontroverser Debatten zum Anlass, nicht nur ihren Blick schwerpunktmäßig auf den Einfluss der Digitalisierung auf unseren gesellschaftlichen Alltag zu richten, sondern ebenfalls eine Bestandsaufnahme des Musiklebens in Deutschland zu liefern. Die Beiträge zeichnen eine rasante Entwicklung nach, deren Chancen und Herausforderungen heute noch niemand vollkommen einzuschätzen vermag.

 

Welchen Bildungsauftrag verfolgen die deutschen Medien und werden sie den Ansprüchen des Publikums gerecht? Welchen Stellenwert nimmt das Urheberrecht in unserer Gesellschaft ein – insbesondere inmitten der jüngeren Generation, die mit den unbegrenzten Möglichkeiten des Internets aufwächst? Werden illegale Downloads strafrechtlich ungenügend verfolgt und zeichnen sie gar eine allgemeine Abkehr vom traditionellen Tonträger ab?

 

Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik bei RTL Television, verfolgt in seinem Beitrag die Debatte um den Drei-Stufen-Test und kritisiert die mangelnde Sichtbarkeit einer Abgrenzung zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Medien.

Vom Höhenflug seines unabhängigen Internetradio-Projekts berichtet Jonas Ruben Schnell im Interview mit Lothar Prox.

Dass es heute gang und gäbe ist, ein eigenes CD-Label zu gründen, beweist Stefan Piendl und der Klangkünstler Florian Käppler stellt im Interview die Möglichkeiten und Herausforderungen dar, mit denen sich heutige Komponisten konfrontiert sehen.

In Anlehnung an die entstandene Debatte um das vergangene Fokusthema „Transkulturalität“ richtet Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, den Blick auf das Miteinander unterschiedlichster Kulturen in Deutschland.

Das Musikforum widmet sich diesen und weiteren Fragen zu den Themenschwerpunkten.

 

Seit dem Jahr 2008 ist in Potsdam die Ausbildung zum jüdischen Kantor möglich: hierzu Jascha Nemtsov.

Die Rotarier Lutz Kittelmann, Helmut Beißner und Rasmus Baumann sprachen im Interview mit Christian Höppner über Zusammengehörigkeit, Begeisterungsfähigkeit und Engagement innerhalb eines einmaligen Laienorchesters.

Brigitte Kruse zeichnet ein Portrait des Pianisten Frank Gutschmidt.

Staatsrock östlich der Elbe: Wieso wir in Deutschland noch immer Ost-Rock hören können und müssen, erklärt Peter Wicke.

 

Das Musikforum enthält überdies das Supplement DMR Aktuell, das Informationen aus den Projekten und Mitgliedsverbänden des Deutschen Musikrates bereitstellt.

 

Dies und vieles mehr in der kommenden Ausgabe des Musikforums.

 

Näheres auf www.musik-forum-online.de

 







FLASHBAND: Der musikalische Flashmob zum Tag der Musik 2010 in Berlin - 27.04.2010

 

Der Deutsche Musikrat und der Landesmusikrat Berlin rufen alle Berliner auf, gemeinsam zum Tag der Musik ihr Instrument oder die eigene Stimme zum Klingen zu bringen.

 

Wann: Sonnabend, 19. Juni 2010, 13.00 Uhr (Treffpunkt 12.45 Uhr)

Wo: Konzerthaustreppe am Gendarmenmarkt (Berlin-Mitte)

 

Instrumente nicht vergessen!

 

Alles, was klingt, ist erlaubt und jeder, der mitwirken möchte, ist herzlich eingeladen!

 

Informieren Sie Freunde, Verwandte, Arbeitskollegen, Nachbarn und Mitschüler und werden Sie mit ihnen Teil der Flashband.

 

Die Noten stehen ab 17. Mai 2010 unter www.tag-der-musik.de zum Download bereit.

 

Nach dem Auftritt der Flashband wird ein abwechslungsreiches Programm zum Tag der Musik mit Konzerten, Ausstellungen und einer Podiumsdiskussion im und am Konzerthaus stattfinden.

 

Aktuelle Infos und mehr zum Tag der Musik unter www.tag-der-musik.de






Deutscher Musikrat auf jazzahead! – Jazzmatinee mit BuJazzO am Sonntag - 23.04.2010


Die jazzahead! in Bremen (23.-25. April 2010) hat sich mit ihrer besonderen Kombination aus Messe, Festival, Konferenz und Symposium innerhalb von fünf Jahren zu dem zentralen Treffpunkt der Branche entwickelt. Das Herz der jazzahead! bildet die Messe selbst, auf der auch der Deutsche Musikrat wieder mit einem eigenen Stand (F03) vertreten ist.

 

Zudem zeigen mehr als 30 Konzerte mit Bands aus 13 Ländern in drei verschiedenen Locations eindrucksvoll die Bandbreite des Jazz. Der Sonntag ist dem breiten Publikum, vor allem dem Nachwuchs gewidmet.  In diesem Rahmen präsentiert das Bundesjazzorchester unter Leitung von Lars Møller (DK) und Geir Lysne (Norwegen) sein aktuelles Programm „Auf den Spuren des Nordens“. Im Anschluss an das Konzert kommen Lehrkräfte von Bläserklassen in den Genuss eines besonderen Highlights: Die BuJazzO-Leiter geben in einem Workshop Einblicke in Ihre Arbeit.

 

Weitere Informationen zum BuJazzO-Auftritt auf der jazzahead! finden Sie hier.

 








J. Metzinger (Student), T. Sikorski (Popakademie), Dr. U. Liedtke (Deutscher Musikrat), Prof. U. Dahmen (Popakademie/Deutscher Musikrat), A. Pehlke (Studentin), Prof. H. Wandjo (Popakademie), Dr. P. Ortmann (Deutscher Musikrat), K. Ganzemüller (Studentin)

Editionsreihe "Musik in Deutschland" in Mannheim präsentiert - 20.04.2010

 

Im Rahmen eines Pressegesprächs stellten am 19. April Vertreter des Deutschen Musikrats und der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim die nun vollständig vorliegende CD-Edition „Musik in Deutschland 1950-2000“ vor. Die vom Deutschen Musikrat herausgegebene Reihe fand mit der im März erschienenen Kompilation "Popmusik in Deutschland" ihren Abschluss.

 

„Mit der nun vorliegenden Zusammenschau von Popmusik der letzten 60 Jahre hat die renommierte Editionsreihe „Musik in Deutschland“ einen Abschluss gefunden, der in herausragender Weise eine Brücke zur Gegenwart schlägt“, so Projektleiter Dr. Peter Ortmann.

 

Für die zuletzt erschienene Box "Popmusik in Deutschland", die in Kooperation mit der Popakademie Mannheim und Sony Music entstand, wurden die jeweils stilprägendsten Songs ihrer Zeit – von den 50er Jahren bis 2010 – ausgewählt. Hierbei stand vor allem die Musik  deutscher Künstler im Mittelpunkt, die auch international auf sich aufmerksam machen konnten, neue musikalische Richtungen verfolgten und andere durch ihre Kreativität beeinflussten.

 

Zur Präsentation waren neben Projektgeschäftsführer Dr. Peter Ortmann, Professor Hubert Wandjo (Business Direktor und Geschäftsführer Popakademie Baden-Württemberg), Professor Udo Dahmen (Künstlerischer Direktor und Geschäftsführer Popakademie Baden-Württemberg/Vizepräsident Deutscher Musikrat) sowie Dr. Ulrike Liedtke (Präsidiums- und Aufsichtsratsmitglied Deutscher Musikrat, Beiratsvorsitzende der Editionsreihe „Musik in Deutschland“) in der Popakademie in Mannheim zusammengekommen. Studierende einer Projektgruppe aus der Popakademie-Projektwerkstatt, die die Werkschau „Popmusik in Deutschland“ konzipiert und zusammengestellt hatten, berichteten den Journalisten von ihrer Arbeit.

 

Mehr Informationen unter www.musikindeutschland.de.







Christian Höppner als Vizepräsident des Europäischen Musikrates wiedergewählt  - 20.04.2010

 

Die Mitgliederversammlung des Europäischen Musikrates hat bei ihrer Jahresversammlung in Wien am vergangenen Wochenende einen neuen Vorstand gewählt:

 

Präsident: Timo Klemettinen (Finnland)

Vizepräsident: Christian Höppner (Deutschland)

Schatzmeister: Stef Coninx (Belgien)

 

Weitere Vorstandsmitglieder sind:

Prof. Erling Aksdal (Norwegen)

Helena Maffli-Nissinen (European Music School Union)

Frank Stahmer (European Composers’ Forum)

Kaie Tanner (European Federation of Young Choirs)

 

Dazu der Präsident des Deutschen Musikrates, Prof. Martin Maria Krüger: „Das zivilgesellschaftliche Engagement gewinnt für die Rahmenbedingungen des Musiklebens im zusammenwachsenden Europa an immer größerer Bedeutung. Ich freue mich daher sehr, dass der Generalsekretär des Deutschen Musikrates, Christian Höppner, mit einem hervorragenden Wahlergebnis wiederum zum Vizepräsidenten des Europäischen Musikrates gewählt wurde. Es liegt im dringenden Interesse des Deutschen Musikrates, auch auf europäischer Ebene mit gestaltend eingebunden zu sein.“

 

Christian Höppner  sagte nach seiner Wahl: „Kernziel der europäischen Musikpolitik ist die Umsetzung der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung Kultureller Vielfalt. Wenn es uns nicht gelingt, die Konvention in musikpolitisches Handeln vor Ort umzusetzen, werden wir die Diskrepanz zwischen Sonntagsreden und Montagshandeln nicht überwinden. Deshalb ist – neben einem Aktionsplan zur Umsetzung der UNESCO-Konvention – die Politik aufgefordert, durch entsprechende Umsetzungsgesetze die Bindungswirkung der Konvention auf Länder- und Kommunalebene zu erhöhen. Andernfalls ist sie nur ein Schubladenpapier. Kulturelle Vielfalt ist der Nährboden für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und Voraussetzung für eine europäische Einheit in der Vielfalt.“

 

 







Peter Herbolzheimer ist tot - 29.03.2010

 

Der Deutsche Musikrat trauert um sein Ehrenmitglied und den langjährigen Leiter des Bundesjazzorchesters, der am Samstag, 27. März in Köln verstorben ist.

 

Mit Peter Herbolzheimer, geboren in Bukarest am letzten Tag des Jahres 1935, verliert der Bigbandjazz einen der ganz Großen des internationalen Musiklebens, der als Musiker, Komponist und Arrangeur gleichermaßen die europäische Jazzgeschichte geprägt und beeinflusst hat.

 

Nach vielen Jahren der Sammlung von Erfahrungen in Orchestern von internationalem Rang und Stationen in den USA, schlug er mit der Gründung seiner "Rhythm Combination & Brass" Anfang der sechziger Jahre ganz neue Töne an und trug damit Entwicklungen im Jazz aktuell Rechnung. Dazu zählten der Einsatz von elektronischen Instrumenten ebenso wie die Verwendung von Rhythmen und Themen der Rockmusik.

 

 

Der Name Peter Herbolzheimer wird auch heute noch mit legendären Auftritten in Fernsehsendungen wie "Bio's Bahnhof" und "ZDF Jazzclub" in Verbindung gebracht. Mit seiner "Jazz-Gala", bei der er die damals bekanntesten amerikanischen Jazzkünstler begleitete und präsentierte, konzertierte er in ganz Europa.

 

Als der Deutsche Musikrat 1987 das Bundesjazzorchester gründete, gab es deshalb für die künstleri-sche Leitung keine Alternative zu Peter Herbolzheimer. Er stellte sein umfangreiches Repertoire zur Verfügung und komponierte zahlreiche Stücke extra für dieses Orchester und seine jungen Solisten. Damit setzte er neue Maßstäbe und war beispielgebend für die wachsende Zahl von Jugend- und Schülerbigbands überall in Deutschland.

 

Zwanzig Jahre lang stand Peter Herbolzheimer dem Bundesjazzorchester vor, bevor er 2007 die Leitung einer jüngeren Generation profilierter Dirigenten übergab. In seiner Zeit führte er die Spitzentalente des jungen Jazz zu kollektiven und solistischen Höchstleistungen und garantierte den jungen Künstlern den nahtlosen Übergang zu einer eigenen erfolgreichen Berufskarriere.

 

Die Namen bekannter BuJazzO-Absolventen sprechen hier für sich, darunter Till Brönner, Roger Cicero, Peter Weniger, Frank Chastenier, Ingolf Burkhardt, Hubert Nuß, Michael Wollny, um nur einige zu nennen.

 

Auf dem Gebiet des Jazz war Peter Herbolzheimer dem Deutschen Musikrat stets ein unersetzlicher Fachmann, Berater und Inspirator. Legendär sind auch seine zahlreichen Auslandsreisen mit dem BuJazzO in viele Länder der Erde, wo Dirigent und Orchester als Botschafter eines jungen, modernen, aufgeschlossenen und kreativen Deutschland gefeiert wurden.

 

Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: "Peter Herbolzheimer war ein großer Künstler und glühender Verfechter gleichermaßen geschmackvoller wie handwerklich gut gemachter Musik auf hohem Niveau. Er war ein leidenschaftlicher und fordernder Gesprächspartner, der über einen unerschöpflichen Erfahrungsschatz verfügte. Für den Deutschen Musikrat war er als spiritus rector des BuJazzO ein Glücksfall. Viele arrivierte Musiker und junge Jazztalente verlieren mit ihm einen väterlichen Freund, Förderer und liebevoll kritischen Begleiter".







Börnsen und Poland setzen sich für Musikland Deutschland ein - 24.03.2010

 

Anlässlich eines Gespräches mit Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates, erklären der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Börnsen (Bönstrup) MdB und der zuständige Berichterstatter Christoph Poland MdB: Deutschland muss Musikland bleiben! Börnsen und Poland setzen sich für adäquate Rahmenbedingungen für das Musikland Deutschland ein.

 

„Wir begrüßen daher das umsichtige Engagement des Deutschen Musikrates mit seinen 97 Fachverbänden, 16 Landesmusikräten und 100 Ehrenmitgliedern. Dieses Engagement ist für die Musiklandschaft und das Musikleben von existentieller Bedeutung geworden“, so Börnsen und Poland.

 

Darüber hinaus werden Projekte wie der Tag der Musik, Jedem Kind ein Instrument und die Initiative Musik erwähnt und deren Bedeutung für unser Musikland Deutschland heraus gestellt.

 

Die vollständige Pressemitteilung von Börnsen und Poland finden Sie unter folgendem Link:

www.presseportal.de/pm/7846/1583281/cdu_csu_bundestagsfraktion     

 







Neue Stipendiaten im DIRIGENTENFORUM - 22.03.2010

 

Das Förderprogramm für den dirigentischen Nachwuchs nimmt sechs neue Talente auf

 

Das DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrates hat beim diesjährigen Auswahldirigieren in Göttingen sechs neue Stipendiaten in den Förderzweig für Orchesterdirigenten aufgenommen. Von rund 50 Bewerbern wurden 24 junge Nachwuchsdirigenten zum Göttinger Symphonie Orchester eingeladen. Dort präsentierten sie sich vom 16. bis 18. März der Jury, bestehend aus Professor Nicolás Pasquet, Hermann Bäumer, Hartmut Karmeier, Stefan Malzew und Professor Johannes Schlaefli.

 

Nach zwei Durchgängen wurden am Ende Jongbae Jee, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, Christian Kluxen, Zürcher Hochschule der Künste, Antonio Méndez Simón, Universität der Künste Berlin, Alexander Merzyn, Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar, Clemens Schuldt, Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, und Justus Thorau, Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar, in die erste Förderstufe aufgenommen.

 

Das Auswahldirigieren des Förderzweiges für Chordirigenten wird vom 23. bis 24. April mit dem ensemberlino vocale und dem Philharmonischer Chor Berlin stattfinden.

 

 







Dokumentation „Begegnung von West und Ost“ - 16.03.2010

 

Pünktlich zur Musikmesse präsentieren der Deutsche Musikrat und der ConBrio-Verlag die Publikation „Begegnung von West und Ost“. Sie dokumentiert in anschaulicher Weise die langjährige Zusammenarbeit zwischen Deutschem Musikrat und einem der bedeutendsten internationalen Festivals für Neue Musik, dem „Warschauer Herbst“.

 

Seit dem ersten „Konzert des Deutschen Musikrates“ bei diesem Festival haben sich die gegenseitigen Beziehungen und Kooperationen zwischen dem Deutschem Musikrat und seinen polnischen Partnern stetig erweitert und zu einem kreativen Miteinander aller Beteiligten vertieft. Ob Partnerschaften zwischen deutschen Landesmusikräten und polnischen Woiwodschaften, Workshops der polnisch-deutschen Ensemblewerkstatt oder „Konzerte des Deutschen Musikrates“ – die vorliegende Dokumentation informiert aus den verschiedensten Blickwinkeln über die unterschiedlichen Aspekte der Zusammenarbeit und stellt einzelne Projekte vor.

 

Der Deutsche Musikrat hat mit dem intensiven deutsch-polnischen Austausch, der seit zehn Jahren kontinuierlich befördert wird, einen erheblichen Beitrag zur kulturellen Verständigung geleistet.

 

Die Buchpräsentation findet am 24. März, 17 Uhr in Halle 3.1 C53 statt.

 







Kalender zu Musikfestivals und Musikwettbewerben online - 15.03.2010

 

MIZ präsentiert neue Recherchemöglichkeiten zum Musikgeschehen

 

Das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), eine Einrichtung des Deutschen Musikrats, hat sein Informationsangebot im Internet inhaltlich neu strukturiert und präsentiert unter www.miz.org ab sofort neue Recherchemöglichkeiten zum aktuellen Musikgeschehen. Im Mittelpunkt stehen dabei ein Ausschreibungskalender für Musikwettbewerbe, -preise und Stipendien sowie ein Kalender für Musikfestivals. 

 

Wo bisher unzählige Webseiten einzeln abgesurft werden mussten, bündelt das MIZ in seinem neuen Ausschreibungskalender nun alle verfügbaren Informationen zu bundes- und landesweit ausgeschriebenen Musikwettbewerben, -preisen und Stipendien und macht sie über vielfältige Suchfunktionen abrufbar. Das Angebot kann sowohl nach aktuellen Bewerbungsschlüssen als auch nach Durchführungsterminen durchsucht werden. Dabei stehen zusätzlich 17 unterschiedliche Kategorien zur Auswahl – von einzelnen Instrumentengattungen und Gesang über Komposition und Dirigieren bis hin zur Kammermusik oder einzelnen musikalischen Genres. 

 

Der ebenfalls der neue Festivalkalender informiert fortlaufend über Veranstaltungszeiträume von Musikfestspielen, Festwochen und Festivals sowie deren aktuelle Mottos und Themenschwerpunkte. Den Nutzern stehen auch hier zahlreiche Suchfunktionen zur Verfügung. So kann der Kalender sowohl nach Terminen und geografischen Kriterien als auch themenbezogenen durchsucht werden. Das Angebot deckt dabei die ganze Bandbreite musikalischer Gattungen ab und umfasst sowohl Spezialfestivals zur Alten und Neuen Musik als auch die verschiedenen Spielarten der populären Musik. 

 

Abgerundet wird das neue Angebot des MIZ durch einen Kongresskalender, eine fortlaufend angelegte Serie von Karten zum Musikleben sowie durch eine neue Rubrik „Musikleben in Zahlen“. Hier werden im Überblick wichtige Daten und Fakten des Musiklebens vorgestellt und mit weiterführenden Informationen vernetzt. 

 

Weitere Informationen unter www.miz.org.

 







Musikalische Bildung im Brennpunkt – 12.03.2010

 

Derzeit appellieren Musikschaffende und Musikpolitiker verstärkt an Verantwortliche, die Musikalische Bildung unserer Kinder und Jugendlichen zu fördern und Bildungsangebote zu erhalten und auszubauen. So haben der Präsident des Deutschen Musikrates, Prof. Martin Maria Krüger, und die Vorsitzende der Konferenz der Landesmusikräte, Dr. Ulrike Liedtke, am vergangenen Freitag, 05. März 2010 dem Präsidenten der Kultusministerkonferenz (KMK), Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, das Papier „Kinder brauchen Musik“ überreicht, das Forderungen an die KMK zum Erhalt des Faches Musik stellt. Darüber hinaus setzen sich die Chefdirigenten und Intendanten der Berliner Orchester mit einem offenen Brief an Bildungssenator Prof. Dr. Jürgen Zöllner für den Erhalt des Schulfaches Musik in allen Klassenstufen ein.

 

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Seit Jahren gibt es bundesweit eklatante Versäumnisse beim Musikunterricht an allgemein bildenden Schulen und Musikschulen. Der offene Brief der Berliner Chefdirigenten und Intendanten an Bildungssenator Zöllner unterstreicht einmal, dass Musik kein Orchideenfach ist. Die Kulturmetropole und Hauptstadt Berlin nimmt leider einen Spitzenplatz auf der bundesweiten Versäumnisliste ein. Die Vorschläge des Landesmusikrates Berlin für einen Masterplan ‚Musikalische Bildung Berlin’ können im Verbund mit dem Forderungspapier des Deutschen Musikrates und der Konferenz der Landesmusikräte ‚Kinder brauchen Musik’ eine gute Ausgangsbasis für eine nachhaltige Verbesserung dieser Situation sein. Das beeindruckende bundesweite Engagement vieler Orchester mit Sonderprogrammen für die Musikalische Bildung wird auf Dauer als ergänzende Maßnahme nur fruchten können, wenn der Staat seiner Verantwortung für den Bereich der Musikalischen Bildung in Kindergarten, Schule und Musikschule nachkommt. Ziel muss es gemäß des 2. Berliner Appells des Deutschen Musikrates sein, jedem Kind gleich welcher sozialen oder ethnischen Herkunft einen kontinuierlichen und qualifizierten Zugang zur Musikalischen Bildung zu ermöglichen.“

 

Hierzu Prof. Wolfgang Gönnenwein, Präsident des Landesmusikrates Baden-Württemberg: „Die Musikalische Bildung trägt wesentlich zur Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen bei. Gerade im Grundschulalter werden wichtige Weichen für die Weiterentwicklung der Schülerinnen und Schüler gelegt, die durch eine zunehmende Kürzung von Unterrichtsangeboten und Reduzierung von qualifizierten Fachlehrern nicht in die falsche Richtung gehen dürfen. Gemeinsames Musizieren fördert das Sozialverhalten und ist so ein wichtiger Mosaikstein, der zur Charakterentwicklung und Menschwerdung der Kinder mit beiträgt. Nur ein Bildungskonzept, das auf Kontinuität und Qualität beruht, wird die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen positiv beeinflussen. Der Landesmusikrat Baden-Württemberg setzt sich daher intensiv gegen die Realisierung eines isolierten Studienbereiches ‚Ästhetische Bildung’ ein“.

 

Das Papier „Kinder brauchen Musik“ finden Sie unter folgendem Link:

http://www.musikrat.de/fileadmin/ev/upload/Musikalische_Bildung/Kinder_brauchen_Musik_KMK_050310.pdf

 

Weitere Information zu dem offenen Brief an Bildungssenator Zöllner finden Sie hier:

http://www.landesmusikrat-berlin.de/fileadmin/presse/2010_03_PM_Musikunterricht.pdf

 








© Niels Wedding

BuJazzO auf den Spuren des Nordens - 11.03.2010

 

45. Arbeitsphase vom 7. bis 16. März 2010 in Trossingen 

 

Mit Komponisten, Dirigenten und Dozenten aus Skandinavien begibt sich das BuJazzO auf die "Spuren des Nordens". Steffen Schorn, der 2009 den WDR- Jazzpreis für Komposition erhielt, hat die Gesamtleitung der 45. Arbeitsphase des Bundesjazzorchesters.

 

Neue Klangzusammenhänge, basierend auf den Wurzeln der Musik des Nordens Europas, schaffen eine tiefgründige Atmosphäre, die dennoch melodisch und rhythmisch ist. Sie ist fundamental, gegenwartsorientiert, neu, aber nicht fremd. Steffen Schorn hat hierfür herausragende Komponisten und Dozenten eingeladen. Geir Lysne aus Norwegen und Lars Møller aus Dänemark bringen wie er selbst ihre Werke mit und sind Co-Dirigenten der Arbeitsphase. Helge Sunde, der zur Zeit mit seinem Denada-Ensemble für Aufsehen sorgt, ist Dozent für Posaune. Eckard Bauer wird den Trompetensatz unterrichten und der Schlagzeuger Morten Lund die Rhythmusgruppe, die in dieser Arbeitsphase jedoch auch Training durch die anderen Dozenten erhält. Und last but not least wurde Lars Andreas Haug eingeladen, mit den besten deutschen Nachwuchs-Tubisten zu arbeiten.

 

Die Arbeitsphase wird in der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen durchgeführt. Das Abschlusskonzert findet am 14. März 2010 um 19 Uhr in der Musikhochschule Trossingen statt, Karten können hier erworben werden.

 

 







Music connects Europe - 11.03.2010

 

Europäische Musikbörse erweitert Angebot

 

Seit 2009 treffen sich auf der Internetplattform Europäische Musikbörse international aktive Musiker, Veranstalter und Kulturorganisationen. Unter  www.music-connects.eu stellen sie sich und ihre musikalische Arbeit vor, tauschen sich aus, knüpfen Kontakte und werben für zahlreiche Musikevents. 

 

Das zunächst mit wenigen Ländern gestartete Portal weitet nun sein Angebot aus: Alle auf der Website verfügbaren Funktionen können ab sofort uneingeschränkt von allen Musikinteressierten in Europa genutzt werden.

 

Die Europäische Musikbörse ist aus der bilateralen Deutsch-Polnischen Musikbörse hervorgegangen  und wurde 2009 zunächst testweise auf die Länder Tschechien, Estland, Lettland und Litauen ausgeweitet. Das Portal füllte sich in dieser Zeit mit zahlreichen Künstlerprofilen und Veranstaltungsankündigungen für Wettbewerbe, Festivals, Konzerte oder Kurse und machte auf diese Weise die Vielfalt der europäischen Musiklandschaft sichtbar.

 

Ob tschechisches Jazzfestival, estnischer Gesangswettbewerb, deutscher Musical-Nachwuchswettbewerb oder polnisches Percussionfestival – die Bandbreite an Veranstaltungen ist groß und bringt immer wieder auch interessante Randbereiche der Musikszene zum Vorschein. Die vielen verschiedenen Nationen, Musikstile und Altersklassen machen die Musikbörse zu einem lebendigen Ort der Begegnung.

 

Mit der Erweiterung möchte der Deutsche Musikrat nun verstärkt zum kulturellen Austausch über Grenzen hinweg animieren und das gegenseitige Interesse und Verständnis auf musikalischer Ebene stärken.

 

Die Europäische Musikbörse wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Kooperationspartner sind das Goethe-Institut und der Europäische Musikrat.

 

Mehr unter www.music-connects.eu.

 

 







Neuerscheinung: Kompilation „Popmusik in Deutschland“ - 09.03.2010

 

CD-Box komplettiert Edition „Musik in Deutschland“

 

Am 26. März erscheint die 8 CDs umfassende Kompilation „Popmusik in Deutschland 1950-2010“. Die vom Deutschen Musikrat herausgegebene Box entstand in Kooperation mit der Popakademie Mannheim und Sony Music. Sie bildet den Abschluss der Editionsreihe „Musik in Deutschland“.

 

„Mit der nun vorliegenden Zusammenschau von Popmusik der letzten 60 Jahre hat die renommierte Editionsreihe „Musik in Deutschland“ einen Abschluss gefunden, der in herausragender Weise eine Brücke zur Gegenwart schlägt“, so Projektleiter Dr. Peter Ortmann.

 

Die im Jahr 2000 mit dem „ECHO Klassik“ ausgezeichnete Reihe dokumentiert die Entwicklung der zeitgenössischen Musik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf der Grundlage eines breiten Musikbegriffs. Unterteilt in chronologische Serien und spezifisch konzipierte Porträts umfasst die Edition 19 CD-Boxen mit insgesamt 130 CDs zu nahezu sämtlichen Ausprägungen deutscher Musik wie Konzertmusik, Elektronische Musik, Musiktheater, Angewandte Musik, Jazz und Populäre Musik.

 

Für die aktuelle Box wurden die jeweils stilprägendsten Songs ihrer Zeit – von den 50er Jahren bis 2010 – ausgewählt. Hierbei stand vor allem die Musik  deutscher Künstler im Mittelpunkt, die auch international auf sich aufmerksam machen konnten, neue musikalische Richtungen verfolgten und andere durch ihre Kreativität beeinflussten. Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit und abseits der üblichen Chart-Hits soll damit zur ästhetischen Erfahrung von Musik vielfältig angeregt werden.

 

Originalfotos der Musiker und Begleittexte kompetenter Autoren des Musik- und Medienbereichs wie Götz Alsmann, Andreas Dorau und Udo Dahmen flankieren die Musik und geben fachkundige Einsichten in popmusikgeschichtliche Zusammenhänge.

 

Mehr Informationen unter www.musikindeutschland.de.

 

Künstlerauswahl

50er Peter Kraus, Paul Kuhn, Heinz Erhardt, Ted Herold, Theo Lingen, Evelyn Künnecke, Conny Froboes u.v.m.

60er The Lords, Bert Kaempfert, Drafi Deutscher, Hildegard Kneef, Trude Herr, France Gall, Die Sputnicks u.v.m.

70er Udo Lindenberg, Ton Steine Scherben, Passport, Amon Düül, Birth Control, City, Tangerine Dream, Lake u.v.m.

80er Alphaville, BAP, Die Toten Hosen, Rio Reiser, Trio, Nena, Heinz Rudolf Kunze, Andreas Dorau, Spliff u.v.m

90er Die Fantastischen Vier, Tocotronic, Fettes Brot, H-Blockx, Westernhagen, Absolute Beginner, Guano Apes u.v.m.

2000er Tokio Hotel, Mia., Wir sind Helden, 2raumwohnung, Jan Delay, Kettcar, Seeed, Clueso, Deichkind u.v.m.

Elektro Sven Väth, Westbam, Marusha, Schiller, Dr. Motte, Mouse on Mars, Dominik Eulberg u.v.m.

Folk Zupfgeigenhansel, Biermösl Blosn, Liederjan, Schmelztiegel, Folkländer, Hannes Wader u.v.m.

 








© Peter Adamik

Mit kontrastreichen Klängen auf Tournee - 09.03.2010

 

Bundesjugendorchester konzertiert mit Mario Venzago und Gottfried von der Goltz

 

Sie gelten als die großen Komponisten ihrer Heimatländer: Béla Bartók und Leos Janacek sammelten und editierten die Volksmusik ihrer ungarischen und tschechischen Heimat, ließensich von den folkloristischen Melodien inspirieren und machten diese in ihren Kompositionen weltweit populär – und damit auch zum festen Bestandteil im Repertoire großer Orchester.

 

Auch das Bundesjugendorchester wird während der diesjährigen Osterarbeitsphase zwei Werke dieser slawischen Komponisten erarbeiten: Leos Janaceks „Sinfonietta“ , die mit einer außergewöhnlichen Besetzung – unter anderem mit zwölf Trompeten – den Auftakt der Konzerte bilden wird, sowie Béla Bartóks Tanzpantomime „Der wunderbare Mandarin“, ein Werk, das bei seiner Uraufführung 1926 in Köln einen solchen Skandal provozierte, dass es umgehend vom damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer aus dem Spielplan verbannt und zu Lebzeiten seines Komponisten nicht mehr aufgeführt wurde.

 

Bis zum 28. März 2010 müssen sich die jungen Musikerinnen und Musiker des Bundesjugendorchesters noch gedulden, bis sie wieder in Deutschlands jüngstem Spitzenorchester spielen und sich der Erarbeitung dieser und anderer Werke widmen dürfen – dann nämlich starten die Probearbeiten zur 118. Arbeitsphase, die am 12. April mit einem Konzert in der Berliner Philharmonie ihren Höhepunkt erleben wird.

 

Geleitet wird der Klangkörper von dem international renommierten Dirigenten Mario Venzago, der zuletzt sieben Jahre als Musikdirektor des Indianapolis Symphony Orchestra tätig war. Auf die Zusammenarbeit mit ihm freuen sich die jungen Musiker sehr. „Ich bin sehr gespannt darauf, wie Mario Venzago mit dem Orchester arbeiten und die Proben leiten wird“, berichtet der Geiger Fjodor. Erfahrung im Umgang mit jugendlichen Spitzenmusikern hat Venzago allemal: Bereits vor vierzehn Jahren war er erstmalig beim Bundesjugendorchester zu Gast und dirigierte es danach drei weitere Male.

 

Auf dem Programm stehen außerdem Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzert A-Dur, KV 219, für das der Geiger und Gründer des Freiburger Barockorchesters Prof. Gottfried von der Goltz als Solist gewonnen werden konnte, sowie Johann Sebastian Bachs „Präludium und Fuge Es-Dur“ in einer orchestrierten Fassung von Arnold Schönberg. „Mit dem kontrastreichen Programm wollen wir den Jugendlichen und auch unserem Konzertpublikum zeigen, wie in verschiedenen Zeiten und Epochen mit historischem Material gearbeitet wurde“, erklärt Sönke Lentz, Projektleiter des Bundesjugendorchesters, „mit Gottfried von der Goltz konnten wir einen Solisten gewinnen, der Mozarts Violinkonzert in historisch informierter Weise interpretieren wird. Gerade die Musik des Barocks bzw. der frühen Klassik hat in den vergangenen Jahren eine wichtige Entwicklung erfahren, sodass eine Horizonterweiterung unter diesem Aspekt für die jungen Musiker zukunftsweisend sein kann.“

 

Nach zehntägiger intensiver Probenphase werden sich die Musikerinnen und Musiker des Bundesjugendorchesters auf Deutschlandtournee begeben und in einer Radioproduktion und Live-Übertragung für den WDR sowie in drei Konzerten in Köln, Donaueschingen und Berlin ihr hohes musikalisches Niveau und ihre Freude am gemeinsamen Musizieren wieder unter Beweis stellen.

 

Konzertkarten sind an den örtlichen Vorverkaufsstellen erhältlich.

 

Konzerte

7. / 8. April 2010 Köln, WDR-Radioproduktion

9. April 2010, 20:00 Uhr Köln, Philharmonie (Live-Übertragung auf WDR3)

10. April 2010, 20:00 Uhr Donaueschingen, Donauhallen Mozartsaal

12. April 2010, 20:00 Uhr Berlin, Philharmonie

 







Was braucht guter Musikunterricht? - 05.03.2010

 

Deutscher Musikrat und Konferenz der Landesmusikräte stellen Forderungen an die KMK

 

Der Präsident des Deutschen Musikrates, Prof. Martin Maria Krüger und die Vorsitzende der Konferenz der Landesmusikräte (KdLMR), Dr. Ulrike Liedtke, haben am heutigen Freitag, 05. März 2010 dem Präsidenten der Kultusministerkonferenz (KMK), Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, das Papier „Kinder brauchen Musik“ überreicht, das Forderungen an die KMK zum Erhalt und zur Qualitätssicherung eines eigenständiges Schulfaches Musik enthält. Die KMK hatte sich in einem Beschluss im Oktober 2010 für eine Einführung des Studienbereiches „Ästhetische Bildung“ an der Grundschule ausgesprochen, der die Fächer Musik, Kunst und Bewegung zusammenfasst und somit sowohl der Ausbildung der Lehrkräfte als auch – als zwangsläufige Konsequenz – der Bildung der Kinder qualitative sowie quantitative Grundlagen entzieht.

 

Hierzu Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle: „Der Beschluss der KMK zum Studienbereich ‚Ästhetische Bildung’ stellt lediglich eine Empfehlung an die Länder dar und soll von diesen individuell umgesetzt werden. Die Kulturhoheit der Länder gewährleistet, dass die jeweiligen Ministerien entsprechend ihrer Bedingungen vor Ort Grundlagen für einen ganzheitlichen und fundierten Unterricht setzen. Die in dem Beschluss genannten Inhalte definieren qualifizierte Anforderungen im Hinblick auf die Ausbildung der in den Ländern für das Grundschullehramt jeweils relevanten Fächer.“

 

Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Die Musikalische Bildung stellt in ihrer Breite eines der grundlegendsten Themen des Deutschen Musikrates dar und durchdringt fast unsere gesamte musikpolitische Arbeit. Die heute kommunizierten fünf Kernforderungen an die KMK – Musikunterricht braucht qualifizierte Lehrer, mehr Zeit, mehr Praxis, Grundlagen und Kontinuität – sind eine wichtige Ausgangsbasis für einen erfolgreichen Musikunterricht und dürfen von der KMK nicht unberücksichtigt bleiben.“

 

Die Vorsitzende der Konferenz der Landesmusikräte, Dr. Ulrike Liedtke, sagte: „Aufgrund der Kulturhoheit der Ländern sind die Landesmusikräte als direkte Ansprechpartner vor Ort in der Bildungspolitik weiterhin gefragt, im Kontakt mit den Kultusministerien der Länder die Eigenständigkeit des Schulfaches Musik zu bewahren. Die KdLMR freut sich, mit der heutigen Überreichung einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht zu haben und wird sich weiterhin sehr aktiv um die Sicherung der Musikalischen Bildung in der Schule bemühen.“

 

Der Präsident des Landesmusikrates Baden-Württemberg, Prof. Wolfgang Gönnenwein, unterstrich die elementare Bedeutung der Musikalischen Bildung für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.

 







SchoolJam Staffel 2009/2010: Das Online-Voting - 03.03.2010

 

Nach einem Monat auf Tour, 15 Konzerten in ganz Deutschland sowie 120 Bands live auf der Bühne, nähert sich SchoolJam dem Finale. 30 Bands haben sich unter 1400 Einsendungen und durch die Vorausscheidungen auf Landesebene durchgesetzt. Für sie kann vom 01. bis14. März in einem Online-Voting auf folgenden Portalen abgestimmt werden:

www.respect.de

www.spiegel.de

www.bigfm.de

www.derwesten.de

www.viva.tv

und www.musikmachen.de

 

Am 26.März werden sich dann im Rahmen der Frankfurter Musikmesse die acht Siegerbands beim großen SchoolJam Finale präsentieren!

 

Mehr Infos über die Bands und Songs sind unter www.myspace.com/schooljamfestival oder www.youtube.com/schooljamfestival zu finden.

 







Kommunalfinanzierung zukunftssicher gestalten – 03.03.2010

 

Deutscher Musikrat fordert Kürzungsstopp

 

Der Deutsche Musikrat begrüßt die Neueinrichtung einer Kommission zur Neuordnung der Gemeindefinanzierung, die vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Diese wird ihre Arbeit in dieser Woche unter dem Vorsitz von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble aufnehmen.

 

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Die Einrichtung der Kommission zur Neuordnung der Gemeindefinanzierung setzt ein wichtiges Zeichen für die Kommunen in Deutschland, die mit fundamentalen Problemen bei der Finanzierung ihrer Aufgaben zu kämpfen haben. Ursächlich dafür ist eine vollkommen unzureichende Finanzmittelzuweisung im Verbund mit stark schwankenden Eigeneinnahmen. Insbesondere der Kultur- und Bildungsbereich ist massiv von der desaströsen Finanzierungssituation betroffen.

 

Der Deutsche Musikrat hofft, dass die Kommission zusammen mit den Kommunen zeitnah ein tragfähiges Konzept zur Finanzierungssicherung vorlegen kann. Die Lösung dieser Herkulesaufgabe ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche bildungs- und kulturpolitische Arbeit der Kommunen. Die fortschreitenden Kürzungen und Schließungen im Bildungs- und Kulturbereich zerstören nicht nur unwiderruflich die bildungskulturelle Infrastruktur, sonder richten auch volkswirtschaftlichen Schaden an. Damit die Beratungsergebnisse der Kommission überhaupt Anwendung finden können, bedarf es eines sofortigen Kürzungs- und Schließungsstopps.“

 

 







Kinder brauchen Musik - 02.03.2010

 

Der Präsident des Deutschen Musikrates, Prof. Martin Maria Krüger, und die Vorsitzende der Konferenz der Landesmusikräte (KdLMR), Dr. Ulrike Liedtke, werden dem Präsidenten der Kultusministerkonferenz (KMK), Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, am Freitag, den 05. März 2010 das Papier „Kinder brauchen Musik“ überreichen. Dieses wurde als Reaktion auf den KMK-Beschluss zur Einführung des Studienbereiches „Ästhetische Bildung“ erarbeitet und spricht sich für einen qualitätsgesicherten und kontinuierlichen Musikunterricht an der Grundschule aus. Die Überreichung wird um 12.00 Uhr in der Bayerischen Vertretung in Berlin stattfinden.

 

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates (DMR): „Das Präsidium des Deutschen Musikrates und die Konferenz der Landesmusikräte haben das Papier ‚Kinder brauchen Musik’ bei ihrer gemeinsamen Frühjahrstagung einstimmig verabschiedet. Der DMR und die KdLMR befassen sich seit Monaten sehr intensiv mit dem Thema der Ästhetischen Bildung. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit der Überreichung des Papiers an Staatsminister Spaenle ein wichtiges Zeichen für die Sicherung des Schulfaches Musik an der Grundschule setzen.“

 

 






Neue Ausgabe des Musikforums: Transkulturalität - 08.02.2010

 

Mit dem Themenschwerpunkt „Transkulturalität" wird am heutigen Montag, 08. Februar 2010 die neue Ausgabe des Musikforums, des Magazins des deutschen Musiklebens, erscheinen.

 

Das Musikforum befasst sich diesmal schwerpunktmäßig mit der Frage, welche Art von Verbindungen Kulturen in unserer Gesellschaft eingehen – können überhaupt noch klare Grenzen gezogen werden? Dass sich diesbezüglich nicht nur in der heutigen Gesellschaft ein rasanter Wandel vollzieht, sondern ebenso die Diskussionen über adäquate Definitionen kaum Schritt halten können, unterstreicht die kommende Ausgabe des Musikforums.

 

Das Musikforum enthält darüber hinaus das Supplement DMR Aktuell, das Informationen aus den Projekten und Mitgliedsverbänden des Deutschen Musikrates bereitstellt.

 

Die Themen im Überblick:

 

Fokusthema: Transkulturalität

  • Der Philosoph Wolfgang Welsch plädiert für ein neues Selbstverständnis im Dialog der Kulturen.
  • Und in der Musik? Jan Reichow begibt sich auf die Suche nach der transkulturellen Verständigung in der Welt der Klänge.
  • Multikulti ade? Ob unsere heutige Gesellschaft noch inter- oder multikulturell ist, fragt Bernd Wagner.
  • „Den Anspruch der absoluten Kunst in unserer Gesellschaft zu verteidigen, ist ein politischer Akt.“ Hans Zender über die neue Beziehung von Gesellschaft und Kunst.
  • Vom Eigenen und Anderen – Christian Höppner sieht die Kulturelle Vielfalt als Voraussetzung für die transkulturelle Kommunikation.
  • Elka Tschernokoshewa zeigt auf, wie Entgrenzung und Pluralisierung von kulturellen Zusammenhängen auf unser Leben Einfluss nimmt.
  • Auf einer Tagung an der Universität Potsdam werden neue Wege der Vermittlungspraxis für vermeintlich fremde Kulturen gesucht – Birgit Jank berichtet.
  • SamulNori – welchen Stellenwert diese populäre koreanische Musik in Deutschland eingenommen hat, zeigt Ji Hye Kim.
  • Kann Musik tatsächlich Brücken bauen? Elke Josties über die Überraschungen einer deutsch-türkischen Begegnung.
  • Robert von Zahn über eine Studie des Landesmusikrates Nordrhein-Westfalen: Wie sieht das Musikleben von Einwanderern aus?
  • „Nötig wäre zur freien Entfaltung der Musik eine Welt ohne Hunger und Angst, eine Welt ohne Kriege, kalte wie heiße, im Neben- und Miteinander gleichberechtigter Nationen.“ (Hanns-Werner Heister)

 

Akzente:

  • Michael Jenne setzt sich für die Förderung der Kreativität in der musikalischen Bildung ein, denn in der Musik sieht er eines der wichtigsten Kommunikations- und Kreativitätspotenziale der menschlichen Gesellschaft.
  • Warum Engagement des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Kulturvermittlung einen besonderen Stellenwert einnimmt, erläutert Peter Boudgoust im Gespräch mit Christian Höppner.
  • Kultur war in der DDR staatstragend und das System ein ganz anderes. Trotzdem kann Eckart Lange seinen Erfahrungen im Musikleben der DDR durchaus auch Positives abgewinnen.

 

Neue Töne:

  • 40 Jahre Edition of Contemporary Music (ECM) – Achim Ost über das Plattenlabel, das den tiefgreifenden Veränderungen auf dem Tonträgermarkt trotzte.
  •  

Bildung/Forschung:

  • „Wir stehen vor unglaublichen Veränderungen.“ Winfried Richter über die Herausforderungen und Chancen der Musikschulen.

 

Portrait:

  • Die gesamte Musikgeschichte im Blick – zum 80. Geburtstag Constantin Floros’ gratuliert Peter Petersen.

 

Kulturen:

  • Irish Folk meets Klezmer: Stella Jürgensen verrät, wie es klingt, wenn zwei bislang sorgfältig getrennte musikalische Richtungen aufeinandertreffen.

 

DMR Aktuell:

  • Das Supplement beinhaltet Nachrichten aus den Projekten und Mitgliedsorganisationen des Deutschen Musikrates.

 

Dies und vieles mehr ab dem 08. Februar 2010 im Musikforum, zu bestellen unter:

 

Schott Music

Leserservice - Postfach 36 40

55026 Mainz

Deutschland

Telefon. +49 6131 24 68 57

Fax. +49 6131 24 64 83

eMail: zeitschriften.leserservice@schott-music.de

Internet: www.musik-forum-online.de

 

Das Musikforum wird vom Deutschen Musikrat in Zusammenarbeit mit Schott Music herausgegeben.








Maria Benyumova

Stipendiatin des Dirigentenforums wird Chordirektorin - 04.02.2010

 

Maria Benyumova tritt mit der Spielzeit 2010/2011 Engagement am Theater Krefeld Mönchengladbach an

 

Die Konkurrenz war groß, denn über 40 Bewerbungen hatte es für die neu zu besetzende Stelle an den Vereinigten Städtischen Bühnen gegeben. Bei ihrem Probedirigat konnte Maria Benyumova „sowohl Chor als auch Orchester mehrheitlich von ihrem Können überzeugen“, wie Generalmusikdirektor Graham Jackson nach der Entscheidung versicherte. Ab kommender Spielzeit wird die 25-Jährige neue Chordirektorin des Theaters. „Ich freue mich vor allem auf die Oper“, sagt die junge Dirigentin. „Ich liebe das Musiktheater einfach und finde es großartig, demnächst ein Teil davon zu sein und an Inszenierungen mitzuwirken.“

 

Auch Andreas Bausdorf, Projektleiter des DIRIGENTENFORUMs, ist begeistert über den Erfolg der Stipendiatin: „Mit diesem Engagement sehen wir nach erfreulich kurzer Zeit das Ziel des neuen Förderzweiges Chor bestätigt. Auch im Chorbereich wird sich unser Netzwerk rasch weiter entwickeln und unseren Stipendiaten neue attraktive Möglichkeiten eröffnen.“

 

Maria Benyumova wird seit 2008 vom DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrats gefördert. Sie studierte zunächst Chorleitung an der Akademie für Musik und Theater in ihrer Heimatstadt Krasnojarsk. Anschließend setzte sie ihre Dirigierstudien an der Folkwang Hochschule Essen bei Prof. Ralf Otto und der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Michael Gläser und Prof. Bruno Weil fort.

 

Informationen zum Dirigentenforum Chor finden Sie hier.







Deutscher Musikwettbewerb 2010 in den Startlöchern - 01.02.2010

 

Bundesweiter Klassiknachwuchs vom 15. bis 27. März in Bonn

 

In wenigen Wochen ist es soweit! Die vielversprechendsten professionellen Nachwuchshoffnungen aus der ganzen Republik treffen sich im März in der Beethovenstadt zur offiziellen Meisterschaft der Klassikstars von morgen – allgemein bekannt als der Deutsche Musikwettbewerb (DMW).

 

Rund 200 Solisten und Ensembles aus sämtlichen Landesteilen haben sich in insgesamt 13 Kategorien für den DMW angemeldet und warten mit einer außerordentlichen musikalischen Bandbreite auf: Sie reicht von Orgel, Gesang und Schlaginstrumenten, über Blas- (Trompete, Tuba), Streich- und Zupfinstrumente (Violoncello, Gitarre), Klavierpartner, Duo Violine-Klavier, Duo Flöte-Klavier bis hin zum Bläserquintett, Klaviertrio und Ensemble für Neue Musik.

 

Bis zu vier Wettbewerbsdurchgänge sind durch die Künstlerinnen und Künstler auf dem Weg zum begehrten Preis des Deutschen Musikwettbewerbs zu absolvieren. Nach erfolgreichem und aus Sicht der insgesamt 40-köpfigen Jury überzeugendem Abschluss der ersten drei Wertungen (täglich ab 10 Uhr in der Beethovenhalle Bonn, im Augustinum, St. Maria Magdalena Bonn-Endenich sowie im Schumannhaus – EINTRITT FREI) werden die Hoffnungsträger des DMW im Orchesterfinale und Abschlusskonzert begleitet vom Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung von Mihkel Kütson.

 

Der Deutsche Musikwettbewerb 2010 schließt traditionell mit einem Kammerkonzert am 26. März  sowie einem feierlichen Abschlusskonzert der frisch gebackenen Preisträgerinnen und Preisträger samt Preisverleihung am 27. März in der Beethovenhalle.

 

Bereits zum zweiten Mal erklingt im Rahmen des DMW das Finale des Deutschen Kompositionswettbewerbs, den der Deutsche Musikrat in Kooperation mit der Philharmonie Essen und dem Deutschlandfunk in diesem Jahr für die Besetzungen Cembalo Solo und Kontrabass Solo ausgeschrieben hat. Das Finale dieses Kompositionswettbewerbs findet am Mittwoch, 24. März ab 10.00 Uhr in der Beethovenhalle Bonn (Studio) statt.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 







Neue Ausgabe des Musikforums erscheint in wenigen Tagen

 

Mit dem Themenschwerpunkt Transkulturalität erscheint in wenigen Tagen die neue Ausgabe des Musikforums, die Zeitschrift des deutschen Musiklebens.

 

Das Musikforum befasst sich diesmal schwerpunktmäßig mit der Frage, welche Art von Verbindungen Kulturen in unserer Gesellschaft eingehen – können überhaupt noch klare Grenzen gezogen werden? Dass sich diesbezüglich nicht nur in der heutigen Gesellschaft ein rasanter Wandel vollzieht, sondern ebenso die Diskussionen über adäquate Definitionen kaum Schritt halten können, unterstreicht die kommende Ausgabe des Musikforums.

 

Der Philosoph Wolfgang Welsch beschreibt anhand des Begriffs der Transkulturalität seine Sichtweise auf die Vermischung unterschiedlicher Kulturen in unserer Gesellschaft.

Während sich der Musikethnologe Jan Reichow auf die Suche nach der transkulturellen Verständigung in der Welt der Musik begibt, stellt Dr. Bernd Wagner die Frage, ob auch Inter- und Multikulturalität für unsere heutige Gesellschaft noch immer anwendbare Konzepte darstellen.

Inwieweit Transkulturalität im Sinne der Offenheit für alles Neue und Andere steht, zeigt der Dirigent und Komponist Hans Zender – unter anderem am Beispiel der Neuen Musik. Für Christian Höppner, Vizepräsident des Deutschen Kulturrates und Generalsekretär des Deutschen Musikrates, ist die Anerkennung der Kulturellen Vielfalt die Voraussetzung für das Verständnis des Eigenen und des Fremden.

Der Generalsekretär des Landesmusikrates Nordrhein-Westfalen, Robert von Zahn, zieht Schlüsse aus der Studie über die Musik von Einwanderern.

Das Musikforum widmet sich diesen und weiteren Fragen zum Themenschwerpunkt.

 

Im Interview zeigt Michael Jenne, wie wichtig die Förderung kreativen Denkens ist und warum Musik neben der Sprache das wichtigste Kommunikationspotential der menschlichen Gesellschaft darstellt. Der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust unterstreicht das Engagement des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Kulturvermittlung.

Achim Ost berichtet über den 40. Geburtstag des Schallplattenlabels Edition of Contemporary Music und Prof. Peter Petersen portraitiert den Musikforscher und Historiker Constantin Floros anlässlich seines 80. Geburtstages.

Der Bundesvorsitzende des Verbandes deutscher Musikschulen, Dr. Winfried Richter, stellt dar, mit welchen Herausforderungen die Musikschulen der Zukunft zu kämpfen haben werden.

 

Das Musikforum enthält überdies das Supplement DMR Aktuell, das Informationen aus den Projekten und Mitgliedsverbänden des Deutschen Musikrates bereitstellt.

 

Dies und vieles mehr in der kommenden Ausgabe des Musikforums.









© Jannis Focke

BuJazzO auf der jazzahead! - 12.01.2010

 

Das BuJazzO begibt sich auf Europas einziger Jazzmesse auf „Die Spuren des Nordens“.

 

Die jazzahead! (22.-25. April 2010) hat sich innerhalb von fünf Jahren zu dem zentralen Treffpunkt der Branche entwickelt. Mit ihrer besonderen Kombination aus Messe, Festival, Konferenz und Symposium, bei der der Jazz im Zentrum des Geschehens steht, spricht die Veranstaltung vornehmlich Fachleute aus Deutschland, Europa und inzwischen auch aus Übersee an. Da darf das BuJazzO als Spitzenförderprojekt des Jazz nicht fehlen.

 

Das Herz der jazzahead! bildet die Messe selbst, auf der der Deutsche Musikrat wieder mit einem Stand vertreten sein wird. Musiker, Labels, Agenturen, Veranstalter, Vertriebe, Verbände, Instrumentenhersteller und viele mehr nutzen die jazzahead! als Szene- und Branchentreff um Kontakte zu knüpfen, Netzwerke auszubauen, Geschäfte zu machen und Kooperationen zu schließen. Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2009 präsentierten sich 232 Aussteller aus 18 Ländern, über 5.000 Besucher lockte das Branchenevent an, davon rund 2.000 Fachteilnehmer.

 

Auch 2010 wartet die jazzahead! mit einem abwechslungsreichen Programm auf. 31 Konzerte mit Bands aus 13 Ländern in drei verschiedenen Locations zeigen eindrucksvoll die Bandbreite des Jazz. Der Sonntag ist dem breiten Publikum, vor allem dem Nachwuchs der Region gewidmet. In diesem Rahmen präsentiert das BuJazzO sein Programm „Auf den Spuren des Nordens“, das von der dreiköpfigen Leitung Geir Lysne (Norwegen), Lars Møller (Dänemark) und Steffen Schorn (Deutschland) in der Arbeitsphase im März erarbeitet wird.

 

Weitere Informationen zum BuJazzO-Auftritt auf der jazzahead! finden Sie hier.

 

Alles Wichtige zur jazzahead! unter www.jazzahead.de.

 








Der Gewinner des Deutschen Operettenpreises für Junge Dirigenten der Oper Leipzig 2010: Daniel Huppert
© Andreas Birkigt

Daniel Huppert gewinnt den Deutschen Operettenpreis für Junge Dirigenten der Oper Leipzig 2010 - 11.01.2009

 

Den 2. Deutschen Operettenpreis für Junge Dirigenten der Oper Leipzig hat am vergangenen Samstag, 9. Januar 2010, beim Abschlusskonzert des 8. Operettenworkshops für Junge Dirigenten in der Musikalischen Komödie Leipzig der 1980 geborene Daniel Huppert gewonnen. Er studiert derzeit noch an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar und wurde 2009 in die 1. Förderstufe des „Dirigentenforums“ des Deutschen Musikrats aufgenommen. Bei dem Abschlusskonzert, das live von MDR Figaro übertragen wurde, war auch der Präsident des Deutschen Musikrats, Prof. Martin Maria Krüger, anwesend.

 

Daniel Huppert setzte sich mit seinen Dirigaten des Auftrittslied des Ollendorf aus „Der Bettelstudent“ (Carl Millöcker), gesungen von Milko Milev, dem Duett „Mädel guck“ aus „Die Csárdásfürstin“ (Emmerich Kálmán), interpretiert von Mirjam Neururer und Alexander Voigt, der Ouvertüre zu „Der Zigeunerbaron“ (Johann Strauß) und dem Duett „Machen wir’s den Schwalben nach” aus „Die Csárdásfürstin“ (Emmerich Kálmán), gesungen von Mirjam Neu-rurer und Radoslaw Rydlewski, gegen drei weitere Kandidaten durch. In der Jury saßen in diesem Jahr Alexander von Maravić, kommissarischer Intendant und Geschäftsführender Direktor der Oper Leipzig, Andreas Schüller, der 1. Kapellmeister der Oper Leipzig, Andreas Bausdorf, der Leiter des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats, Stefan Diederich, der Chefdirigent der Musikalischen Komödie, sowie Roland Seiffarth, der Ehrendirigent der Musikalischen Komödie, der den Operettenworkshop seit 1998 leitet.

 

Alle vier Kandidaten – neben Daniel Huppert die Koreanerin Eun Sun Kim (Teatro Real Madrid), der Deutsche vietnamesischer Abstammung Lam Tran Dinh (Universität für Musik und Darstellende Kunst, Wien), der beim Abschlusskonzert am Samstag den Publikumspreis der Leipziger Volkszeitung gewann, sowie der Koreaner Seokwon Hong (Hochschule „Hanns Eisler“, Berlin) – hatten vom 4. bis zum 9. Januar ein breites Spektrum des Operetten-repertoires zusammen mit Roland Seiffarth, den Sängern des Ensembles und dem Orchester der Musikalischen Komödie erarbeitet.

 

Den 1. Deutschen Operettenpreis für Junge Dirigenten der Oper Leipzig hatte im vergangenen Jahr der Italiener Francesco Angelico gewonnen. Er hat seitdem beim Internationalen Dirigierwettbewerb „Malko Competition“ in Kopenhagen im Mai 2009 den 2. Preis und im September 2009 den Rhein-Mosel-Musikpreis in Koblenz gewonnen. Francesco Angelico wird nun bei der Neuproduktion der Operette „Zwei Herzen in Dreivierteltakt“ im April 2010 an der Musikalischen Komödie die Musikalische Assistenz übernehmen. Daniel Huppert, der diesjährige Gewinner, wird voraussichtlich bei der Neuproduktion der Operette „Die Zirkusprinzessin“ in der Spielzeit 2010/2011 assistieren.

 

Informationen zum Dirigentenforum unter www.dirigentenforum.eu.

 







Wer gewinnt den „Deutschen Operettenpreis“ 2010? - 06.01.2010

 

Spannung beim 8. Operettenworkshop für junge Dirigenten in der Musikalischen Komödie Leipzig

 

Erneut ist eine Handvoll begabter junger Dirigenten, allesamt gefördert vom DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrats, in der Musikalischen Komödie Leipzig zu Gast. Unter Leitung von Roland Seiffarth, Ehrendirigent des Hauses, erarbeiten die Nachwuchsdirigenten ein Programm mit Ausschnitten aus den schönsten und bekanntesten Operetten von Emmerich Kálmán, Johann Strauß und Franz Lehár. Im Abschlusskonzert am 9. Januar bewerben sich die Teilnehmer des Workshops um den 2. „Deutschen Operettenpreis für junge Dirigenten“. Die Tücken des Genres sind der Jury dabei wohl bewusst, dem Publikum jedoch sollen sie verborgen bleiben, denn: Operette ist nicht leicht zu dirigieren, aber leicht muss sie klingen.

 

Mittlerweile wird die Initiative der Oper Leipzig in Kooperation mit dem Deutschen Musikrat auch überregional stark beachtet, ist sie doch in dem Ziel junge Dirigenten an die Operette heranzuführen einzigartig. So wird in diesem Jahr erstmals der Präsident des Deutschen Musikrats Prof. Martin Maria Krüger beim Abschlusskonzert anwesend sein. Doch das Lampenfieber aller Beteiligten wird noch gesteigert, denn der Kultursender MDR Figaro überträgt das Abschlusskonzert live in seinem Programm. Neben einem großartigen Musikerlebnis mit besonderem Flair erhält das Leipziger Publikum die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Arbeit der jungen Künstler zu verschaffen und dabei vielleicht ihren persönlichen Lieblingsnachwuchsdirigenten der Operette von morgen mit dem LVZ Publikumspreis zu küren.

 

Das DIRIGENTENFORUM ist ein Projekt des Deutschen Musikrates, welches talentierte, hoffnungsvolle Nachwuchsdirigenten fördert. In mehr als 20 Veranstaltungen pro Jahr bietet es seinen Stipendiaten die Möglichkeit, mit bedeutenden Berufsorchestern und erfahrenen Dirigenten zusammen zu arbeiten.

 

LIVE-Übertragung MDR Figaro: Samstag, 9. Januar 2010, 19:30 Uhr

Sendung: Oper und Lied

Moderation: Bettina Volksdorf und Roland Seiffarth

 

Weitere Informationen unter www.dirigentenforum.eu.

 








Gut präpariert stellen sich Musiker und Instrumente den Klangstürmen von Ruzicka, Beethoven und Strawinsky.

Klangsturm über Weikersheim - 06.01.2010

 

Peter Ruzicka übernimmt die Probenarbeit beim Bundesjugendorchester – Vorbereitungen für Tournee laufen

 

Im idyllischen Weikersheim bereiten sich die Musiker des Bundesjugendorchesters auf ihre kommende Tournee durch Deutschland vor. Man kann die Energie und Arbeitsbereitschaft der Jugendlichen förmlich mit der Hand greifen. So kommt Axel Gerhardt, Mitglied der Berliner Philharmoniker, ins Schwärmen, wenn er von der Zusammenarbeit mit den jungen Musikern berichtet: „Sie legen eine außerordentliche Disziplin an den Tag. Zu Beginn der Probe sitzen alle pünktlich mit ihren gestimmten Instrumenten auf ihren Plätzen. Ich brauche nur noch den Taktstock zu ergreifen.“ Doch dies beschränkt sich nicht nur auf die festgelegten Arbeitszeiten. Mittagspausen werden freiwillig verkürzt; wenn man zu später Abend- oder auch Nachtstunde durch die Gänge geht, kann man noch hier und da Einzelne leise für sich üben hören. Kein Wunder, denn morgen reist Peter Ruzicka an, über dessen Person und Werk sich die jungen Musiker bereits durch ein Filmportrait informiert haben: „Ich fand es beeindruckend, mit welcher Feinsinnigkeit Ruzicka sich komplexen Themen nähert. Im Maelstrom finde ich die gleichzeitige Verwendung unterschiedlicher Rhythmen besonders spannend: Während der Dirigent Viertel für die Bläser schlägt, müssen wir Geigen zum Beispiel 30 Sekunden einen Ton halten und die Zeit selber abzählen. Das macht unser Konzertmeister, dem ich dafür meine Uhr geliehen habe“, erklärt die 15-jährige Lillian, die nach erfolgreichem Probespiel zum ersten Mal im Bundesjugendorchester spielen kann, stolz. 

 

Den Zuhörer erwartet das stürmische Werk ‚Maelstrom‘ von Peter Ruzicka, welcher mehrfach für seine Kompositionen ausgezeichnet wurde. Als Inspiration für dieses Werk diente der Lofoten-Maelstrom vor der Nordostküste Norwegens. Er stand schon Jules Verne und Edgar A. Poe Model. Des Weiteren werden das Klavierkonzert Nr. 3 von Ludwig van

Beethoven sowie ‚Le Sacre du Printemps‘ von Igor Stravinsky aufgeführt, das bei seinen ersten Aufführungen für Tumulte im Publikum sorgte. Dirigiert wird das Orchester von Peter Ruzicka persönlich. Der türkische Pianist Fazil Say gastiert bei allen Konzerten als Solist am Klavier. Say arbeitet regelmäßig u.a. mit dem New York Philharmonic, der BBC

Philharmonie, dem Orchestre National de France zusammen. Zudem gilt er neben seiner Tätigkeit als Komponist als versierter Jazzmusiker, der auf einschlägigen Festivals rund um den Globus gastiert.

 

 

Ab dem 8. Januar 2010 kann man die jungen Musiker live auf der Bühne erleben: Der Auftakt findet an diesem Tag in der Hamburger Laeiszhalle statt. Es folgen Konzerte im Palatin Wiesloch am 9.1.2010, in der Nürnberger Meistersingerhalle am 10.1.2010 und in der Bonner Beethovenhalle am 11.1.2010. Karten sind noch in begrenztem Umfang an der Abendkasse erhältlich.

 

Weitere Informationen unter www.bundesjugendorchester.de.

 








© Peter Adamik

Bundesjugendorchester glänzt mit Prominenz - 09.12.2009

 

Deutschlands jüngstes Spitzenorchester gastiert nach zwei Jahren wieder in der Beethovenhalle. Pianist Fazil Say und Dirigent Peter Ruzicka zu Gast.

 

 

Simon Rattle sorgte 2005 mit dem Konzert und Kinofilm „Rythm is it“ für deutschlandweite Begeisterungsstürme: Die von Berliner Schülern getanzte und von den ehrwürdigen Berliner Philharmonikern gespielte Version von Igor Strawinskys „Sacre Du Printemps“ faszinierte erfahrene Konzertgänger und musikalische Greenhorns gleichermaßen. Ohne Tanz, aber mit einer energiegeladenen Interpretation, wie nur junge Spitzenmusiker sie leisten können, bringt das Bundesjugendorchester das Werk in diesem Winter auf die Bühne. Berührungsängste haben die knapp 110 Musiker, unter denen zahlreiche Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ zu finden sind, nicht: „Ich habe mich riesig gefreut, als ich erfuhr, dass wir diesen Winter Sacre spielen werden. Das Stück ist uns wie auf den Leib geschnitten! Da können wir unsere ganze Energie richtig rauslassen! Es wird zwar die wohl schwerste Aufgabe der letzten Arbeitsphasen, aber es wird toll - gerade weil ich weiß, dass das Ergebnis nach den intensiven Proben berauschend sein wird“, sagt der 18-jährige Konzertmeister Tobias Feldmann, mehrfach ausgezeichneter Preisträger auch internationaler Wettbewerbe wie u.a. dem „Andrea Postacchini“-Wettbewerb/Italien, dem „Louis Spohr“-Wettbewerb/Deutschland oder dem „Ion Voicu“-Wettbewerb/Rumänien. Zu hören sein wird das Orchester in Hamburg, Wiesloch, Nürnberg und nach zwei Jahren endlich wieder zu seinem traditionellen Januar-Termin in der Bonner Beethovenhalle.

 

Dirigiert werden die 14- bis 20-jährigen, die erst vor knapp zwei Monaten in einer ARTE-Stummfilmproduktion ein Werk des deutsch-libanesischen Komponisten Rabih Abou-Khalil in der Münchener Philharmonie uraufführten, erstmals von Peter Ruzicka: Der Kulturmanager, Dirigent und Komponist ist nicht nur Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und künstlerischer Berater des Royal Concertgebouw Orchesters Amsterdam, sondern dirigiert regelmäßig große Orchester wie das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Gulbenkian-Orchester Lissabon und das Orchestre Symphonique de Montreal. Beim Bundesjugendorchester wird er auch eines seiner eigenen Werke präsentieren, „Maelstrom“. Ruzicka über dieses Werk: „Meinem Orchesterstück liegt die Vorstellung eines beständigen Wechsels musikalischer Klangströme zugrunde. Deren unterschiedliche Dichte und Intensität erzeugt einen Strudel von Ereigniszuständen ('Maelstrom'), bis die Musik in einem epilogartigen Abschnitt gleich einem 'langen Blick' verlischt.“

 

Eine Verdichtung findet der musikalische Strom im 3. Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven, für das der Pianist Fazil Say gewonnen werden konnte. Fazil Say, 1970 geboren, gehört heute zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern der Türkei und ist ein musikalisches Multitalent: Als Pianist, Komponist, Jazzer und Weltmusiker hat er sich als Botschafter im schwierigen Dialog der Kulturen zwischen Orient und Okzident einen Namen gemacht. Auch er arbeitet zum ersten Mal mit dem Bundesjugendorchester.

 

Konzerttermine und Kontaktdaten für die Konzerte des Bundesjugendorchester im Januar 2010:

 

08. Januar (Fr), 20:00 Uhr Hamburg, Laeiszhalle, Kartentelefon: 040 / 35 76 66 66

 

09. Januar (Sa), 19:30 Uhr Wiesloch, Palatin, Kartentelefon: 06222 / 58 26 60

 

10. Januar (So), 20:00 Uhr Nürnberg, Meistersingerhalle, Kartentelefon: 0911 / 55 80 03

 

11. Januar (Mo), 20:00 Uhr Bonn, Beethovenhalle, Kartentelefon: 0180 / 500 18 12

 

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 







Klingendes Engagement in Hamburg - 03.12.2009

 

Meisterkurs für Chordirigenten mit Stefan Parkman und dem NDR Chor wird durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius Hamburg gefördert.

 

Die erstmalige Zusammenarbeit mit dem NDR Chor im Jahr 2010 ist ein weiterer Meilenstein in der jungen Geschichte des Förderzweiges DIRIGENTENFORUM – Chor. In einem Meisterkurs unter Leitung des schwedischen Chordirigenten Stefan Parkman werden fünf Stipendiaten des Forums mit dem renommierten Rundfunkchor Werke von Bach, Brahms, Debussy und Mäntyjärvi erarbeiten. Um die Veranstaltung zu ermöglichen sicherte die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius nun die finanzielle Förderung des Meisterkurses zu.

 

Dazu Andreas Bausdorf, Projektleiter DIRIGENTENFORUM: „Wir sind überaus glücklich, dass die ZEIT-Stiftung erstmals eine Veranstaltung des DIRIGENTENFORUMs fördert. Durch die Unterstützung eröffnet die ZEIT-Stiftung unseren Chordirigentinnen und -dirigenten nicht nur die seltene Chance, vor einem bedeutenden Chor zu stehen, sondern auch die wunderbare Gelegenheit, sich in einem Abschlusskonzert dem Hamburger Publikum  zu präsentieren. Konzerte mit professionellen Ensembles sind wichtige Erfahrungen für unsere Stipendiaten.“

 

Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius fördert in ihren Satzungsbereichen ‚Wissenschaft und Forschung’, ‚Kunst und Kultur’ sowie ‚Bildung und Erziehung’ durch selbstinitiierte Vorhaben und unterstützt Projekte qualifizierter Antragsteller. Als eine der größten privat errichteten deutschen Kapitalstiftungen gründet sie auch eigene Einrichtungen und übernimmt damit nachhaltig und langfristig Verantwortung für die von ihnen wahrgenommenen Förderaufgaben.

 

Das DIRIGENTENFORUM ist ein Projekt des Deutschen Musikrates, welches talentierte, hoffnungsvolle Nachwuchsdirigenten fördert. In mehr als 20 Veranstaltungen pro Jahr bietet es seinen Stipendiaten die Möglichkeit, mit bedeutenden Berufsorchestern und -chören und erfahrenen Dirigenten zusammen zu arbeiten.

 

Das Abschlusskonzert des Meisterkurses mit dem NDR Chor findet am 9. April 2010 um 20 Uhr im Rolf-Liebermann Studio des NDR statt.

→ Rolf-Liebermann-Studio, Oberstraße 120 (NDR Haus 6), 20149 Hamburg (Rothenbaum)

 

Weitere Informationen unter www.musikrat.de/dirigentenforum

 







60 Jahre Konzerte Junger Künstler - 01.12.2009

 

Am 27. November wurde m NDR Landesfunkhaus Hannover das 60-jährige Jubiläum der "Konzerte Junger Künstler" gefeiert! Seit dem ersten „Konzert Junger Künstler“ im Jahr 1949 traten etwa 1.500 Musikerinnen und Musiker im Rahmen dieser Konzertreihe auf und wurden zu Beginn ihrer Karriere gefördert, wie etwa die Dirigenten Christoph von Dohnanyi, Gerd Albrecht, Bruno Weil und Christian Thielemann, die Pianisten Christoph Eschenbach, Justus Frantz und Christian Zacharias, der Geiger Ulf Hoelscher, der Cellist Alban Gerhard oder die Klarinettistin Sabine Meyer. 

 

Aus den Konzerten Junger Künstler, die 1949 von einer musikbegeisterten Dame - Margarete Gehring - ins Leben gerufen wurden, entstand die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler, welche seit 1957 an den Deutschen Musikrat angegliedert ist. 

 

Download Jubiläumsbroschüre und Programm des Jubiläumskonzerts.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 







Tag der Musik 2010 - 27.11.2009

 

Der Tag der Musik 2010 findet vom 17. bis 21. Juni statt.

Ab sofort können alle Interessierten ihre Veranstaltung zum Tag der Musik 2010 unter www.tag-der-musik.de eintragen. Darüber hinaus bietet die Homepage Hintergrundinformationen zu der Initiative und eine Übersicht zum Tag der Musik 2009.

 

 

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Nach dem erfolgreichen Start der Initiative in diesem Jahr sind alle Musikakteure in Deutschland aufgerufen, sich auch im nächsten Jahr am Tag der Musik zu beteiligen. Jeder Beitrag zum Tag der Musik ist ein weiterer Mosaikstein, um die Kulturelle Vielfalt in unserem Land erlebbar zu machen. Die zahlreichen Veranstaltungen, die im Rahmen des Tag der Musik 2009 stattgefunden haben, konnten gerade in Zeiten der Krise eine starke gesellschaftspolitische Wirkung erzielen und die Kampagnenfähigkeit des Deutschen Musikrates erneut aufzeigen. Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich im letzten Jahr für den Tag der Musik und seine Ziele engagiert haben, und freue mich auf einen erfolgreichen Tag der Musik 2010.“

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de.

 







PopCamp-Filets live im Kesselhaus der Kulturbrauerei - 26.11.2009

 

Fast schon eine traditionelle Institution ist das PopCamp-Konzert im Berliner Kesselhaus. Seit fünf Jahren pilgert der Meisterkurs für Populäre Musik nach der zweiten Arbeitsphase zur Kulturbrauerei zum standesgemäßen Hauptstadtkonzert. 

 

Traditionell hingegen wird der Auftritt am Freitag, 04.12.2009, ganz bestimmt nicht verlaufen: Baby Benzin aus Hamburg pusten Euch die Ohren mit deutschsprachiger Rockmusik weg, Abel and Cain aus Düsseldorf verzaubern mit großen Melodien eines 90er-Jahre-Brit-Pop und Christian Troitzsch, Singer/Songwriter aus Leipzig, erfrischt die Gemüter mit handgemachtem Akustikpop. Die Stuttgarter Band Frieder legen Deutschrock aufs Parkett und schließlich hauen Euch Luis und Laserpower ihren energiegeladenen Electro-Rap um die Ohren.

 

Wer noch mehr auf die Ohren haben möchte: Vom 26.11.2009 an gibt es die Doppel-CD „Best of PopCamp 2005-2009“ mit den Song-Filetstückchen aller PopCamp-Bands. Vielleicht habt Ihr Glück, denn die Auflage ist limitiert. Sie erscheint als Beilage im Musikmarkt und wird unter anderem vom Deutschlandfunk und radioeins verlost.

 

PopCamp live on stage:

Freitag, 04.12.09

Kesselhaus der Kulturbrauerei Berlin

Einlass 19.30h

Beginn 20.30h

Eintritt 7 €

 

Mehr Infos unter www.popcamp.de

 







Untergang im ästhetischen Allerlei - 25.11.2009

 

Qualifizierte Musikvermittlung braucht ihren Raum

 

Der Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK), die Fächer Musik, Kunst und Sport an der Grundschule in einen Studienbereich „Ästhetische Bildung“ zusammen zu fassen, wird trotz zunehmender Kritik bereits in einigen Ländern umgesetzt.

 

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Der Beschluss der KMK zur Zusammenlegung der Fächer Musik, Kunst und Sport an der Grundschule darf nicht umgesetzt werden, weil dadurch die Kinder und Jugendlichen noch weniger qualifizierten Musikunterricht erhalten würden als das bisher schon der Fall ist.

 

Die wünschenswerte Zusammenarbeit der künstlerischen Fächer in der allgemein bildenden Schule unter dem ganzheitlichen Blickwinkel der musisch-ästhetischen Erziehung kann nur gelingen, wenn die Eigenständigkeit und inhaltliche Profilierung des Faches Musik gewährleistet ist. Mit dem Beschluss der KMK für einen Studienbereich ‚Ästhetische Bildung’ wird jedoch einer Entprofessionalisierung im Schulunterricht Vorschub geleistet und ein qualifizierter und kontinuierlicher Musikunterricht in der Grundschulzeit – als wichtige Grundlage für eine lebenslange aktive Kulturteilhabe – aufs Spiel gesetzt. Darüber hinaus gefährdet die Fächerzusammenlegung zukünftig nicht nur die fachliche Qualifikation der Musiklehrer und verstärkt den Fachlehrermangel, sondern verschleiert auch den ohnehin hohen Musikunterrichtsausfall an Grundschulen, da Musik in diesem Fächerverbund als eigenständiges Fach nicht mehr erkennbar sein wird.“

 

Mit dem Titel „Musikalische versus Ästhetische Bildung“ veranstaltet der Deutsche Musikrat in Kooperation mit der Konferenz der Landesmusikräte, den Landesmusikräten Bayern und Baden-Württemberg und durch Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Hanns-Seidel-Stiftung eine Fachtagung zu diesem Thema. Diese wird am Freitag, 27. November und Sonnabend,

28. November 2009 im Konferenzzentrum der Hanns-Seidel-Stiftung, Lazarettstr. 33,

80636 München stattfinden und von Hans Zehetmair, Staatsminister a.D. und Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung, eröffnet werden.

 

Weitere Informationen unter www.musikinbayern.de

 







„Vielfalt statt Mainstream“ – Best of PopCamp - 16.11.2009

Doppel-CD zum PopCamp-Projekt 2005-2009 erschienen

 

Seit fünf Jahren fördert der Deutsche Musikrat in Kooperation mit dem Deutschlandfunk besonders talentierte Nachwuchsbands aus den Segmenten Pop, Rock und Jazz. Nun ist die erste Doppel-CD des Projekts „PopCamp – Meisterkurs für Populäre Musik“ erschienen.

 

Das Konzept zum PopCamp sieht als erste Auswahlstufe Nominatoren vor, die Bands vorschlagen. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren ziehen schließlich fünf Bands in das PopCamp ein. Diese nehmen an gemeinsamen Arbeitsphasen teil, in denen sie von hochqualifizierten Dozenten auf dem Weg in die Professionalität begleitet werden. Unterstützt wird das Projekt auch durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

„Vielfalt statt Mainstream“ lautet der Leitsatz des mittlerweile fest in der Szene etablierten Projekts. Von den Charts, die nach Ideengeber Prof. Udo Dahmen, dem Vizepräsidenten des Deutschen Musikrats, nicht mehr besonders aussagekräftig seien, grenzt es sich deutlich ab. Das Ergebnis spiegelt sich auf der Doppel-CD wider: Die bunte Mischung verschiedenster Stilrichtungen aus fünf Jahren PopCamp überzeugen den Hörer davon, dass „Pop“ nicht gleich „Pop“ ist.

 

Seit Jahren bieten die zahlreichen Musiksendungen des Deutschlandfunks, wie zum Beispiel „On Stage“ oder „CORSO – Kultur nach 3“, Neuem und Unbekanntem ein Forum. Getreu dem Motto „Musik ist Information“ hat der Deutschlandfunk auch die Produktion der PopCamp-CD unterstützt.

 

Termine:

26.11.09: „Best of PopCamp 2005-2009“ als Beilage im Branchenmagazin „Musikmarkt“

04.12.09: „PopCamp on stage“ – Konzert im Kesselhaus der Kulturbrauerei Berlin

29.01.10: „On Stage“ Sendung des Konzertmitschnittes im Deutschlandfunk

 

… immer aktuell unter www.popcamp.de

 







Gemeinsamer Workshop von BuJazzO und Da capo-Jazz - 27.10.2009

 

Das BuJazzO gestaltet einen gemeinsamen Workshop mit der Big Band und den Vocals von Da capo-Jazz. Bei diesem Workshop haben die Jugendlichen der Schülerbigband die Gelegenheit, unmittelbar mit den Dozenten und Musikern des Bujazzo zusammenzuarbeiten. Die Impulse, die der renommierte Jazzmusiker und Komponist Niels Klein und die BuJazzO- Musiker aus der professionellen Szene setzen können, werden eine prägende und motivierende Auswirkung auf die zukünftige Arbeit in den Ensembles der Gymnasien haben.

 

Ein gemeinsames Konzert des BuJazzo und der Jugendbigband, bei dem jedes Ensemble sein eigenes Konzertprogramm präsentiert, beschließt die Arbeitsphase.

 

Der WDR Köln wird das gesamte Konzert aufzeichnen und eine Sendung mit Hintergrundinformation zum Workshop und der Ensembles vorbereiten, die am 17.12.09 gegen 22.00 Uhr auf WDR III gesendet wird.

 

Da capo-Jazz ist eine musikalische Zusammenarbeit der Gymnasien der Evangelischen Kirche im Rheinland. In der Formation „Big Band und Vocals“ haben jazzinteressierte und entsprechend talentierte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit in den Stilistiken des Jazz gefördert zu werden. Hierbei hat sich das Prinzip, Schüler aus jungen und älteren Jahrgangsstufen zusammenspielen zu lassen, als besonders bildungsfördernd  erwiesen. In einer jährlich wiederkehrenden einwöchigen Arbeitsphase wird ein anspruchsvolles Konzertprogramm erarbeitet, das im Laufe eines Schuljahres innerhalb der Schulen und in der außerschulischen Öffentlichkeit präsentiert wird. Möglichkeiten des gemeinsamen Musizierens und gegenseitigen Austauschs zu fördern, komplexere Titel in einer komprimierten Arbeitsphase bis zur Konzertreife zu erarbeiten, sind Ziele von Da capo-Jazz. Wann sonst haben die Schüler die Gelegenheit, sich mehrere Tage intensiv mit einer Sache zu beschäftigen, wann sonst wird in so kurzer Zeit ein so hoher Lernzuwachs erreicht? Diese Lernerfahrungen haben einen besonderen Wert, sie sind zweifellos auf andere Bereiche übertragbar und besitzen Modellcharakter, vermitteln sie doch Schlüsselqualifikationen.

 

KONZERT

Sonntag, 8. November 2009, 11 Uhr

Aula des Theodor-Fliedner-Gymnasiums

Kalkumer Schloßallee 28, 40489 Düsseldorf 

 

Eintritt 8,-€/ ermäßigt 5,-€

 

VORVERKAUF

Kaiserswerther Buchhandlung

Alte Landstraße 179

40489 Düsseldorf

Telefon 0211 / 409- 2101

 

Konzertkasse am Sonntag, 08.11.09 ab 10.00 Uhr

 

Weitere Informationen unter www.bujazzo.de

 







Resolution der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates –Digitalisierung: ohne Urheber keine Kreativität - 18.10.2009

 

Am Anfang jeder kreativen Entwicklung steht der Urheber. Denn bevor die Musik gespielt wird, muss sie geschaffen werden. Trotz dieser – simplen – Erkenntnis

ist das künstlerische Schaffen in Deutschland durch den rapiden Verfall in der Wertschätzung kreativen Schaffens stark gefährdet. Dies zeigt sich deutlich an der rasant wachsenden illegalen Nutzung von Musik und Literatur.

 

Die derzeitigen Rahmenbedingungen, etwa beim Urheberrecht, sind bei weitem nicht ausreichend, um den Lebensunterhalt der Urheber in Zukunft zu sichern. Damit wird der Weg in eine Wissens- und Kreativgesellschaft massiv bedroht, denn ohne die schöpferischen Leistungen der Autoren mit den entsprechenden Existenz sichernden Rahmenbedingungen ist eine geistige und kulturelle Entwicklung der Gesellschaft kaum möglich.

 

Die Digitalisierung beeinflusst nahezu alle Lebensbereiche und verändert zunehmend unser Denken und Handeln auch in kultureller Hinsicht. Die daraus entstehenden Chancen, die für eine kreative Gesellschaft erwachsen können, sollten im Vordergrund der Problemlösungen stehen. Die  Auseinandersetzungen zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen schaden dem gemeinsamen Anliegen, die Leistungen Kreativer angemessen und damit mindestens Existenz sichernd honorieren zu können. Das Ziel, jeder Bürgerin und jedem Bürger kulturelle Teilhabe unabhängig seiner sozialen und ethnischen Herkunft zu ermöglichen, darf nicht dazu führen, dass sich Kreativität nicht mehr lohnt.

 

Die UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Kulturellen Vielfalt bietet gemeinsam mit dem Bericht der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ und dem 2. Berliner Appell des Deutschen Musikrates eine Berufungs- und Handlungsgrundlage bei den Zielformulierungen für den Kreativstandort Deutschland.

 

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates fordert den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung auf, die Chancen und die Herausforderung der Digitalisierung zu einem Themenschwerpunkt der kommenden Legislaturperiode zu machen und schlägt hierzu als begleitende Maßnahmen vor:

 

1. Einberufung eines runden Tisches „Digitalisierung: Ohne Urheber keine Kreativität“ unter der Leitung des Kulturstaatsministers und der Einbeziehung der mit diesem Thema ebenfalls befassten Bundesministerien sowie der Dach- und Fachverbände im Kulturbereich.

2. Anregung eines Konsultationsprozesses auf europäischer und internationaler Ebene zur Sicherung und Durchsetzung eines umfassenden rechtlichen Schutzes der Urheber

3. Aktive Beförderung einer Konsensbildung zum Schutz der kreativen Leistungen

4. Einleitung von Initiativen zur sozialen Sicherung von Urhebern und Interpreten

5. Erhalt der kollektiven Rechtewahrnehmung auch zur Sicherung der kulturellen Vielfalt.

 

Denn nur so kann es gelingen, dass die kreativen Potenziale in unserer Gesellschaft weiter zu einer substanziellen Verbesserung der Lebensbedingungen eines jeden Menschen führen.

 







Neues Präsidium des Deutschen Musikrates gewählt - 18.10.2009

Mitgliederversammlung beschließt Grundsatzprogramm und verabschiedet Resolution zur Digitalisierung

 

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates hat am gestrigen Sonnabend,

17. Oktober 2009 im Abgeordnetenhaus von Berlin das Präsidium für die folgenden vier Jahre wie folgt gewählt:

 

Präsident:

Prof. Martin Maria Krüger

 

Vizepräsidenten:

Prof. Udo Dahmen, Percussion Creativ

Hans-Willi Hefekäuser, Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände

Hartmut Karmeier, Deutsche Orchestervereinigung

 

Weitere Präsidiumsmitglieder:

Prof. Dr. Hans Bäßler, Verband Deutscher Schulmusiker, Arbeitskreis für Schulmusik

Jens Cording, Gesellschaft für Neue Musik Deutschland

Prof. Kapt. Ernst Folz, Landesmusikrat Bremen

Prof. Dieter Gorny, Bundesverband Musikindustrie

Prof. Reinhart von Gutzeit, Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen, Verband deutscher Musikschulen

Erik Hörenberg, Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände

Prof. Dr. Karl-Jürgen Kemmelmeyer, Landesmusikrat Niedersachsen

Dr. Uli Kostenbader, Landesmusikrat Baden-Württemberg

Prof. Dr. Eckart Lange, Landesmusikrat Thüringen

Dr. Ulrike Liedtke, Landesmusikrat Brandenburg

Wilhelm Mixa, Deutscher Tonkünstlerverband

Stefan Piendl, Jeunesses Musicales Deutschland

Dr. Winfried Richter, Verband deutscher Musikschulen

Dagmar Sikorski, Deutscher Musikverleger-Verband

Prof. Wolfhagen Sobirey, Landesmusikrat Hamburg

 

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Mit meiner Wiederwahl ist die Aufforderung der Mitglieder verbunden, die Neuausrichtung der Bundespolitik zu nutzen, um wesentliche Forderungen des Deutschen Musikrates mit Nachdruck einzubringen. Hierzu zählt insbesondere die Verankerung von Kultur als Staatsziel im Grundgesetz sowie der intensive Dialog mit der Bundespolitik zum Thema Wert und Schutz des geistigen Eigentums angesichts der massiven Gefahren der Digitalisierung. Von großer Bedeutung wird sein, der Auflösung eines eigenständigen Faches Musik im Rahmen des neuen Fächerkomplexes Musisch-Ästhetische Erziehung im Dialog mit der Kultusministerkonferenz der Länder entgegen zu treten. Fundament aller musikpolitischen Themen ist die Kulturelle Vielfalt und die damit verbundene Umsetzung der gleichnamigen UNESCO-Konvention in praktisches musikpolitisches Handeln. Dazu gehört auch die verstärkte Einbringung von Themen wie der Interkulturelle Dialog oder die Teilhabe aller Generationen am Musikleben in bestehende oder neu zu initiierende Projekte.“

 

Außerdem wurde in der Mitgliederversammlung die Resolution „Digitalisierung – ohne Urheber keine Kreativität“ mit fünf Forderungen einstimmig verabschiedet. Ebenfalls verabschiedet wurde das Grundsatzprogramm des Deutschen Musikrates „Musikpolitik in der Verantwortung“, das die grundlegende inhaltliche und strategische Ausrichtung der kommenden Jahre darstellt.

 







Musikforum. Das Magazin des deutschen Musiklebens - 15.10.2009

 

Mit dem Themenschwerpunkt „Musik und Mauerfall" ist heute die neue Ausgabe des Musikforums, des Magazins des deutschen Musiklebens, erschienen.

 

Das 20jährige Jubiläum des Mauerfalls bietet dem Musikforum in seiner kommenden Ausgabe Anlass zur Reflektion: Welchen Stellenwert nahmen Musik und musikalische Bildung in der DDR ein? Wie wurde Musik vermittelt und inwieweit wurde das Kreativpotential der neuen Bundesländer nach der Wende genutzt?

 

Das Musikforum zeichnet den Kulturalltag in der DDR nach, beschreibt den Wandel der Kultur in den neuen Bundesländern seit der Wende und gibt Beispiele des kulturellen Zusammenwachsens zwischen Ost und West nach dem Fall der Mauer.

 

Das Musikforum enthält darüber hinaus das Supplement DMR Aktuell, das Informationen aus den Projekten und Mitgliedsverbänden des Deutschen Musikrates bereitstellt.

 

 

Die Themen im Überblick:

 

Fokusthema: „Musik und Mauerfall“

• Musik im stillen Widerstand – Ulrike Liedtke über Komponisten zeitgenössischer Musik in der Zeit der DDR

• Was der Westen vom Osten hätte lernen können. Hans Bäßler analysiert, wie die Kultur- und Bildungspolitik des Westens nach der Wende in den neuen Bundesländern umgesetzt wurde

• Wegbereiter zum „einig Kulturstaat“ – Thomas de Maizière, Bundesminister im Bundeskanzleramt, über die Schwierigkeiten und Chancen der Zusammenführung der Systeme von Ost und West nach der Wende

• „Erinnerungsort“ Nationalhymne. Friedhelm Brusniak zur Geschichte und Entwicklung der deutschen Nationalhymne

• „Alles über einen Kamm zu scheren, wäre zu einfach!“ Sebastian Krumbiegel, Sänger der Prinzen, lässt die Tage des Mauerfalls und seine Zeit als Thomanerchorsänger Revue passieren

• Gemeinsamer musikalischer Plattenbau. Hans Hirsch über gesamtdeutsche Klassik-Kooperation zu DDR-Zeiten

• Eine Ost-Idee kommt ganz groß raus! Andreas Bausdorf über das Dirigentenforum als Beispiel für das kulturelle Zusammenwachsen von Ost und West

• Am Anfang war ein Name – Ernst Folz berichtet, wie Chöre nach der Wende wieder zusammenfanden

 

Akzente:

• „Kultur ist nicht mehr Luxus, sondern elementar“ – Jürgen Rüttgers, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, über die Rolle der Kulturpolitik, die entsprechenden Vorhaben des Landes und die Zukunft des Kreativstandorts Nordrhein-Westfalen

 

Portrait:

• Schule als Lebenswelt. Hans Bäßler beleuchtet das Leben und die Arbeit des Musikwissenschaftlers und Musikpädagogen Karl Heinrich Ehrenforth

 

Wirtschaft/Recht:

• Urheberrecht und Schule: Ingo Dachwitz und Daniel Possler geben einen Überblick, wo man sich als Lehrer über seine Rechte und Pflichten in Fragen des geistigen Eigentums informieren kann

 

Kulturen:

• Brückenbau zwischen türkischer und deutscher Kultur. Petra Merkel, MdB (SPD), berichtet im Gespräch mit Christian Höppner über das Projekt „Villa Tarabya“, einer deutschen Künstlerakademie in Istanbul, die voraussichtlich 2010 nach dem Vorbild der „Villa Massimo“ in Rom eröffnet wird

 

DMR Aktuell:

• Das Supplement beinhaltet Nachrichten aus den Projekten und Mitgliedsorganisationen des Deutschen Musikrates

 

Dies und vieles mehr im Musikforum, zu bestellen unter:

Schott Music

Leserservice - Postfach 36 40

55026 Mainz

Deutschland

Telefon. +49 6131 24 68 57

Fax. +49 6131 24 64 83

eMail: zeitschriften.leserservice@schott-music.com

Internet: www.musik-forum-online.de

 

Das Musikforum wird vom Deutschen Musikrat in Zusammenarbeit mit Schott Music herausgegeben.

 







Staatsziel Kultur: Ist der Union der Tierschutz wichtiger als die Kultur? - 14.10.2009

Deutscher Kulturrat und Deutscher Musikrat fordern CDU/CSU auf, jetzt zu springen

 

 

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände und der Deutsche Musikrat, der Dachverband des deutschen Musiklebens, appellieren an die Unionsparteien, jetzt die Chance zu ergreifen, im Koalitionsvertrag festzulegen, dass das Staatsziel Kultur in der kommenden Legislaturperiode im Grundgesetz verankert wird.

 

Selten hat es für eine Grundgesetzänderung einen so breiten parteiübergreifenden Konsens gegeben wie bei dem Vorhaben, das Staatsziel Kultur im Grundgesetz zu verankern. Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags „Kultur in Deutschland“ hat einstimmig die Verankerung des Staatsziels Kultur im Grundgesetz empfohlen. Die FDP, die SPD und Die Linke haben sich klar für das Staatsziel Kultur im Grundgesetz ausgesprochen. Nur in einigen Kreisen der Union gibt es dem Vernehmen nach immer noch Vorbehalte gegenüber dem Staatsziel Kultur.

 

Jetzt muss die Union Farbe bekennen, ob ihr der Schutz und die Förderung der geistigen Lebensgrundlagen genauso viel Wert ist wie der bereits im Grundgesetz verankerte Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Das Argument aus Kreisen der Union, dass das Grundgesetz durch das Staatsziel Kultur überfrachtet würde, ist angesichts der mit der Schuldenbremse eingeführten kleinteiligen Regelungen im Grundgesetz geradezu abstrus. Dieses gilt gleichermaßen für das Argument, dass sich aus dem Staatsziel Kultur keine konkreten Einzelansprüche der Kulturförderung ableiten lassen. Dieses Argument trifft auf alle Staatsziele zu und hat den Deutschen Bundestag und den Bundesrat nicht davon abgehalten, zum Beispiel 2002 den Tierschutz im Grundgesetz zu verankern.

 

Der Generalsekretär des Deutschen Musikrates, Christian Höppner, sagte: „Wenn das Vorhaben der Verankerung des Staatsziels Kultur im Grundgesetz bereits in den Koalitionsverhandlungen scheitern sollte, liegt es eindeutig an der Union. Das wäre eine Blamage für die Partei, die sich mit ihrem C im Namen auch auf die abendländische Kultur beruft und diese zu den wichtigen Grundlagen der Gesellschaft zählt. Eine Partei, die für christliche Werte eintritt, sollte sich als erste für das Staatsziel Kultur stark machen.“

 

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Wenn die schwarz-gelbe Koalition mehr sein will als eine Regierung zur Steuerentlastung, muss sie jetzt springen und im Koalitionsvertrag klarstellen, dass sie das Staatsziel Kultur in der jetzt beginnenden Wahlperiode im Grundgesetz verankern will. Kultur gehört zu den Grundlagen der Gesellschaft und braucht daher einen Platz im Grundgesetz. Oder ist der Union der Tierschutz doch wichtiger als die Kultur?“

 







Deutscher Musikrat begrüßt Äußerungen der Bundeskanzlerin zum Schutz des geistigen Eigentums - 12.10.2009

 

Der Deutsche Musikrat begrüßt die Positionierung der Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Urheberrecht im digitalen Zeitalter. In einem Video-Podcast erklärt sie, dass geistiges

Eigentum des Schutzes bedürfe und auf internationaler Ebene einen umfassenden rechtlichen Schutz erfahren müsse. Die Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates wird sich am kommenden Sonnabend, 17. Oktober 2009 mit den Auswirkungen der Digitalisierung und der Bedeutung für das Urheberrecht befassen.

 

Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Die Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft müssen ein Schwerpunktthema der neuen Bundesregierung werden. Die Herausforderungen reichen hierbei weit über die Urheberrechtsfragen hinaus und betreffen viele Bereiche gesellschaftlichen Lebens. Deshalb ist es dringend notwendig, ressortübergreifend und im Zusammenwirken mit den zivilgesellschaftlichen Verbänden Kompetenzen zu bündeln.

 

Neben der Behandlung als Querschnittsaufgabe auf nationaler Ebene bedarf es zugleich der Erarbeitung von Kooperationsmodellen auf europäischer und internationaler Ebene. Darüber hinaus ist die Umsetzung bestehender gesetzlicher Regelungen genau so wichtig wie deren Weiterentwicklung zum Schutz kreativen Schaffens. Die UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Kulturellen Vielfalt stellt hierbei ein vorzügliches politisches Handlungsinstrument dar. Sollte es angesichts der rasant fortschreitenden Digitalisierung nicht gelingen, den Schutz der Kreativen zu gewährleisten, wird Deutschland den Wandel zu einer Wissens- und Kreativgesellschaft nicht schaffen.

 

Die Verletzung des Urheberrechts betrifft nicht nur den Literaturszene, sondern ganz wesentlich auch den Musikbereich. Der Deutsche Musikrat fordert die Bundesregierung daher auf, diesen in den Urheberrechtsdebatten unter Berücksichtigung der allgemeinen Auswirkungen der Digitalisierung genauso im Blick zu behalten und den massenhaften illegalen Downloads so entgegen zu wirken.“

 







Staatsziel Kultur greifbar nahe - 09.10.2009

 

Der Deutsche Musikrat begrüßt die Planungen der Union und der FDP, das Staatsziel Kultur im Grundgesetz zu Beginn dieser Legislaturperiode zu verankern.

In der entsprechenden Koalitionsarbeitsgruppe fiel dieser Beschluss dem Vernehmen nach

einstimmig und wird der großen Koalitionsrunde am kommenden Mittwoch zur endgültigen Entscheidung vorgelegt.

 

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Es wäre ein erster kulturpolitischer Erfolg der kommenden Regierung, wenn die Erweiterung des Grundgesetzes durch den Satz ‚Der Staat schützt und fördert die Kultur’ endgültig beschlossen und umgesetzt werden würde. Die Verankerung des Staatsziels Kultur im Grundgesetz ist für die Kulturnation Deutschland seit langem überfällig und hat durch die Finanz- und Wirtschaftskrise an zusätzlicher Bedeutung gewonnen. Damit würde nicht nur dem parteiübergreifenden Konsens in der Enquete-Kommission ‚Kultur in Deutschland’ des Deutschen Bundestages für ein Staatsziel Kultur Rechnung getragen, sondern auch der Forderung vieler zivilgesellschaftlicher Kräfte entsprochen werden. Der Deutsche Musikrat hat gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat auch in der vergangenen Legislaturperiode immer wieder deutlich gemacht, dass das Staatsziel Kultur vor allem zur Bewusstseinsschärfung für den Wert der Kreativität von grundlegender Bedeutung ist. Zusammen mit der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Kulturellen Vielfalt ist das Staatsziel Kultur eine exzellente Grundlage, um in den Auseinandersetzungen zur weiteren Marktliberalisierung auf europäischer Ebene besser als bisher bestehen zu können. Kultur ist eben nicht nur eine Ware, sondern auch und vor allem Kulturgut.

 

Der Deutsche Musikrat appelliert an die große Koalitionsrunde, sich in ihrer Sitzung am Mittwoch, 14. Oktober 2009 für die Verankerung des Staatsziels Kultur auszusprechen.“

 







Tag der Musik: Gewinner stehen fest - 06.10.2009

 

Die Gewinner des vom Deutschen Musikrat und dem Tag der Musik e.V. ausgeschriebenen Wettbewerbes zum Tag der Musik stehen fest. Die Jury zeichnete die folgenden neun Projekte aus:

 

Kategorie 1: Kleine Kinder ganz groß – von der Früherziehung bis zu Kinderensembles

1. Preis: stockhausen for kids – Junge Töne III – Musikalische Begegnung zwischen Komponist und Grundschülern, Bläserklasse 5/6 der Freien Schule Seligenstadt

2. Preis: „Wir bewegen was am Tag der Musik“, Schule Iserbrook Hamburg

3. Preis: Mittelalterfest, Montessori-Musikschule Greifswald

 

Kategorie 2: Helfen durch Musik – Jugendensembles im Einsatz

1. Preis: Straßenmusik und Musikschulfest 2009, Jugendmusikschule Bad Säckingen

 

Kategorie 3: Musikerleben – Eine Bühne für Profis und Laien

1. Preis: 2. Hildener Meisterkurs für Mandoline und Gitarre, Musikschule der Stadt Hilden

 

Kategorie 4: Klangfarben – Zusammenspiel der Kulturen

1. Preis: Abschlusskonzert des Workshops „Zur Geschichte des Pansori“, Hochschule für Musik Karlsruhe

 

Kategorie 5: Musik.Macht.Politik – Gestalten durch Musikpolitik

1. Preis: 4. Ginsheimer Tage der Musik: Vorspiel des Elementarbereichs und der Grundausbildung im Bürgerhaus, Musikschule Maier Ginsheim

 

Kategorie 6: Neue Wege in die Welt der Musik – Kulturtempel unterwegs

1. Preis: MusikTanz Performance „Mythen“, Kunstorchester Kwaggawerk

2. Preis: Musikalische Interventionen – Ausstellung „Der Innere Blick", Musikschule Tübingen

 

Die ersten Preisträger werden in einer der nächsten Ausgaben des Musikforums, der Zeitschrift des deutschen Musiklebens, vorgestellt. Die Verleihung der Urkunden wird im Rahmen der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates am 16. Oktober 2009 im Abgeordnetenhaus von Berlin stattfinden.

 

Der Jury gehörten unter der Leitung von Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates und stellvertretender Vorsitzender des Tag der Musik e.V., Per Hauber, Vorsitzender des Tag der Musik e.V., und der Dirigent Lothar Zagrosek an.

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de








European Workshop for Contemporary Music 2009
Foto: Karol Piechocki

“European Workshop for Contemporary Music” kommt nach Dresden-Hellerau - 01.10.2009

Ensemble präsentiert Positionen Neuer Musik beim Festival „TonLagen“

 

Innerhalb einer Woche studierten die 23 polnischen und deutschen Musiker des „European Workshop for Contemporary Music“ (EWCM) unter der Leitung von Prof. Rüdiger Bohn ein anspruchsvolles Programm zeitgenössischer Musik ein. Den Höhepunkt des Warschauer Workshops bildete das Abschlusskonzert am vergangenen Donnerstagabend im ausverkauften Konzertsaal des Polnischen Rundfunks. Das Publikum nahm die drei Uraufführungen von Filip Matuszewski, Karol Nepelski und André Werner sowie das Repertoirestück von Iannis Xenakis mit Begeisterung auf. Dieses einmalige Programm mit dem Titel „AUGEN-BLICKE“ ist nun am Dienstag, den 6. Oktober um 20 Uhr im Festspielhaus Dresden-Hellerau zu erleben. Bereits um 19 Uhr finden ein Einführungsvortrag und ein Gespräch mit den Komponisten statt. 

 

"Wenn man nur die Komponisten und die Musik unabhängig voneinander kennenlernen würde, würde man jedem das richtige Stück zuweisen, da bin ich ganz sicher. Es kann nur jeder das schreiben, was er auch ist", so der Dirigent Prof. Rüdiger Bohn zum Programm und den Musikern, die noch vor dem Dresdner Konzert bei einem Gespräch zu erleben sein werden. "Man kann kaum begreifen, dass die Uraufführungen alle in diesem Jahr entstanden sind. Das ist ein so völlig verschiedener Ansatz, an Musik heranzugehen und zu formulieren", so Bohn weiter. Man könne das Gefühl haben, als hörte man Werke von verschiedenen Epochen. Rüdiger Bohn, Professor für Dirigieren an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und langjähriger Leiter der Zeitgenössischen Oper Berlin, betreut dieses transnationale Projekt bereits zum siebten Mal seit seiner Gründung im Jahr 2003.

 

„TonLagen“, das Dresdner Festival der zeitgenössischen Musik, ist nach der Aufführung beim „Warschauer Herbst“ die zweite Konzertstation. Der Veranstaltungsort – das legendäre Festspielhaus Hellerau – erstrahlt nach der Restaurierung in neuem Glanz und hat seine Pforten für die Besucher geöffnet. Der neue Intendant Dieter Jaenicke knüpft an eine über 100-jährige Tradition an und gestaltet den Ort zu einem Treffpunkt der Avantgarde mit den Bereichen Tanz, Musik, Theater, Bildende Kunst, Neue Medien und Literatur.

 

Schon bestens vorbereitet kamen die jungen Musiker des Ensembles zur Warschauer Probenphase, bei der vom 17. bis 24. September das musikalische und performative Zusammenspiel mit improvisatorischen Elementen im Vordergrund stand. In ihren Reaktionen zeigte sich ihre besondere Motivation, sich musikalisch mit der Gegenwart auseinanderzusetzen und herauszutreten aus dem sonst üblichen „Museumsbetrieb“ der Musik. Sie schätzen die Zusammenarbeit mit den Komponisten, den anderen Musikern und Künstlern. Besonders faszinierend war das Erleben der unterschiedlichen kulturellen Einflüsse für sie, aber auch das große Echo für zeitgenössische Musik beim „Warschauer Herbst“.

 

Das Ziel des EWCM als Projekt für Neue Musik ist es, besonders talentierte Nachwuchsmusiker umfassend zu fördern und der Kunstmusik der Gegenwart durch den Kulturaustausch zwischen Deutschland und Polen ein größeres Forum und eine selbstverständliche Präsenz in Europa zu ermöglichen. Die Bereiche Komposition, Ensemblespiel, Dirigieren, Musiktheorie und deren Vermittlung werden durch Vorträge und Medien unterstützt. Die Projektträger des EWCM sind die gemeinnützige Projektgesellschaft des Deutschen Musikrates sowie das polnische Festival „Warschauer Herbst“.

 

Konzertinformationen

Konzerttitel

AUGEN-BLICKE - Konzert des "European Workshop for Contemporary Music"

 

Zeit und Ort

Dienstag, 6. Oktober 2009 um 20.00 Uhr, Festspielhaus Hellerau - Großer Festspielsaal, Karl-Liebknecht-Str. 56, 01109 Dresden

Der Einführungsvortrag mit Komponistengespräch findet vorab um 19 Uhr im Dalcroze-Saal statt, der Eintritt ist frei. Moderiert wird er von den jungen Musikwissenschaftlerinnen Lena Sperrfechter aus Berlin und Marta Śniady aus dem polnischen Lodz.

 

Der Vorverkauf läuft über

Ticket2day im Societätstheater

www.ticket2day.de

info@ticket2day.de

Telefon: 0351 / 8036 810

 

Preise

Es werden keine VVK-Gebühren erhoben. Die Abendkassenpreise sind identisch.

 

VVK Normalpreis   19,00 €

VVK Ermäßigt   10,00 €

DresdenPass   10,00 €

HellerauCard Vollpreis   14,00 €

HellerauCard Ermäßigt   7,00 €

 

Rundfunkbeiträge

DEUTSCHE WELLE RADIO

Der Sendetermin von DEUTSCHE WELLE RADIO mit einem Beitrag über den EWCM beim "Warschauer Herbst" ist am Sonntag, den 27. September 2009 ab 00.05 Uhr und dann alle zwei Stunden Uhr sowie als Podcast abrufbar bei der Sendereihe „Musikszene“ - eine Sendung von Ingo Dorfmüller.

Deutschlandradio Kultur

Der Sendetermin von DKULTUR mit einem Überblick der Konzerte vom "Warschauer Herbst" inklusive EWCM ist am Dienstag, den 6. Oktober 2009 von 20.03 Uhr bis 22.30 Uhr bei der Sendereihe „Konzert“ - eine Sendung von Volker Michael.

MDR FIGARO

Der Sendetermin von MDR FIGARO mit einem Überblick über das Festival TonLagen inklusive EWCM ist am Donnerstag, den 8. Oktober 2009 von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr bei der Sendereihe „Neue Musik“ - eine Sendung von Claus Fischer. 

Deutschlandfunk

Der Sendetermin des DLF für die Konzertaufnahme des EWCM aus Warschau ist am Samstag, den 28. November 2009 von 22.05 Uhr bis 22.50 Uhr bei der Sendereihe „Atelier neuer Musik“ - eine Sendung von Ingo Dorfmüller.

 

Weitere Informationen unter www.musikrat.de/ewcm

 

 

 







BJO produziert für ZDF und ARTE - 29.09.2009

 

Eine Uraufführung besonderer Art erwartet Zuhörer und Zuschauer am 24. Oktober in der Philharmonie im Gasteig in München: Zu hören und zu sehen ist der 1922 entstandene Film „Nathan der Weise“ mit Musik des Komponisten Rabih Abou-Khalil und dem Bundesjugendorchester live zum Film. Das Projekt steht unter Schirmherrschaft von Außenminister Frank-Walter Steinmeier und wird durch das Auswärtige Amt und das Goethe-Institut gefördert. Weitere Konzerte in Osteuropa sind geplant.

 

Der Film ist bis heute die einzige Verfilmung des großen Lessing-Dramas. Die Hauptrollen sind mit Werner Krauß als Nathan und Carl de Vogt als Tempelherr prominent besetzt. Der Regisseur Manfred Noa setzte die Geschichte in großen Szenen um – im Stil der monumentalen Historienmalerei des 19. Jahrhunderts. Der Film ist nach wie vor von ungebrochener Aktualität und wirft einen modernen Blick auf Lessings „Dramatisches Gedicht“ aus dem Jahre 1779. Noas Verfilmung thematisiert den Irrsinn der Glaubenskriege und endet am Schluss mit dem Appell zur Toleranz.

 

Der deutsch-libanesische Komponist Rabih Abou-Khalil erhielt den Kompositionsauftrag zu einer sinfonischen Filmmusik für Orchester, Streich-Trio und Solisten. Für die Aufführung seines Werkes zu „Nathan der Weise“ wählte Rabih Abou Khalil als Solisten Michel Godard an der altertümlichen Serpent, Jarrod Cagwin, einen der führenden US-amerikanischen Percussionisten, sowie das Jagdish Mistry String-Trio. Der Komponist wird selbst als Solist an der arabischen Kurzhalslaute Oud zu hören sein.

 

Frank Strobel, international bekannter Filmdirigent und künstlerischer Leiter der „Europäischen Filmphilharmonie“, dirigiert das Konzert mit dem Bundesjugendorchester, das sich seit einigen Jahren besonders im Rahmen grenzüberschreitender und zeitgeschichtlich bedeutender Projekte engagiert.

 

Ein dreiviertel Jahrhundert nach seiner letzten Kinovorführung soll mit diesem Vorhaben der Stummfilm „Nathan der Weise“ erstmals wieder einem großen Publikum zugänglich gemacht werden. Angesichts der weltweit eskalierenden Konflikte zwischen den drei großen monotheistischen Religionen, die unsere Gegenwart in bisher nicht gekanntem Maße bestimmen, soll der Film im Rahmen sinfonischer Filmkonzerte auf eindrückliche und universal verständliche Weise für mehr Toleranz und Achtung der kulturellen und religiösen Vielfalt in einer globalisierten Gesellschaft werben.

 

Als Kooperationsprojekt von ZDF/ARTE wird die Filmmusik von Abou-Khalil zusätzlich im Studio eingespielt und der Film mit der neuen Musikfassung auf ARTE präsentiert. Darüber hinaus ist eine Neuauflage der DVD „Nathan der Weise“ in HD Qualität mit der Musik von Rabih Abou-Khalil in der „edition filmmuseum“ geplant.

 

Nathan der Weise ist eine Ko-Produktion von ZDF und ARTE, Deutschlandradio Kultur und 2eleven l l zeitgenössische musik projekte, in Kooperation mit dem Filmmuseum München, Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption Kamenz, ENJA Musikverlage und dem Bundesjugendorchester/Deutscher Musikrat, gefördert durch das Auswärtige Amt, das Goethe-Institut und der Landeshauptstadt München.

 

Tickets sind erhältlich unter www.muenchenticket.de.







Erfolgreicher Wettbewerbssommer für Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs - 28.09.2009

 

Zahlreiche Auszeichnungen - darunter ein ECHO-Klassik, Preise beim Internationalen Beethoven Klavierwettbewerb und beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD - an Musikerinnen und Musiker, die vom Deutschen Musikrat gefördert werden. Der im Nachtrag zum DMW 2009 verliehene Förderpreis der Marie-Luise Imbusch-Stiftung geht an das Duo Staemmler.

 

Der Deutsche Musikrat konnte sich in den letzten Wochen über viele bedeutende Auszeichnungen und berufliche Erfolge der Preisträger/innen und Stipendiat/innen des Deutschen Musikwettbewerbs freuen. Sie spiegeln das hohe Niveau wider, auf dem die jungen Künstlerinnen und Künstler agieren und bestätigen den DMW in der Auswahl der Preisträger und Stipendiaten sowie in der Art seiner Förderung, die u. a. in der Vermittlung von insgesamt bis zu 300 Konzerten pro Jahr und der Produktion einer Debut-CD in der Edition Primavera besteht.

 

Nils Mönkemeyer (Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2006) erhält in diesem Jahr einen ECHO-Klassik-Preis. Als Nachwuchs-Künstler des Jahres (Bratsche) wird er ausgezeichnet für seine CD

„Schubert/Mendelssohn/Schumann, Ohne Worte“ (Sony Classical/Sony Music). Unter den 59 Preisträgern, die am 18. Oktober in der Dresdner Semperoper ausgezeichnet werden, sind auch Alban Gerhard (Violoncello, Kammermusik-Einspielung des Jahres -19. Jh.) und Wolfgang Bauer (Instrumentalist des Jahres - Trompete), die Anfang der 1990er-Jahre Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs waren. Außerdem erhielt Nils Mönkemeyer den Parkhouse Award 2009 und wird ab Oktober als Professor für Bratsche an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden unterrichten.

 

Gabriel Adriano Schwabe (Violoncello, Preisträger des DMW 2007) überzeugte im Juni in der Londoner Wigmore Hall und gewann den Pierre Fournier Award 2009, der eine Einladung zu einem Rezital in der Wigmore Hall sowie weitere bedeutende Kammermusik- und Solistenengagements beinhaltet. Das Flügelschlag-Quartett (2x Klavier und 2x Schlaginstrumente, Stipendiat des DMW 2008) erhielt beim Internationalen Wettbewerb für zeitgenössische Kammermusik in Krakau einen 1. Preis.

 

Auch die beiden Preisträger der Kategorie Klavier solo beim DMW 2008 in Bonn waren erneut erfolgreich. Alexander Schimpf wurde beim Internationalen Klavierwettbewerb 2009 Wien mit dem ersten Preis ausgezeichnet, Alexej Gorlatch erspielte sich beim Internationalen AXA Klavierwettbewerb in Dublin im Mai 2009 den 1. Preis und den Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.

 

Der Hornist Christoph Eß (Stipendiat des DMW 2009) erhielt den Solistenpreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, und Sebastian Manz (Preisträger des DMW 2009 mit dem Duo Riul – Klarinette/Klavier) wurde der Förderpreis des Rheingau Musik Festivals verliehen. Andreas Mildner (Harfe, Stipendiat des DMW 2005 und 2008) wurde mit dem 1. Preis und zwei Sonderpreisen beim 6th International Harp Contest Arpista Ludovico, Madrid/Spanien sowie dem EON-Kulturpreis Bayern ausgezeichnet. Zuletzt erhielt das Saxophonquartett sonic.art (Preisträger des DMW 2008) im September in der Schweiz den  2. Preis des Gianni Bergamo Classic Music Awards (ein 1. Preis wurde nicht vergeben).

 

Falko Hönisch (Stipendiat des DMW 2007) wurde im September beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in der Kategorie Gesang mit dem 3. Preis, einem Publikumspreis und dem Preis für die beste Interpretation einer Auftragskomposition ausgezeichnet. Zuvor hatte er in 2009 schon einen 1. Preis und die Richard-Strauss-Medaille beim Richard Strauss-Wettbewerb erhalten und war Finalist beim Concours Musical International de Montréal. Georg Gädker, ebenfalls Stipendiat in der Kategorie Gesang beim DMW 2007, wurde im August 3. Preisträger beim Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb in Pörtschach (Österreich).

 

Auch die Laureaten eines Förderpreises, der in Folge des Deutschen Musikwettbewerbs 2009 noch ausstand, wurden im Sommer bekannt gegeben: Das Duo Peter-Philipp und Hansjacob Staemmler (Duo Violoncello/Klavier) erhält in diesem Jahr den Förderpreis der Marie-Luise Imbusch-Stiftung. Die in Lübeck ansässige Stiftung zeichnet jährlich Musikerinnen und Musiker für ihre herausragenden Leistungen beim Deutschen Musikwettbewerb aus. Das Preisträgerkonzert findet am 31. Oktober 2009 in der Musikhochschule Lübeck statt.

 

Hinzuweisen ist ferner auf Preise, die bereits zu Beginn des Jahres 2009 an Stipendiaten des DMW gingen: Im Februar wurde das Duo Andrea Kim/Florian von Radowitz (Stipendiat des DMW 2007 in der Kategorie Duo Violine-Klavier) Finalist und Träger des Sonderpreises für die beste Interpretation eines Werkes der Moderne beim Internationalen Wettbewerb Franz Schubert und die Musik der Moderne (ein 1. Preis wurde nicht vergeben). Das Amaryllis Quartett (Stipendiat des DMW 2009) erhielt den 3. Preis beim Internationalen Schubert Wettbewerb der Moderne Graz. Lars Niederstrasser, Stipendiat des DMW 2009 in der Kategorie Saxophon solo, erhielt mit dem Berlage Saxophon Quartett bei der Selmer Paris Saxophone Quartet Competition in Enschede den 1. Preis, und die Oboistin Marie Lesch, Stipendiatin des DMW 2008, wurde im April mit dem 3. Preis der International Barbirolli Oboe Competition (Isle of Man/GB) ausgezeichnet. Das Duo Parthenon (Christine Rauh, Violoncello – Johannes Nies, Klavier, Stipendiaten des DMW 2009) erhielt im Mai den Preis der Friedrich-Jürgen-Sellheim-Gesellschaft und wurde in deren Förderprogramm aufgenommen.

 

Weitere Informationen unter www.musikrat.de/dmw

 

 








Foto: Herbert Piel

Rhein-Mosel-Musikpreis geht an Francesco Angelico

 

Stipendiat des Dirigentenforums erhält Publikumspreis und Auszeichnung des Orchesters.

 

Im gestrigen Benefizkonzert der Rheinischen Philharmonie Koblenz, in dessen Rahmen der 2. Rhein-Mosel-Musikpreis sowie die Position des „Conductor-in-progress“ vergeben wurden, war für Abwechslung gesorgt. Die jungen Dirigenten ließen Besen erwachen (Paul Dukas, „Der Zauberlehrling“, dirigiert von An-Hoon Song),  zur wilden Jagd rufen (César Franck, „Der verfluchter Jäger“, dirigiert von Francesco Angelico) und Hexen tanzen (Antonín Dvorák, „Die Mittagshexe“, dirigiert von Jesko Sirvend). Das Koblenzer Publikum wurde in der Konzertpause zur Abstimmung gebeten und entschied sich für Francesco Angelico.

 

Dr. Eberhard Schulte-Wissermann, Oberbürgermeister und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Rheinische Philharmonie, übergab dem jungen Italiener den mit 5.000 Euro dotierten Rhein-Mosel-Musikpreis. Jesko Sirvend und An-Hoon Song erhielten Preisgelder von je 2.500 Euro.

Die drei Kandidaten hatten sich am Montag in einem Auswahldirigieren behauptet und anschließend vier Tage lang mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie das Konzertprogramm erarbeitet. Das Orchester konnte sich in dieser Zeit ein genaueres Bild von den potentiellen Assistenten ihres Chefdirigenten Daniel Raiskin machen. Denn neben dem vom Publikum vergebenen Rhein-Mosel-Musikpreis lag die Entscheidung über die Position des „Conductor-in-progress“ beim Orchester. Wie der Vorsitzende des Orchestervorstandes, Lothar Hänsel, während der Preisverleihung beteuerte, war den Musikern die Entscheidung nicht leicht gefallen. Das Publikum habe eine gute Wahl getroffen, denn auch das Orchester stimme für Francesco Angelico, teilte Hänsel mit. Angelico wird nun bei verschiedenen Projekten dem Chefdirigenten assistieren und mehrere Konzerte in Koblenz dirigieren. Dem Koblenzer Publikum bleibt sein Favorit also einige Zeit erhalten.

 

Francesco Angelico setzt mit diesem Preis seine Erfolgsserie des Jahres 2009 weiter fort. Im Januar hatte er den 1. Deutschen Operettenpreis für junge Dirigenten, eine Initiative der Oper Leipzig und des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates, für sich entschieden und wurde im Mai des Jahres mit dem 2. Preis des internationalen Malko-Wettbewerbs ausgezeichnet.

 

Das DIRIGENTENFORUM ist ein Projekt des Deutschen Musikrates, welches talentierte, hoffnungsvolle Nachwuchsdirigenten fördert. In mehr als 20 Veranstaltungen pro Jahr bietet es seinen Stipendiaten die Möglichkeit, mit bedeutenden Berufsorchestern und erfahrenen Dirigenten zusammen zu arbeiten.







"drums'n'brass in outerspace" - BuJazz meets Splash - 17.09.2009

 

Das BuJazzO hebt ab und schießt mit Lichtgeschwindigkeit über uns bekannte Grenzen hinaus. Auch der Weltraum soll ja bekanntlich endlich sein und was "danach" kommt ist Frei-Raum an sich, den sich Musik, zumal der Jazz, verschiedentlich er-spielt.

 

Das Spitzenorchester aller Jugendorchester in Deutschland wird dabei von "Splash" begleitet. Der Name des Landesjugendperkussionsensembles von Nordrhein-Westfalen ist bereits selbst Klang und sein Sound überschreitet konsequent alles bisher gehörte. Beide Ensembles bündeln ihre Energien, entfalten ihre experimentellen Möglichkeiten auf der Suche nach dem Sound Of The Universe.

 

Dabei kommt Ihnen das kompositorische Konzept "Progressions" von Niels Klein gerade recht. Der bereits mehrfach ausgezeichnete junge Komponist, Arrangeur und Bigbandleiter ist im zweiten Halbjahr 2009 Dirigent beim BuJazzO und wird bei diesem Gemeinschaftsprojekt von Prof. Stefan Froleyks und Ralf Holtschneider, den künstlerischen Betreuern von "Splash", unterstützt.

 

BuJazzO und Splash werden beispielsweise den "Sky Lift" benutzen, Titel einer Komposition von Niels Klein, um auf gleitende Weise möglichst große musikalische Entfernungen zurück zu legen. Mit "The 14. Voyage", einer weiteren Komposition von Klein, wird ebenfalls eine outerspacige Wegstrecke zurückgelegt. Marko Lackner wird mit "3,4" einen weiteren Gemeinschaftstitel beistehen. Auch werden sich beide Ensembles in je einem eigenen Titel aus ihren aktuellen Programmen präsentieren.

 

Konzerttermin

Sonntag, 20. September 2009, 11.45 Uhr

Festhalle Viersen, großer Saal

 

Mehr Informationen unter www.bujazzo.de

 







AUGEN-BLICKE

Auftragskompositionen, Bühnenperformance und Blog beim

diesjährigen „European Workshop for Contemporary Music“ - 15.09.2009

 

Am Donnerstag, den 17. September 2009 startet die siebte Arbeitsphase des „European Workshop for Contemporary Music“ (EWCM), eine Koproduktion von Deutschem Musikrat und „Warschauer Herbst“. Eine Woche lang studieren die 23 Teilnehmer des EWCM ein anspruchsvolles Programm unter der Leitung von Prof. Rüdiger Bohn ein, das sie am 24. September 2009 in Warschau uraufführen werden. Darunter die von Deutschem Musikrat und „Warschauer Herbst“ an André Werner in Auftrag gegebene Komposition „AUGEN-BLICKE“, ein musikalisch-künstlerischer Beitrag zum Thema Zeit.

 

Die eine Hälfte des Ensembles reist aus Deutschland an, die zweite Hälfte erwartet sie bereits in Warschau. Seit 2003 wird mit dem EWCM jährlich ein neues Programm einstudiert,

das Ensemble gehört inzwischen untrennbar zum Warschauer Herbst.

 

Internet-Blog “Cześć aus Warschau!“ – „Hallo Warszawa!“

 

Erstmals schreiben die Musiker in diesem Jahr ein Online-Tagebuch zum „European Workshop for Contemporary Music“, das auf den Internet-Seiten der „neuen musikzeitung“ (nmz) veröffentlicht wird. In dem Blog ist ab dem 17. September 2009 zu lesen, wie sie Schritt für Schritt die neuen Werke erarbeiten, Musikern aus anderen Ländern begegnen, Komponisten kennen lernen und schließlich ihr Konzert am 24. September in Warschau und am 6. Oktober 2009 in Dresden präsentieren. Fragen, kommentieren und diskutieren Sie mit unter: http://blogs.nmz.de/szenemusik/

 

Das Auftragswerk „AUGEN-BLICKE“ des Berliner Komponisten André Werner

 

Neben einem Repertoirestück der Neuen Musik von Iannis Xenakis wurden in diesem Jahr drei Kompositionsaufträge vergeben: an die beiden polnischen Komponisten Filip Matuszewski und Karol Nepelski sowie den Berliner Komponisten André Werner. Der Deutsche Musikrat und „Warschauer Herbst“ beauftragten mit André Werner auch die Künstlerin Heike Schuppelius, die Werners Werk als Live-Performance in Szene setzen wird.

 

André Werner überträgt das Prinzip der Fotografie auf seine Komposition, setzt es in Musik um. Ihn fasziniert der Kontrast von angehaltener und weiterlaufender Zeit, fließender und gestoppter Zeit. Zu seiner Komposition inspiriert wurde er von der Geschichte „Unverhofftes Wiedersehen“ von Johann Peter Hebel von 1809. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit Jahrzehnte zuvor und greift dem Phänomen der Fotographie vor: Eine 70-jährige Frau wird nach über 50 Jahren mit dem zutage geholten Leichnam ihres Verlobten konfrontiert. Der junge Bergmann war verschüttet worden und ist nach seiner zufälligen Wiederentdeckung und Bergung wie konserviert, hat das Äußere eines Zwanzigjährigen. Der Gesangstext in Werners Komposition basiert auf dem Text von Hebel sowie Zeitzeugenberichten und beschreibt das innere Erleben der Frau. Im Mittelteil des Werkes bildet diese Gesangspassage für Altstimme das emotionale Zentrum.

 

Die szenische Darstellung von „Augen-Blicke“ konzipierte die Berliner Künstlerin Heike Schuppelius. Sie wird die über 20-minütige Performance auf der Bühne ausführen und tritt gemeinsam mit dem Ensemble und der Alt-Solistin Maria Kowollik, Professorin für Gesang an der Hochschule für Künste Bremen, auf. Mit Wasser zeichnet sie auf speziell beschichteten Stoffbahnen. Die Zeichnungen erscheinen im Verlauf des Stückes und verschwinden wieder, vergleichbar dem Entwicklungsprozess der frühen Fotographien. Weitere Materialien werden während der Aufführung “belichtet” und so Motive sichtbar gemacht, die in ihrem Entstehen dokumentiert werden.

 

In den Programmheften und Einführungsvorträgen erläutern die jungen Musikwissenschaftlerinnen Lena Sperrfechter aus Berlin und Marta Śniady aus dem polnischen Lodz die Auftragskompositionen und stellen die Künstler vor.

 

Die Förderprojekte Zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrates werden maßgeblich durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert. Darüber hinaus wird der EWCM durch das Goethe-Institut und die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit unterstützt. Weitere Partner sind der „Warschauer Herbst“ und der Deutschlandfunk.

 

Nach der Arbeitsphase vom 17. – 24. September 2009 präsentiert das Ensemble Konzerte am 24. September 2009 beim „Warschauer Herbst“ und am 6. Oktober 2009 beim Dresdner Festival „TonLagen“. Der Deutschlandfunk sendet die Aufnahme des Warschauer Konzertes am 28. November 2009 ab 22.05 Uhr in der Sendereihe „Atelier neuer Musik“.

 

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

DIE TERMINE AUF EINEN BLICK

 

Probenphase des Workshops

17. – 24. September 2009 in der Musikhochschule Fréderic Chopin, Warschau

17. September 2009, 19.30 Uhr Filmvorführung für die Teilnehmer des EWCM in der Deutschen Botschaft in Warschau

 

Konzert Warschau

24. September 2009 um 19.30 Uhr im Witold Lutosławski Saal des Polnischen Rundfunks im Rahmen des Festivals „Warschauer Herbst“;

vorab um 18.30 Uhr Einführungsvortrag und Komponistengespräch

 

Konzert Dresden (Hellerau)

6. Oktober 2009 um 20.00 Uhr im Festspielhaus Hellerau im Rahmen des Festivals „TonLagen“; vorab um 19.00 Uhr Einführungsvortrag und Komponistengespräch

 

Sendetermin Deutschlandfunk

Die Konzertaufnahme aus Warschau wird am Samstag, den 28. November 2009 ab 22.05 Uhr in der Sendereihe „Atelier neuer Musik“ gesendet.

 







BuJazzO in der Reihe "Grundton D" des Deutschlandfunks - 09.09.2009

 

Aufbruch in neue Welten - Im Rahmen der Konzertreihe „Grundton D“ des Deutschlandfunks präsentiert das Bundesjazzorchester am Sonntag, 13. September in Potsdam sein Programm „Progressions“ von und mit Niels Klein.

 

„Synthese II – Progressions“ heißt das Programm, mit dem das BujazzO neue Welten erobert. Niels Kleins Musik vermittelt ein Gefühl von Spannung und Vorwärtsbewegung. Mit seinen Kompositionen für Jazzorchester schafft er ein neues Genre, das auf dem Boden vieler musikalischer Quellen wächst, dabei aber neuartige Formen und Farben hervorbringt. Sie lassen den Zuhörer in ein zutiefst gegenwärtiges und gleichzeitig nach vorn gewandtes Universum eintauchen, das ihn erst wieder loslässt, wenn die Oberflächenspannung nachlässt. Eine Synthese von Ruhe und Bewegung, von Klang und Rhythmus.

 

Mit „Progressions“ präsentiert das BuJazzO eine zeitgenössische Big Band-Musik, in der die einzelnen Musiker nicht nur "Section-Statisten" sind, sondern ihre persönliche musikalische Sprache einbringen dürfen, sollen und müssen. Durch Aufspaltung der Band in improvisierende Untergruppen entstehen unwiederholbare "Instant-Kompositionen" und oftmals verschwimmen die Grenzen zwischen festgelegtem und improvisiertem Material so stark, dass der Hornist Arkady Shilkloper den Begriff "Komprovisation" erfand um die Musik zu beschreiben.

 

Über den Dirigenten und Komponisten Niels Klein

 

Niels Klein gilt als einer der profiliertesten jungen Musiker der aktuellen deutschen Jazzszene. Er arbeitete als Saxophonist und Klarinettist bereits mit Jazzmusikern wie Peter Erskine, Vince Mendoza, Nils Wogram, Albert Mangelsdorf, WDR-BigBand, Jeff Hamilton, Underkarl, Florian Ross, Markus Stockhausen, Arkady Shilklpoer u.v.a. Als Leader sowie als Sideman trat er auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals auf wie dem Jazzfestival Berlin, Jazzbatlica Salzau, Moers Festival, Kopenhagen Jazz Festival, u.v.a. Besonderes Interesse erweckte er immer wieder mit seinen eigenen Projekten sowie als Komponist für Jazz-Orchester oder andere grössere (auch klassische) Ensembles. Er erhielt verschiedene Preise für Komposition und Improvisation wie den NRW Förderpreis 2004 oder den Förderpreis der Stadt Köln 2005.  Unter seinem Namen sind bisher 2 CDs erschienen: Niels Klein Trio (2004) und   Niels Klein Tentett (2007). 2009 arbeitet er erstmals auch als Dirigent der NDR-Big-Band. Mit seiner Komposition „Refractions“ (Lichtbrechungen) für das gemeinsame Programm des Bundesjugendorchesters mit dem Bundesjazzorchester gewann er den Europäischen Komponistenpreis 2009 der Young Euro Classics in Berlin.

 

Konzerttermin

13. September 2009, 17.00 Uhr

Potsdam, Schinkelhalle

 

Mehr Informationen unter www.bujazzo.de.

 







„European Workshop for Contemporary Music"

Neue Musik und Kulturaustausch zwischen Deutschland und Polen - 03.09.2009

 

Das Förderprojekt “European Workshop for Contemporary Music”(EWCM) ermöglicht seit 2003 den Austausch und die Verbreitung von zeitgenössischem Musikschaffen in Europa. Der Deutsche Musikrat und der „Warschauer Herbst“ – das polnische Festival für zeitgenössische Musik – sind die Projektträger dieser jährlich stattfindenden Koproduktion. In Warschau studieren in diesem Jahr 23 junge Musiker aus Deutschland, Polen und anderen europäischen Ländern ein anspruchsvolles Programm unter der Leitung des Dirigenten Prof. Rüdiger Bohn ein. Darin enthalten sind drei Uraufführungen: von dem Berliner Komponisten André Werner und den beiden polnischen Komponisten Filip Matuszewski und Karol Nepelski.

 

Nach der Arbeitsphase vom 16. – 24. September 2009 präsentiert das Ensemble Konzerte am 24. September 2009 beim „Warschauer Herbst“ und am 6. Oktober 2009 beim Dresdner Festival „TonLagen“. Der Deutschlandfunk sendet die Aufnahme des Warschauer Konzertes am 28. November 2009 ab 22.05 Uhr in der Sendereihe „Atelier neuer Musik“.

 

Mehr Info unter: www.musikrat.de/ewcm

 

„Unser Ziel ist es, das künstlerische Potential der jungen und hoch begabten Musikerinnen und Musiker europäischer Länder zusammenzuführen und ihnen eine intensive Zusammenarbeit und Präsentation in der Festivalszene zu ermöglichen“, sagt Dr. Kerstin Jaunich, die Leiterin der Förderprojekte für zeitgenössische Musik bei der Projektgesellschaft des Deutschen Musikrates. Darüber hinaus werbe das Projekt für die Idee eines neuen musikalischen Miteinanders, für gegenseitiges Verständnis und Vertrauen, betont Tadeusz Wielecki, Festivalleiter des renommierten „Warschauer Herbstes“.

 

Gemeinsam mit dem „Warschauer Herbst“ fördert der Deutsche Musikrat im siebten Jahr den kulturellen Austausch zeitgenössischer Musik. Dabei gilt der „Warschauer Herbst“ seit über 50 Jahren als eines der wichtigsten Musikfestivals in Europa. Der EWCM führt jedes Jahr Studierende und junge Profimusiker aus Europa zu einer einwöchigen Probenphase zusammen, bei der die besonderen Spieltechniken derNeuen Musik vertieft werden. Ausgewählte Bewerber, die bereits über Spielpraxis in zeitgenössischer Musik verfügen, können am Workshop teilnehmen. Auf dem Programm stehen sowohl Werke der klassischen Moderne als auch Uraufführungen junger europäischer Komponisten.

 

Für den diesjährigen Workshop wurden drei Kompositionsaufträge vergeben, die im Rahmen der Konzerte zur Uraufführung gebracht werden: der Deutschlandfunk beauftragte den polnischen Komponisten Filip Matuszewski – sein neues Werk trägt den Titel „ZuM“ – und der „Warschauer Herbst“ den ebenfalls aus Polen stammenden Karol Nepelski, sein neues Werk heißt „PRIMORDIUM: Naturalia“. Außerdem verpflichteten der Deutsche Musikrat und der „Warschauer Herbst“ den Berliner Komponisten André Werner und die Künstlerin Heike Schuppelius, die Werners Werk „AUGEN-BLICKE“ in Szene setzen wird. Komplettiert wird das Programm mit „Thalleïn“, einem Repertoirestück der Neuen Musik, von Iannis Xenakis. Der EWCM wird zudem von Lena Sperrfechter aus Berlin und Marta Śniady aus dem polnischen Lodz musikwissenschaftlich begleitet.

 

Die Förderprojekte Zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrates werden maßgeblich durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert. Darüber hinaus wird der EWCM durch das Goethe-Institut und die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit unterstützt. Weitere Partner sind der „Warschauer Herbst“ und der Deutschlandfunk.

 

DIE TERMINE AUF EINEN BLICK:

Probenphase des Workshops

16. – 24. September 2009 in der Musikhochschule Fréderic Chopin, Warschau

Konzert Warschau

24. September 2009 um 19.30 Uhr im Witold Lutosawski Saal des Polnischen Rundfunks im Rahmen des Festivals „Warschauer Herbst“; vorab um 18.30 Uhr Einführungsvortrag und Komponistengespräch

Konzert Dresden Hellerau

6. Oktober 2009 um 20.00 Uhr im Festspielhaus Hellerau im Rahmen des Festivals „TonLagen“; vorab um 19.00 Uhr Einführungsvortrag und Komponistengespräch

Sendetermin Deutschlandfunk

Die Konzertaufnahme aus Warschau wird am Samstag, den 28. November 2009 ab 22.05 Uhr in der Sendereihe „Atelier neuer Musik“ gesendet.







SchoolJam und MySpace erweitern Kooperation

Deutschlands größter Schülerbandwettbewerb startet wieder im September - 26.08.2009

 

Nachdem die Sieger aus dem letzten Jahr „Heavy Ride“ ihren Auftritt bei „Rock am Ring“ bereits im Mai mit vollem Erfolg hinter sich gebracht haben und jetzt durch Deutschland touren, können sich ab September wieder alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-13, sowie alle Jugendlichen in der Ausbildung bis 21 Jahre auf www.schooljam.de sowie per Post für SchoolJam, Deutschlands größtes Schülerbandfestival, bewerben. Bundesweit alle Schülerbands haben die Chance, bei einem der 15 RegioFinals mit je acht Bands, dabei zu sein und so einen Platz auf dem Spielplan bei „Rock am Ring“ zu ergattern.

 

In diesem Jahr konnte das Internetportal MySpace als exklusiver Medienpartner gewonnen werden. Erstmals erhalten 10 Bands, welche über das MySpace Band Radar ausgewählt werden, eine Wildcard für eines der RegioFinals.

 

Mehr Informationen dazu unter: www.myspace.com/schooljamfestival.

 

SchoolJam liegt in gemeinsamer Trägerschaft des Deutschen Musikrates und des MM-Musik-Media-Verlages und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

 

Mehr Informationen unter www.schooljam.de.

 







Mit Jazz und Klassik für Fairness, Einheit und Demokratie - 24.08.2009

 

Anlässlich des kulturellen Vorprogramms der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika und des 20. Jahrestages des Mauerfalls in Deutschland kooperieren das BundesJazzOrchester und das Bundesjugendorchester

 

Zwanzig Jahre Mauerfall und 60 Jahre Grundgesetz sind den jungen Musikern des Bundesjugendjazzorchester und des Bundesjugendorchesters Anlass für eine Konzerttournee mit Musik des „Third Stream“, der Vereinigung von Jazz und Klassik. Die beiden nationalen Jugendorchester feiern mit dieser Kooperation die Öffnung der Genres für Neues und die Entstehung einer dritten Strömung ganz bewusst im Zusammenhang mit dem Zusammenwachsen Deutschlands und als Symbol für die grenzüberschreitende Kraft von Musik. Diese Symbolkraft wird nicht nur in Deutschland deutlich werden, sondern ebenso im kulturellen Vorprogramm der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika zu verstehen sein. Musikalisch stehen Kompositionen für über 120 Mitwirkende, Jazzer und Klassiker auf dem Programm. Der Dirigent und Pianist für die Konzerte in Deutschland ist Dennis Russell Davies.

 

Nach mehr als sechs Jahren wird es damit erstmals wieder zu einer Zusammenarbeit der beiden Nachwuchsklangkörper kommen. Hatten sich 2003 beide Ensembles sowohl gemeinsam, als auch jeder für sich auf der Bühne präsentiert, werden nun ausschließlich Originalkompositionen für zwei Orchester aufgeführt. Die „Rhapsody in blue“ von George Gershwin ist wohl das berühmteste Beispiel für den starken Einfluss des Jazz’ auf die klassische Musik, hier noch im Gewand eines Sinfonieorchesters. Die ihm folgenden Komponisten lassen dann beide kompletten Orchester gemeinsam auf die Bühne treten und führen zwei weitesgehend getrennt existierende und sich unabhängig entwickelnde Musikgattungen zusammen. Hauptförderer der Tournee sind das Auswärtige Amt, das Goethe-Institut, die Daimler AG und die Deutsche Stiftung Musikleben. Medienpartner ist die Deutsche Welle.

 

Zur Vorbereitung wird es eine intensive Arbeitsphase in Deutschland geben. Als Probenort ist das Kleist-Forum in der Europastadt Frankfurt an der Oder ausgewählt worden. Eine Deutschland-Tournee mit Konzerten in Berlin, Bonn und Stuttgart ist den Konzerten in Südafrika vorangestellt. Innerhalb von vierzehn Tage in Südafrika sind vier repräsentative Konzerte in Städten wie Johannesburg/Pretoria, Bloemfontein, East London und Cape Town geplant. Mehrere Konzerte und Workshops in kleinen Städten sollen für Kontakte zwischen Musikern beider Nationen sorgen. 

 

Die Konzerttermine in Deutschland sind:

23.08.09   Konzert Berlin, Konzerthaus im Rahmen young.euro.classic,

Kartenbestellungen unter http://www.young-euro-classic.de oder telefonisch unter: (0)1805 / 56 81 00

25.08.09   Konzert Bonn, Museumsplatz, Solar World Summer Stage

Kartenbestellungen unter www.bonnticket.de oder telefonisch unter: 0180 / 5002968

26.08.09   Konzert Stuttgart, Liederhalle, Europäisches Musikfest, 

Kartenbestellungen unter www.musikfest.de oder telefonisch unter 0711 / 61921-0







14. August 2009: Musikforum "Kreativgesellschaft" - 07.08.2009

 

Mit dem Themenschwerpunkt „Kreativgesellschaft" wird am 14. August die neue Ausgabe des Musikforums, des Magazins des deutschen Musiklebens, erscheinen.

 

Das Musikforum befasst sich diesmal schwerpunktmäßig mit der Frage, welche Bedeutung Kreativität in Bezug auf die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland einnimmt. In den Beiträgen wird der Wandel der Kreativgesellschaft nachgezeichnet, die Lebenswelten der heutigen Kulturschaffenden dargestellt und der Frage nachgegangen, was eine Kreativgesellschaft ausmacht.

 

Wie entwickelt sich Kreativität? Welchen breiteren gesellschaftlichen Einfluss haben die Beiträge der Kreativen? Was ist der soziale Auftrag der traditionellen Kultur- und Kreativitätsstätten wie Oper und Orchester?

 

Das Musikforum enthält darüber hinaus das Supplement DMR Aktuell, das Informationen aus den Projekten und Mitgliedsverbänden des Deutschen Musikrates bereitstellt.

 

Die Themen im Überblick:

 

Fokusthema: „Kreativgesellschaft“

  • Wohin geht die Kultur- und Kreativwirtschaft? Michael Söndermann stellt die wirtschaftliche Bedeutung der Arbeit der Kreativen heraus
  • Was Kreativität für mich bedeutet …. Und wie ich sie erhalte. Exklusiv berichten Kulturschaffende wie Hans-Christoph Rademann und Uschi Brüning, was Kreativität für sie bedeutet und wie man ein Leben lang neue Zugänge finden kann
  • Wem gehört die Musik? Dieter Gorny geht der Eigentumsfrage auf den Grund
  • „Ich hab kein Geld, aber du kannst es haben“. Andrea Rothaug deckt die prekären Arbeitsbedingungen und schwache Finanzkraft der Musikschaffenden auf
  • Musikalische Denkstile – Nur eine Frage der Kultur? Wie unser musikalisches Denken funktioniert beantwortet Gunter Kreutz
  • Mit einem Lächeln im Gesicht. Warum die Entwicklung und Förderung von Kreativität in jedem Alter möglich und sinnvoll ist. Von Eckart Altenmüller
  • „Wir locken mit Vielfalt“. Warum Alexander von Maravic, Intendant der Oper Leipzig, seine Institution trotz aller Sparnotwendigkeiten als Zentrum von Vielfalt und Innovation versteht
  • Wie die EU durch Mozart kreativ und innovativ wurde. Simone Dudt über die Projekte des Europäischen Jahres 2009 – dem Jahr der Kreativität und Innovation
  • Es geht um die Freiheit der Kunst. Zum politischen Potential und der sozialen Bedeutung der Künstlersozialkasse äußert sich Sabine Schlüter
  • „Wissen allein ist totes Kapital“ – Albert Schmitt zur sozialen Verantwortung von Musikern

 

Akzente:

  • Grieg – der Europäer. Zum Internationalen Edvard-Grieg-Kongress 2009 und dessen Ziel, Grieg als prominenten Vertreter europäischer Musiktraditionen bekannt zu machen, äußert sich Patrick Dinslage

 

Portrait:

  • Leben für die Musik und das politische Engagement. Richard Jakoby zum ehrenamtlichen Engagement in Deutschland am Beispiel von Lore Auerbach
  • Von Antrieb und unbegrenzter Neugier weiß Herbert Blomstedt zu berichten. In einem Interview spricht der Dirigent über seinen musikalischen Werdegang

 

Bildung/Forschung:

  • Eine Hand für Kinder. Gudrun Schröfel stellt das Chorzentrum Hannover vor. Vom Singen im Kindergarten bis hin zum Master Studiengang Chorleitung gibt es dort eine Vielzahl von Angeboten rund um das gemeinsame Singen

 

Dokumentation:

  • Verdienter Lohn für Ideen und Innovation – ein Beitrag über die Verleihung des INVENTIO 2008, der dieses Jahr zum fünften mal vom  Deutschen Musikrat und der Stiftung „100 Jahre YAMAHA“ für innovative musikpädagogische Projekte vergeben wurde

 

DMR Aktuell:

  • Das Supplement beinhaltet Nachrichten aus den Projekten und Mitgliedsorganisationen des Deutschen Musikrates

 

 

Dies und vieles mehr ab dem 14. August 2009 im Musikforum, zu bestellen unter:

 

Schott Music

Leserservice - Postfach 36 40

55026 Mainz

Deutschland

Telefon. +49 6131 24 68 57

Fax. +49 6131 24 64 83

e-Mail: zeitschriften.leserservice@schott-music.de

Internet: www.musik-forum-online.de, www.kreativ-gesellschaft.de

 

Das Musikforum wird vom Deutschen Musikrat in Zusammenarbeit mit Schott Music herausgegeben.







Kulturelle Vielfalt: Chance für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk - 30.07.2009

 

Seit dem 01. Juni 2009 ist der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag in Kraft.

Alle öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind seitdem verpflichtet,

den Dreistufentest für alle öffentlich-rechtlichen Telemedienangebote durchzuführen.

 

Dazu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates, und Dr. Ulrike Liedtke, Vorsitzende des Rundfunkausschusses der Konferenz der Landesmusikräte:

 

„Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist konstitutiver Bestandteil des Kulturlandes Deutschland. Mit seiner breiten Angebotspalette orientiert sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht nur an der bestehenden Nachfrage, sondern erzeugt diese auch. In der Kombination von journalistisch abgesicherter Qualitätsarbeit und einer demokratisch strukturierten Programmbegleitung ergibt sich ein weltweit einzigartiges Konstrukt bildungskultureller Informationsvermittlung und Unterhaltung. Für den Deutschen Musikrat ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht nur ein Spiegelbild, sondern auch ein Seismograph für die kulturelle Vielfalt in unserem Land. Angesichts eines sich verändernden Nutzerverhaltens und der Konvergenz der Medien ist es deshalb folgerichtig, dass mit dem Inkrafttreten des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrages die Telemedienangebote zum originären Aufgabenbereich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehören.

 

Die föderative Struktur und der gesellschaftspolitische Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erlauben es, die Breite und Tiefe der kulturellen Vielfalt in Deutschland zu spiegeln und zu verstärken. Damit erfüllt der öffentlich-rechtliche Rundfunk strukturell und konzeptionell die Voraussetzungen zur Umsetzung der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt. Diese von über 90 Mitgliedsstaaten –  unter anderem von der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union – ratifizierte, völkerrechtlich verbindliche Konvention stellt auf internationaler Ebene zum ersten Mal einen gleichgewichtigen Zusammenhang zwischen dem Schutz und Erhalt des kulturellen Erbes, dem Schutz und Erhalt der zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen (Stil übergreifend und einschließlich der bisher bekannten Jugendkulturen) und dem Schutz und der Förderung der anderer Kulturen im eigenen Land her. In der Umsetzung dieser drei Grundsäulen der UNESCO-Konvention ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht nur strukturell und konzeptionell, sondern auch faktisch auf einem guten Weg, wie die den Rundfunkräten bisher vorgelegten Telemedienkonzepte deutlich werden lassen. In der Abgrenzung zu den Angeboten privatrechtlicher Medien ergibt sich eine Fülle von originären Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die allerdings bei weitem noch nicht vollständig bewältigt sind.

 

Die Diskussion um das Dogma der Mehrheitsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zeigt den schmalen Grat in der Programmgestaltung auf. Würde der Rundfunk durch seine Programmangebote nur noch eine Minderheit der Seher und Hörer erreichen, wäre er nicht mehr in der Lage, seiner öffentlichen Aufgabe hinreichend nachzukommen. Ebenso wichtig wie Fernsehen und Hörfunk ist hier das Angebot von Online-Inhalten, die vor allem von Jüngeren genutzt werden, um auch diese Bevölkerungsgruppe weiterhin erreichen zu können. Steht eine möglichst hohe Reichweite jedoch an erster Stelle, stellt sich die Frage nach der Berechtigung eines öffentlich finanzierten Angebotes auch im Verhältnis zu den privatrechtlichen Medien. Der Dreistufentest kann ein Hilfsmittel dazu sein, die Balance zwischen Bedarfsdeckung und Interessenweckung herzustellen. Unabdingbare Voraussetzung ist und bleibt, dass in allen entscheidungsrelevanten Positionen das Bewusstsein für den Wert der Kreativität und damit für den immensen Reichtum an kultureller Vielfalt in unserem Land im Sinne der gleichnamigen UNESCO-Konvention erhalten und gestärkt wird.

 

Die Konvention zur kulturellen Vielfalt bietet nicht nur eine ausgezeichnete Begründungslage für den gesellschaftlichen Mehrwert des publizistischen Wettbewerbs, sondern ist auch Berufungsgrundlage für die Sicherung und den notwendigen Ausbau der kulturellen Vielfalt bei den Angeboten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Hörfunk, Fernsehen und Internet.

 

Der Dreistufentest eröffnet im Kontext der notwendigen Gutachten nicht nur die Chance einer Professionalisierung und damit erhöhten Transparenz bei den Telemedienkonzepten nach innen und außen, sondern verbessert die sachbezogene Argumentationsgrundlage in den Auseinandersetzungen auf europäischer Ebene. Dieser Prozess erfordert Augenmaß – die Durchführung des Dreistufentests darf nicht zu Lasten von Programminhalten erfolgen, die notwendigen Gutachter-Kosten müssen in vertretbarem Rahmen bleiben. Ziel des Dreistufentests ist und bleibt ein für den Nutzer sinnvolles, qualitativ hochwertiges und zeitgemäßes Online-Angebot als dritte Säule des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

 

Fazit zum neu etablierten Verfahren des Dreistufentests:

 

1.      Die UNESCO-Konvention zur kulturellen Vielfalt sollte die zentrale Handlungsgrundlage in der konzeptionellen Fortschreibung der Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks darstellen.

2.      Bei der Fortschreibung der Telemedienkonzepte sollten die Nutzerinteressen im Vordergrund stehen, nicht dagegen die wirtschaftlichen Interessen anderer Wettbewerber. Aus Nutzersicht ist entscheidend, dass öffentlich finanzierte Angebote auch allen Bevölkerungsgruppen frei zugänglich sind und dies über einen möglichst langen Zeitraum. Das Kriterium des „Sendungsbezugs“ bzw. der „Programmbegleitung“ ist für die Nutzer zweitrangig, wenn die Angebote für sie einen Mehrwert haben. Kulturelle Themen sollten z. B. aus Sicht des Deutschen Musikrats über Mediatheken langfristig abrufbar bleiben bzw. im Internet vertieft behandelt werden können. Unabhängig davon bleibt eine große Notwendigkeit, Angebote im Sinne der Bewusstseinsbildung für den Wert der Kreativität auszubauen, bestehen.

3.      In der Kulturberichterstattung und -vermittlung sowie Dokumentation des Kulturlebens sind bei einigen Sendern durchaus Defizite erkennbar. In der Weiterentwicklung der Angebote ist es wichtig, die gesellschaftliche Relevanz nicht nur an quantitativen Maßstäben, sondern auch an dem prägenden und mittelfristig angelegten Aspekt der Nachfrageerzeugung und Bewusstseinsbildung auszurichten.

4.      Qualitativ hochwertige Angebote erfordern eine angemessene Vergütung der Urheber und Leistungsschutzberechtigten. Diese ist insbesondere vor dem Hintergrund des Nutzerverhaltens bei den Telemedien sicher zu stellen.

5.      Die Beteiligung der organisierten Zivilgesellschaft sollte im Dialog mit den Rundfunkräten ausgebaut werden. Dafür sollten längere Beteilungsfristen angesetzt werden.“

 







European Movement Jazz Orchestra: Frischer Jazz mit viel Energie, Virtuosität und Humor - 24.07.2009

 

Das European Movement Jazz Orchestra (EMJO), das aus der Europäischen Ensemble-Akademie 2007 hervorgegangen ist, gastierte in diesem Sommer in Slowenien. Auf eigene Initiative der jungen Jazzmusiker, unterstützt vom Auswärtigen Amt und in Trägerschaft des Deutschen Musikrates spielte das EMJO nach mehrtägiger Probephase auf zwei bedeutenden slowenischen Jazz-Festivals, dem Festival Lent in Maribor und dem 50. Jazz Festival Ljubljana. Unter Leitung von Izidor Leitinger präsentierte die Big Band insbesondere Eigenkompositionen der Ensemblemitglieder und begeisterte das slowenische Publikum durch anspruchsvolle solistische Darbietungen.

 

Nach Tourneen durch Deutschland, Portugal (2007) und Slowenien (2008) mit jeweils wechselnden Gastdirigenten machte das Ensemble, das sich aus portugiesischen, slowenischen und deutschen Musikern zusammensetzt, im Juli zum zweiten Mal in der südosteuropäischen Republik Station. „Das European Movement Jazz Orchestra steht für zeitgenössischen und frischen Jazz mit reichlich Energie, Mut, Virtuosität und Humor”, so Dirigent Izidor Leitinger. „Ohne Genregrenzen Beachtung zu schenken, bewegt sich das EMJO geschickt zwischen verschiedenen zeitgenössischen Richtungen – zwischen Jazz, klassischer, improvisierter und Neuer Musik.“

 

Das EMJO vereint junge Jazzmusiker der drei genannten Länder, die mit ihrer Musik einen starken Einfluss auf die nationale und internationale Jazzszene ausüben. Es verbindet musikalische Elemente, die auf den ersten Blick unvereinbar erscheinen – wie portugiesischen Fado, slowenische Dichtung und deutsche Blasmusik – zu einem spannenden europäischen Mix. Seit seiner Gründung im Jahr 2007 hat sich das EMJO in kürzester Zeit zu einem einzigartigen Klangkörper mit unverwechselbarem Sound und zu einem Juwel der europäischen Jazzszene entwickelt.

 

Weitere Informationen unter www.emjo.eu.

 

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„Vier Monate Venezuela“: Impulse für Deutschland - 20.07.2009

 

Am vergangenen Freitag, 17. Juli 2009 hat in Nürnberg die Evaluationsveranstaltung zum Projekt „Vier Monate Venezuela“ des Deutschen Musikrates statt gefunden. Die Teilnehmer des Projektes tauschten in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Nürnberg, Dr. Ulrich Maly, und des stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Orchestervereinigung, Werner Burkhoff, Erfahrungen und inhaltliche Anregungen aus. Der Deutsche Musikrat war durch seinen Präsidenten Prof. Martin Maria Krüger und Generalsekretär Christian Höppner vertreten.

 

Dazu Prof. Martin Maria Krüger: „Das Projekt ’Vier Monate Venezuela’ ist ein wichtiger Baustein der Auswärtigen Musikpolitik des Deutschen Musikrates, die nicht nur auf Begegnung und Dialog angelegt ist, sondern international beispielhafte Ansätze von Jugendkulturarbeit auch in Deutschland verstärken möchte. Hierzu bedarf es einer Bewusstseinsbildung bei den politischen Entscheidungsträgern, Musikalische Bildung auch als Sozialarbeit zu betrachten. Die musikpolitischen und -pädagogischen Ansätze von ‚El Sistema’ in Venezuela sind aufgrund der unterschiedlichen Strukturen nicht 1:1 auf Deutschland übertragbar, konnten bei den Musikpädagoginnen und -pädagogen jedoch wichtige Impulse setzen, die diese auch als Multiplikatoren innerhalb der deutschen Musiklandschaft weiter tragen können.“

 

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly sagte zu der Idee der Übertragung: „Das ist die Denksportaufgabe unserer Zeit: Wie ermöglicht man angesichts schrumpfender öffentlicher Haushalte allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zur Welt der Musik?“

 

Das Projekt „Vier Monate Venezuela“ wurde unterstützt von der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen, dem Auswärtigen Amt, dem Goethe-Institut, der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Deutschen Orchestervereinigung und dem Verband deutscher Musikschulen.







Deutscher Musikwettbewerb Komposition 2010

Bis zum 10. Dezember Werke für Kontrabass solo oder Cembalo solo gesucht! - 13.07.2009

 

Der Deutsche Musikwettbewerb Komposition ist zum zweiten Mal ausgeschrieben. Nach erfolgreichem Start des Wettbewerbs mit gleich drei Preisträgern, deren Werke für Duo Klarinette/Klavier bzw. Saxophonquartett im Mai in der Philharmonie Essen uraufgeführt wurden, werden im Rahmen des DMW Komposition 2010 bis zum 10. Dezember 2009 Werke für Kontrabass solo oder für Cembalo solo gesucht.

 

Teilnahmeberechtigt sind Komponistinnen und Komponisten bis zum Alter von 31 Jahren, welche die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen oder an einer Musikhochschule in Deutschland studieren oder seit mindestens fünf Jahren in Deutschland leben. Dotiert ist der Wettbewerb mit 5.000 Euro (Preis der Philharmonie Essen) und 1.500 Euro (Kompositionsauftrag des Deutschlandfunk). Für die Jury konnten erneut die Komponisten Christian Jost, Dr. Charlotte Seither und Prof. Manfred Trojahn sowie der Deutschlandfunk-Fachredakteur Frank Kämpfer und der Pianist und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Siegfried Mauser gewonnen werden.

 

Die Ausschreibung zum DMW Komposition steht unter www.musikrat.de/dmw zum Download bereit oder kann unter musikwettbewerb@musikrat.de, Tel: 0228/2091-160 angefordert werden.

 

Ziel des vom Deutschen Musikrat in Kooperation mit der Philharmonie Essen und dem Deutschlandfunk ausgeschriebenen Wettbewerbs ist die Schaffung neuer Werke für ausgewählte Kammermusikbesetzungen und deren Uraufführung sowie deren Verbreitung durch zahlreiche Wiederaufführungen im Rahmen des Deutschen Musikwettbewerbs und der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler.

 

Weitere Informationen unter www.musikrat.de/dmw.







Ursula von der Leyen würdigt Tag der Musik - 18.06.2009

 

Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, würdigt die Initiative Tag der Musik, die am vergangenen Wochenende zum ersten Mal durchgeführt wurde: „Der Tag der Musik ist eine zukunftsweisende Initiative, um die Vielfalt und Qualität unseres Musiklebens in Deutschland hervorzuheben. Gerade für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen spielt Musik und deren Vermittlung eine entscheidende Rolle. Der Tag der Musik ermöglicht den kommunalen Musikschulen in unserem Land, ihre hervorragende Arbeit einer breiten Öffentlichkeit

zu Gehör zu bringen. Aber Musizieren ist natürlich nicht nur etwas für Kinder; Erwachsene und ältere Menschen freuen sich genauso daran. Nach dem erfolgreich durchgeführten Musikpreis 50+ danke ich dem Deutschen Musikrat mit seinem großen bürgerschaftlich engagierten Netzwerk für den neuen, wichtigen Impuls, den er mit dem Tag der Musik setzt.“

 

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Der Deutsche Musikrat freut sich sehr über die breite Aufmerksamkeit und das hohe Maß an Unterstützung für den Tag der Musik, was durch die Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und die Stellungnahme von Bundesministerin von der Leyen zusätzlich unterstrichen wird.

 

Wir haben mit dem ersten Tag der Musik einen Auftakt zur Umsetzung der beiden zentralen Zielstellungen gegeben: ein Schaufenster für die Kulturelle Vielfalt und den musikalischen Reichtum zu öffnen und Impulse für den Erhalt und Ausbau dieser Vielfalt zu setzen. So freue ich mich, dass der nächste Tag der Musik vom 17. bis 21. Juni 2010 stattfinden wird.

 

Ich danke allen Beteiligten für die überwältigende Teilnahme und den mitreißenden Enthusiasmus am diesjährigen Tag der Musik. Dieser Erfolg wäre ohne die Unterstützung der Landesmusikräte und einiger Bundesverbände nicht denkbar gewesen. Ein besonderes Signal auf Länderebene setzte Bürgermeister Ole von Beust in Hamburg.“

 

Der Tag der Musik ist eine vom Deutschen Musikrat und dem Verein Tag der Musik partnerschaftlich verantwortete Initiative.

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de







Ausschreibung zum Deutschen Musikwettbewerb 2010 in Bonn erschienen - Anmeldungen in 13 Kategorien bis zum 16. November möglich - 15.06.2009

 

 

Bis zum 16. November können sich junge professionelle Musikerinnen und Musiker zum Deutschen Musikwettbewewerb 2010 (DMW) anmelden, der vom 15. bis zum 27. März 2010 in Bonn stattfindet.

 

Der DMW ist ausgeschrieben in den Kategorien Gesang, Violoncello, Trompete, Tuba, Gitarre, Orgel, Schlaginstrumente, Klavierpartner, Duo Violine/Klavier, Duo Flöte/Klavier, Klaviertrio, Bläserquintett und Ensembles für Neue Musik.

 

Für das Orchesterfinale und das Abschlusskonzert der Solisten steht das Beethoven Orchester Bonn zur Verfügung. Den Preisträgerinnen und Preisträgern, Stipendiatinnen und Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbs winken Geldpreise und Fördermaßnahmen wie die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler, die Vermittlung von Preisträgerkonzerten oder die Produktion einer Debüt-CD.

 

Die Ausschreibung zum DMW 2010 steht unter www.musikrat.de/dmw zum Download bereit oder kann per Email (musikwettbewerb@musikrat.de) bzw. telefonisch (0228/2091-160) angefordert werden.

 

Der DMW wird vom Deutschen Musikrat unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten getragen und von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Bundesstadt Bonn gefördert. An den Förderungsmaßnahmen beteiligen sich die Kulturstiftung der Länder und die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL).

 

 

 







Tag der Musik war ein voller Erfolg - 15.06.2009

 

Rund 560.000 Besucher feierten am vergangenen Wochenende in ganz Deutschland den ersten Tag der Musik.

 

90.000 Laien- und Profimusiker griffen am vergangenen Wochenende in die Tasten, zupften die Saiten und trommelten den Rhythmus. Der erste Tag der Musik unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler war ein voller Erfolg. Auf rund 1.500 Veranstaltungen deutschlandweit

überzeugten sich 560.000 Besucher zwischen dem 12. und 14. Juni davon, dass Deutschland ein Musikland ist.  

 

Straßenmusik in Neustadt, Blasmusik in Unna, Tango in Würzburg – Deutschland stellte am vergangenen Wochenende seine Musikalität unter Beweis. „Der große Zuspruch und die vielen positiven Rückmeldungen zum Tag der Musik haben alle Erwartungen übertroffen. Dass sich so viele Menschen im ersten Jahr beteiligen, zeigt, wie wichtig eine solche Initiative für den kulturellen Zusammenhalt in unserem Land ist. Die hohe Beteiligung im gesamten Bundesgebiet setzt auch ein wichtiges Signal für die Politik: Die enorme Kulturelle Vielfalt in Deutschland bedarf des Schutzes und der Förderung“, so Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates und stellvertretender Vorsitzender des Vereins Tag der Musik.

 

Unter allen Teilnehmern, die ihren Beitrag zum Wettbewerb im Generalsekretariat des Deutschen Musikrates angemeldet haben, kürt eine prominent besetzte Jury die Gewinner. Dazu können ab 16. Juni bis einschließlich 30. Juni die Videos auf der Internetseite www.tag-der-musik.de hochgeladen werden. Die Beiträge sollten jedoch die Länge von fünf Minuten nicht überschreiten. Die Sieger werden im Rahmen der Zentralveranstaltung zum Tag der Musik 2010 auftreten und im Musikforum, dem Magazin des deutschen Musiklebens, vorgestellt.

 

Die Initiatoren des Tages der Musik möchten sich bei allen Musikern und Gästen herzlich bedanken. Nach diesem erfolgreichen Auftakt ist für das kommende Jahr zusätzlich eine zentrale Großveranstaltung geplant. Von nun an soll jedes Jahr ein Tag ganz der Musik gewidmet sein und so eine breite öffentliche, politische und mediale Wahrnehmung erzeugen.







Schuldenbremse sorgt nicht für Generationengerechtigkeit  - 12.06.2009

 

Am heutigen Freitag, den 12. Juni 2009 wird im Bundesrat über die Föderalismusreform II abgestimmt. Kernstück ist die so genannte Schuldenbremse.

 

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „So wichtig die Begrenzung der Schuldenlast der öffentlichen Hand ist, so wichtig ist es auch, Bildung und Kultur im Sinne einer aktiven Selbsterfahrung zugangsoffen für alle Bürgerinnen und Bürger zu halten. Ausfallender Musikunterricht und 100.000 Kinder und Jugendliche, die kürzungsbedingt auf den Wartelisten der kommunalen Musikschulen stehen, sind das falsche Signal auf dem Weg zu einer Wissens- und Kreativgesellschaft.

 

Generationengerechtigkeit definiert sich nicht nur an der Höhe der Schuldenberge, die wir künftigen Generationen hinterlassen, sondern auch an dem Maß an kultureller Teilhabe. Wer keine oder nur eine eingeschränkte Chance hat, seine kulturellen Wurzeln zu finden und zu entwickeln, wird auch nur einen eingeschränkten Beitrag zum Zusammenhalt und zur Entwicklung unserer Gesellschaft leisten können. Gerade in dieser krisenhaften Zeit müsste wesentlich mehr in das Herzstück einer funktionierenden Gesellschaft – die Kultur – investiert werden.

 

Es ist bezeichnend, dass sich für das Staatsziel Kultur keine Mehrheit im Bundestag gefunden hat, die Schuldenbremse diese Hürde aber bereits genommen hat. Sollte die Föderalismusreform II auch den Bundesrat mit der erforderlichen Mehrheit passieren, wird dies kein positiver Beitrag zur Generationengerechtigkeit sein, weil bei Bildung und Kultur massive Kürzungen zu erwarten sind.“

 







Start der 7. Bundesbegegnung Jugend jazzt in Hannover vom 11.-14. Juni 2009 - 10.06.2009

 

Die Preisträgerensembles der Bundesländer treffen sich zu Wettbewerb, Workshop und Jazzrallye in der Landeshauptstadt Niedersachsens.

 

An zwei Wettbewerbstagen präsentieren sich die jungen Nachwuchstalente in öffentlichen Konzerten in der Tellkampfschule Hannover. Als Preise winken Studioaufnahmen, Solisten-, Mentoren und Konzertpreise sowie der vom Deutschen Musikrat ausgerichtete „Zentrale Jazz Workshop“, der sich der intensiven Förderung aller Teilnehmer widmet.

 

Hauptkonzerte der Bundesbegegnung sind das abschließende Preisträgerkonzert am Sonntag, 14. Juni, 11.00 im Galeriegebäude der Königlichen Gärten Herrenhausen (Eintritt frei) im Beisein der Hauptförderin, Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen, sowie am Vorabend, Samstag, 13. Juni, 20.00 Uhr, im Theater am Aegi das Konzert unter dem Motto "German Jazz Generations": Die Jazzexperten, die als Juroren, Dozenten und Berater während der Bundesbegegnung fungieren, musizieren selbst, wohlklingende Namen der deutschen Szene wie Julia Hülsmann (Klavier), Sandra Hempel (Gitarre), Céline Rudolph (Gesang), Frederik Köster (Trompete), Joe Gallardo (Posaune), Michael Küttner (Schlagzeug) und Emil Mangelsdorff (Saxophon).

 

In attraktiven Doppelkonzertabenden in verschiedenen hannoverschen Spielstätten am Donnerstag und Freitag, 11. und 12. Juni, präsentieren sich die jungen Talente aus ganz Deutschland zusammen mit Jazzbands aus der Region. Einbezogen in diese Konzerte sind der Jazzclub Hannover, der Club "Marlene", das "Ferry" im Freizeitheim Linden, der "Kulturpalast" an der Deisterstraße, die Konzertreihe "Jazz am Ballhof", das Bechstein-Centrum in der Königstraße und der Hermannshof in Völksen.

 

Förderer der 7. Bundesbegegnung "Jugend jazzt" sind neben dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Deutschlandfunk (der im Nachhinein eine lange „Jugend jazzt"-Nacht ausstrahlen wird) das Land Niedersachsen, die Niedersächsische Lottostiftung, die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Landeshauptstadt Hannover. Als Kooperationspartner fungieren die Tellkampfschule, Partnerschule des Jazzclubs Hannover, der Jazzclub, die Musikschule der Landeshauptstadt Hannover, die Hochschule für Musik und Theater sowie die Jazzmusikerinitiative Hannover.

 

Weitere Informationen unter www.jugend-jazzt.de.







50.000 Musiker beim Tag der Musik - 05.06.2009

 

Weiteres Leuchtturmprojekt des Märkischen/Berliner Turnerbundes mit 800 Beteiligten.

 

Deutschlandweit beteiligen sich über 50.000 Musikerinnen und Musiker am ersten Tag der Musik. Alleine der Märkische/Berliner Turnerbund nimmt mit 18 Spielleutevereinen und rund 800 Musikern als weiteres Leuchtturmprojekt am Tag der Musik teil. In über 1.400 Veranstaltungen werden zum Tag der Musik Musikakteure in allen Teilen der Bundesrepublik ganz unterschiedliche Programme

präsentieren: von Schulkonzerten über Percussion-Workshops bis hin zu Sinfoniekonzerten.

 

Die Landesmeisterschaft und FANFARONADE 2009 des Märkischen/Berliner Turnerbundes findet am 6. Juni 2009 von 10.00 bis 17.00 Uhr in Cottbus unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Cottbus, Frank Szymanski, statt.

 

Die vom Deutschen Musikrat und dem Verein Tag der Musik verantwortete Initiative findet dieses Jahr erstmals vom 12. bis 14. Juni mit Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet statt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler. In einer Brückenkategorie können auch Veranstaltungen, die außerhalb dieser drei Tage stattfinden, unter das Motto Tag der Musik gestellt werden. So wird die musikpolitische Botschaft ganzjährig in die Öffentlichkeit transportiert.

 

Anmeldungen und weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de







Rotary-Orchester Deutschland unterstützt Tag der Musik - 26.05.2009

 

Das Rotary-Orchester Deutschland unterstützt die Idee und Durchführung des Tages der Musik.

 

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Den Deutschen Musikrat und das Rotary-Orchester Deutschland verbinden in ihrer ehrenamtlichen Arbeit viele gemeinsame Ziele. Zu diesem Engagement für ein lebendiges Musikland Deutschland gehört auch das Einfordern besserer Rahmenbedingungen, insbesondere für die musikalische Bildung und den Schutz des

Geistigen Eigentums: Das sind keineswegs Nischenthemen, sondern zentrale Eckpunkte für die Entwicklung unserer Gesellschaft. Die Schirmherrschaft des Bundespräsidenten unterstreicht zusätzlich die Bedeutung dieser Themen, gerade in krisenhaften Zeiten.

 

Der Deutsche Musikrat und das Rotary-Orchester Deutschland wollen mit ihrer Arbeit einen Beitrag dazu leisten, die Kulturelle Vielfalt auf der Grundlage der gleichnamigen UNESCO-Konvention in unserem Land zu erhalten und auszubauen.“

 

Die vom Deutschen Musikrat und dem Verein Tag der Musik verantwortete Initiative findet dieses Jahr erstmals vom 12. bis 14. Juni mit Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet statt. Anmeldungen sind noch bis 5. Juni 2009 über das Generalsekretariat des Deutschen Musikrates (tagdermusik@musikrat.de) möglich.

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de

 

 








BR/Alexander Heinzel

Feierliche Verleihung des Eugen-Jochum-Stipendiums an Patrick Lange - 22.05.2009

 

Im Rahmen eines Konzertes mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, welches unter Leitung von Herbert Blomstedt stand, wurde Anfang Mai 2009 das erste Eugen-Jochum-Stipendium im Münchner Gasteig vergeben.

 

Der Präsident der Eugen-Jochum-Gesellschaft Dr. Georg Simnacher, Maestro Herbert Blomstedt und Eugen Jochums Tochter, Veronika Jochum von Moltke, erinnerten bei der Verleihung an den großen Dirigenten und ermunterten den Stipendiaten, sich an dessen Schaffen und Wirken zu orientieren. Das Stipendium war von der Eugen-Jochum-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrates entwickelt worden. Es ist mit 5.000 Euro dotiert und beinhaltet die Verpflichtung zu Konzerten in Ottobeuren.

 

Auf dem Konzertprogramm des Abends standen mit Sinfonien von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 338) und Anton Bruckner (9. Sinfonie) die beiden Komponisten, mit deren Werken sich Eugen Jochum zeit seines Schaffens intensiv auseinandersetzte. Als Gründer und erster Chefdirigent des Sinfonieorchesters des BR, welches im Jahr 2009 seinen 60. Geburtstag feiert, wird Eugen Jochums Wirken und seine Sicht auf den Dirigentenberuf durch das neu ausgelobte Stipendium einer nachwachsenden Generation junger Dirigenten vermittelt.

 

Der Stipendiat Patrick Lange ist seit 2008 Chefdirigent des Orchestre de Chambre de Genève und zugleich 1. Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin. Er studierte Dirigieren an den Musikhochschulen in Würzburg und Zürich. Im Sommer 2005 wurde er von Claudio Abbado zum Assistenzdirigenten des Gustav Mahler Jugendorchesters (GMJO) ernannt. Für seine Tätigkeit beim GMJO erhielt er im April 2007 den Europäischen Förderpreis der Europäischen Kulturstiftung. Seit 2005 ist Patrick Lange Stipendiat des DIRIGENTENFORUMs und besuchte bereits Kurse bei Eri Klas, Sebastian Weigle, Marc Piollet und Kurt Masur.






 

Deutscher Kulturrat erfreut über hohe Wertschätzung des Tags der Musik - 19.05.2009

 

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, freut sich, dass Bundespräsident Horst Köhler die Schirmherrschaft für den Tag der Musik übernommen hat und damit die Bedeutung des kulturellen Lebens in Deutschland würdigt. Der Deutsche Kulturrat unterstützt als Partner den Tag der Musik.

 

Der Tag der Musik findet erstmals vom 12. bis 14. Juni dieses Jahres statt. Mit dem Tag der Musik soll mit lokalen und regionalen Konzerten und Veranstaltungen die Vielfalt des Musiklands Deutschland gezeigt werden. Am Tag der Musik können sich Laien und Profis beteiligen. Die Bandbreite reicht von Kindergärten, Schulen, Musikschulen, Orchestern, Chören bis zu Musikvereinen. Alle musikalischen Genres sind möglich. Bereits geplante Veranstaltungen können unter das Motto Tag der Musik gestellt werden. Aktuell gibt es über 1.100 Beteiligungsmeldungen – sowohl aus der professionellen als auch aus der Laienmusikszene.

 

Der Tag der Musik wird gemeinsam vom Deutschen Musikrat e.V. und dem Verein Tag der Musik e.V. getragen.

 

Weitere Informationen unter: www.tag-der-musik.de.

 







 

UNESCO-Konvention muss für alle verbindlich sein - 19.05.2009

 

Kulturelle Vielfalt bedarf des Schutzes und der Förderung

 

Der Deutsche Musikrat appelliert zum diesjährigen „UNESCO-Welttag der Kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung“ am 21. Mai an die Mitglieder des Deutschen Bundestages, die rechtlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung der „UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ zu schaffen.

 

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Der Vorschlag des Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, Hans-Joachim Otto (FDP), ein ‚nationales UNESCO-Welterbe-Ausführungsgesetz’ zu verabschieden, macht deutlich, dass es offenkundig generell bei der Umsetzung der UNESCO-Konventionen Lücken gibt. Es kann nicht sein, dass eine vom Deutschen Bundestag ratifizierte UNESCO-Konvention mit völkerrechtlicher Verbindlichkeit bei der Umsetzung auf Länder- und Kommunalebene keine Bindungswirkung entfaltet. Deshalb ist es noch in dieser Legislaturperiode dringend geboten, auch die ‚UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen’ in diese Ausführungsgesetzgebung mit einzubeziehen.

 

Die Kulturelle Vielfalt bildet das Fundament des Kulturlandes Deutschland. Die drei Grundsäulen der UNESCO-Konvention – der Schutz und die Förderung des kulturellen Erbes, der zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen und der Kulturen anderer Länder in Deutschland – sind in Bezug auf deren Gleichrangigkeit und die Rahmenbedingungen für die Kulturelle Vielfalt defizitäre Bereiche. Deshalb muss die Umsetzung der UNESCO-Konvention vor Ort Wirkung zeigen: da, wo Kulturelle Vielfalt zu Hause ist. Das Musikland Deutschland lebt von dieser Vielfalt – von der Musikschule bis zum Opernhaus.“

 

Die Konferenz der Vertragsstaaten der Konvention zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen wird in ihrer zweiten Sitzung vom 15. bis 18. Juni 2009 in Paris die Berichte der Vertragsparteien des Übereinkommens prüfen und die Umsetzungsrichtlinien beschließen.







Erneuter Erfolg bei internationalem Dirigierwettbewerb - 18.05.2009

 

Francesco Angelico gewinnt den 2. Preis beim Malko-Wettbewerb und setzt somit die Reihe internationaler Erfolge der Stipendiaten des Dirigentenforums fort.

 

Nie zuvor hatte es so viele Bewerbungen für den renommierten Wettbewerb in Kopenhagen gegeben. Von den fast 300 Bewerbern qualifizierten sich 30 junge Dirigenten und präsentierten sich in der vergangenen Woche mit dem Danish National Symphony Orchestra der Jury, in der u.a. Dirigentenpersönlichkeiten wie Dmitrij Kitajenko und Jorma Panula saßen. In drei Runden überzeugte der junge Italiener Francesco Angelico die Jury und wurde nach dem Abschlusskonzert, das am Samstag, 16. Mai 2009, im Konzerthaus Kopenhagen stattfand, schließlich mit dem mit 10.000 Euro dotierten zweiten Preis ausgezeichnet. Der erste Preis ging an den Amerikaner Joshua Weilerstein.

 

Der internationale Malko-Wettbewerb (Malko Competition for Young Conductors) wird seit 1965 im dreijährigen Turnus ausgetragen. Junge Dirigenten im Alter von 20 bis 35 Jahren werden mit insgesamt sieben Preisen im Wert zwischen 1.500 und 20.000 Euro ausgezeichnet. Den Gewinner erwarten zahlreiche Engagements mit renommierten skandinavischen Orchestern.

 

Francesco Angelico studiert seit 2006 Dirigieren in der Klasse von Eiji Oue an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Im Frühjahr 2007 war er Assistent von Lutz de Veer an der Staatsoper Hannover für Dallapiccolas „Il prigioniero“. Francesco Angelico ist seit 2007 Stipendiat des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates und besuchte Kurse bei Georg Fritzsch, Colin Metters und Peter Gülke. Im Januar dieses Jahres hatte er den 1. Deutschen Operettenpreis für junge Dirigenten, eine Initiative der Oper Leipzig und des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates, für sich entschieden.

 

Das DIRIGENTENFORUM ist ein Projekt des Deutschen Musikrates, welches talentierte, hoffnungsvolle Nachwuchsdirigenten fördert. In mehr als 20 Veranstaltungen pro Jahr bietet es seinen Stipendiaten die Möglichkeit, mit bedeutenden Berufsorchestern und erfahrenen Dirigenten zusammen zu arbeiten.







Bundespräsident übernimmt Schirmherrschaft für Tag der Musik - 18. Mai 2009

 

Bundespräsident Horst Köhler übernimmt die Schirmherrschaft für den Tag der Musik 2009.

 

Hierzu der Präsident des Deutschen Musikrates, Prof. Martin Maria Krüger: „Die Schirmherrschaft des Herrn Bundespräsidenten für den Tag der Musik bedeutet eine große Unterstützung für die Musizierenden in unserem Land. Der Deutsche Musikrat freut sich sehr, dass Bundespräsident Horst Köhler hiermit ein weiteres Zeichen seines Engagements für die musikalische Bildung und ein lebendiges Musikland Deutschland setzt. Die Übernahme der Schirmherrschaft stellt auch eine bedeutende Anerkennung für die Arbeit des Deutschen Musikrates und den Tag der Musik dar.

 

Ich rufe alle Musikerinnen und Musiker, die sich noch nicht angemeldet haben, auf, sich am Tag der Musik zu beteiligen. Anmeldungen sind noch bis 05. Juni 2009 über das Generalsekretariat des Deutschen Musikrates (tagdermusik@musikrat.de) möglich.“

 

Der Tag der Musik findet vom 12. bis 14. Juni 2009 mit Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet statt. Aktuell gibt es über 1.100 Beteiligungsmeldungen – sowohl aus der professionellen als auch aus der Laienmusikszene.

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de







Schulen musizieren für den Tag der Musik - 14. Mai 2009

 

Die 15. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ des Verbandes Deutscher Schulmusiker (VDS) wird unter dem Motto Tag der Musik stehen und sich so der Initiative des Deutschen Musikrates und des Vereins Tag der Musik anschließen. „Schulen musizieren“ gibt Schulensembles aus allen Schularten und Ländern der Bundesrepublik die Möglichkeit, ihr musikalisches Können einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, und zeigt die Notwendigkeit einer musikalischen Erziehung in allen Schulformen.

 

Hierzu Prof. Dr. Ortwin Nimczik, Bundesvorsitzender des VDS: „Die Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ ist ein Schaufenster für das schulpraktische Musizieren. Die vielfältigen Angebote bei der kommenden Bundesbegegnung machen einmal mehr deutlich, dass ein kontinuierlich durchgeführter Musikunterricht im Verbund mit zusätzlichen Angeboten wie instrumentalen und vokalen Arbeitsgemeinschaften unerlässlich für die musikalische Bildung unserer Kinder und Jugendlichen ist. Mit dem Tag der Musik hat der Deutsche Musikrat gemeinsam mit seinen Partnern eine großartige Initiative ins Leben gerufen, die wir gerne mit unserer Teilnahme unterstützen.“

 

Die über 700 beteiligten Schülerinnen und Schüler präsentieren sich bei der Bundesbegegnung vom 04. bis 07. Juni 2009 in Hamburg mit einem vielseitigen Musik-Programm: in Einkaufspassagen, auf Alsterschiffen, auf einer Open-Air-Bühne am Hamburger Hafen, sowie bei einem Kompositionswettbewerb im neuen Hafenmuseum.

 

Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Mit dem Tag der Musik wollen wir auf die Vielfalt musikalischer Aktivitäten aufmerksam machen. Dabei wird auch deutlich, wie viele Potenziale ungenutzt schlummern, weil in Deutschland überproportional viel Musikunterricht ausfällt. Kürzungsbedingt verschlossene Musikschultüren und ausfallender Musikunterricht an den allgemein bildenden Schulen sind ein Armutszeugnis für das Musikland Deutschland. Deshalb setzt sich der Deutsche Musikrat auf der Grundlage seines 2. Berliner Appells für eine qualitätsgesicherte und kontinuierliche musikalische Bildung von Anfang an ein. Der Verband Deutscher Schulmusiker ist in diesem gemeinsamen Handeln ein bedeutender Partner. Ich freue mich sehr, dass der VDS mit „Schulen musizieren“ die Ziele des Tages der Musik unterstützt und mit seiner Bundesbegegnung einen Auftakt setzt.“

 

Alle musizierenden Menschen sind aufgerufen, sich mit Konzerten und Veranstaltungen der bundesweiten Aktion Tag der Musik vom 12. bis 14. Juni 2009 anzuschließen. In einer Brückenkategorie können auch Veranstaltungen, die außerhalb dieser drei Tage stattfinden, unter das Motto Tag der Musik gestellt werden. So wird die musikpolitische Botschaft ganzjährig in die Öffentlichkeit transportiert.

 

Anmeldungen zum Tag der Musik sind über das Generalsekretariat des Deutschen Musikrates (tagdermusik@musikrat.de) möglich.

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de und www.vds-musik.de

 







Acht der besten Newcomer Deutschlands präsentieren sich im PopCamp Live-Audit        13. Mai 2009

 

Ein Juryteam unter Leitung von Prof. Udo Dahmen, Direktor der Popakademie und Vizepräsident des Deutschen Musikrates, wählt am Samstag, 16. Mai 2009, aus folgenden acht Bands die fünf PopCamp Teilnehmer 2009 aus:

 

Abel & Cain aus Düsseldorf, www.myspace.com/abelandcain

Baby Benzin aus Hamburg, www.myspace.com/babybenzin

Christian Troitzsch aus Leipzig, www.myspace.com/christiantroitzsch

Frieder aus Stuttgart, www.myspace.com/friederband

Liza 23 aus München, www.myspace.com/liza23de

Luis & Laserpower aus Mannheim, www.myspace.com/luisundlaserpower

stevemusic aus Stuttgart, www.myspace.com/stevesoul

Without Wax aus Wesel, www.myspace.com/withoutwax

 

Alle acht Bands spielen ein Showcase vor der Jury. Anschließend lernt diese im Gespräch die Musiker noch besser kennen. Die fünf Bands, die überzeugen, nehmen an mehreren Arbeitsphasen teil und werden unter der Mitwirkung von Experten der Musikbranche individuell und bedarfsgerecht auf ihrem Weg in die Professionalität begleitet.

 

In der Jury vertreten sind: Prof. Udo Dahmen (Deutscher Musikrat / Popakademie Baden-Württemberg), Axel Erler (Sony/ATV Music Publishing), Anke Lange (PopCamp Dozentin), Henning Rümenapp (Künstl. Leiter PopCamp), Dieter Schubert (A.S.S. Concerts) und Kai Thomsen (PopCamp Dozent).

 

Das Spitzenförderprogramm „PopCamp – Meisterkurs für Populäre Musik liegt in Trägerschaft der gemeinnützigen Projektgesellschaft des Deutschen  Musikrates und wird gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

 

Weitere Informationen unter www.popcamp.de







Deutschlands Jazztalente stürmen Hannover - 12. Mai 2009

7. Bundesbegegnung "Jugend jazzt" bringt die Leinehauptstadt zum Swingen

 

Hannover lenkt mit der 7. Bundesbegegnung "Jugend jazzt" vom 11. bis 14. Juni die bundesweite Jazzöffentlichkeit auf sich. Zentrales Ereignis ist der Wettstreit von Combos aus allen deutschen Landen: Die Landessieger von "Jugend jazzt" fechten vor den Ohren hochkarätiger Jazzexperten gewissermaßen die "Deutsche Meisterschaft der Jungjazzer" aus. Umrahmt wird die spannende Konkurrenz von zahlreichen Abendkonzerten in hannoverschen Clubs, einem Spitzenkonzert der deutschen Jazzprofis und dem abschließenden Preisträgerkonzert im Galeriegebäude der Königlichen Gärten Herrenhausen.

 

Charlie Parker, Miles Davis, Chet Baker, Ella Fitzgerald, ... Musikfans werden sie nie vergessen, die großen Namen des Jazz. Doch Jazz lebt nicht nur in der Vergangenheit! Zu erleben ist die nächste Generation des Jazz. Auf Einladung des Deutschen Musikrats und des Landesmusikrats Niedersachsen kommen die besten Jazzmusiker Deutschlands unter 23 Jahren nach Hannover. Sie ringen tagsüber in der Tellkampfschule am Maschsee vor den Ohren der hochkarätigen Jury um wertvolle Preise: Aufnahmen und CD-Produktionen, Workshops, Konzert- und Festivalvermittlungen, Instrumente, Specialcoachings etc. An den Abenden schwärmen die jungen Ensembles aus und treffen in verschiedenen Spielstätten auf Vertreter der hannoverschen und niedersächsischen Szene.

 

Hauptkonzerte der Bundesbegegnung sind das abschließende Preisträgerkonzert am Sonntag, 14. Juni, 11.00 im Galeriegebäude der Königlichen Gärten Herrenhausen (Eintritt frei) im Beisein der Hauptförderin, Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen, sowie am Vorabend, Samstag, 13. Juni, 20.00 Uhr, im Theater am Aegi das Konzert unter dem Motto "German Jazz Generations": Die Jazzexperten, die als Juroren, Dozenten und Berater während der Bundesbegegnung fungieren, musizieren höchstselbst, wohlklingende Namen der deutschen Szene wie Julia Hülsmann (Klavier), Sandra Hempel (Gitarre), Céline Rudolph (Gesang), Frederik Köster (Trompete), Joe Gallardo (Posaune), Michael Küttner (Schlagzeug), Emil Mangelsdorff (Saxophon) und Sigi Busch (Bass).

 

In attraktiven Doppelkonzertabenden in verschiedenen hannoverschen Spielstätten am Donnerstag und Freitag, 11. und 12. Juni, präsentieren sich die jungen Talente aus ganz Deutschland zusammen mit Jazzbands aus der Region. Einbezogen in diese Konzerte sind der Jazzclub Hannover, der Club "Marlene", das "Ferry" im Freizeitheim Linden, der "Kulturpalast" an der Deisterstraße, die Konzertreihe "Jazz am Ballhof", das Bechstein-Centrum in der Königstraße, der Hermannshof in Völksen und Weitere, mit denen noch gebastelt wird.

 

Die Bundesbegegnungen "Jugend jazzt" gibt es seit 1997, es geht von Land zu Land. Waren die Treffen bisher in Städten anderer Bundesländer wie Düsseldorf, Erfurt, Koblenz, Halle an der Saale und Rostock, kommt sie jetzt erstmals nach Niedersachsen. Und das zurecht, hat doch die bundesweite Begegnung viele Elemente des in Niedersachsen konzipierten "Jazztreff" übernommen, bei dem nicht nur die erbitterte Konkurrenz der Kandidaten, sondern auch das Miteinander in Jam Sessions, gemeinsamen Konzerten und Workshops sowie Preise mit pädagogischer Zielsetzung in den Vordergrund gerückt werden.

 

Darüberhinaus haben bei den Bundesbegegnungen seit 2001 Niedersachsens Teilnehmer aufgrund der hohen Qualität ihrer (selbst kreierten) Musik sehr viel Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. So brachten es "Groove Conspiracy" (mit dem hannoverschen Kontrabassisten Peter Schwebs und dem Celler Posaunisten Klaus Heidenreich), "Tee mit Sahne" (mit Hans-Jakob Schüler aus Springe, Heiko Schäffer aus Seelze und Timo Vollbrecht aus Stadthagen) und das "Charlotte Greve/Dierk Peters-Duo" (Lüneburg und Winsen/Luhe) zu CD-Aufnahmen, die beiden Letztgenannten wurden gar mit der Praetorius-Medaille Niedersachsen, dem höchsten Musikpreis des Landes, geehrt.

 

Besondere Aufmerksamkeit verdient eine neue hannoversche Bigband, die in Zukunft viel von sich hören lassen will: Der "1. FC Fette Hupe", initiiert von Jörn Marcussen-Wulff (Posaune) und Timo Warnecke (Schlagzeug). Die fetten Huper, die am 11. und 12. Juni - jeweils mit anschließender Jam Session - bei "Marlene" antreten, widmen sich der klangstarken Jazztradition zwischen Duke Ellington, Count Basie und Thad Jones sowie aktuellen Eigenkompositionen der Bandmitglieder und Kollegen.

 

Bereits am Anreisetag, Mittwoch, 10. Juni, wollen sich die Gruppen aus deutschen Landen zu Gehör melden, wenn sie nach einem Empfang im hannoverschen Rathaus am Abend bei "Marlene" aufkreuzen, um nach dem dortigen Workshop-Abschlusskonzert mit Alexander von Schlippenbach gemeinsam mit Hannovers Jazzstudenten die Instrumente glühen zu lassen.

 

Niedersachsens Vertreter bei der 7. Bundesbegegnung "Jugend jazzt" sind nicht nur der Landessieger „News From The North“ mit Anna-Lena Schnabel aus Obernkirchen (19 Jahre, Altsaxofon), Janning Trumann aus Barum (17, Posaune), Stephan Jantzen aus Lüneburg (18, Klavier), Fabian Claußen aus Braunschweig (20, Bass) und Fabian Arends aus Friesoythe (18, Schlagzeug), sondern auch die niedersächsische Optionsmeldung „SaxoVibesStrings" mit Simon Pascal Köller aus Obernkirchen (18, Tenorsaxofon) sowie Henning Brungs (15, Vibraphon) und Johannes Brungs (17, Violoncello) aus Harsum. Beide Gruppen werden neben anderen Landespreisträgern noch im Mai mit besonderen Masterclasses des Landesmusikrats in Celle und Hildesheim fit gemacht.

 

Förderer der 7. Bundesbegegnung "Jugend jazzt" sind neben dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Deutschlandfunk (der im Nachhinein eine lange „Jugend jazzt"-Nacht ausstrahlen wird) das Land Niedersachsen, die Niedersächsische Lottostiftung, die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Landeshauptstadt Hannover. Als Kooperationspartner fungieren die Tellkampfschule, Partnerschule des Jazzclubs Hannover, der Jazzclub, die Musikschule der Landeshauptstadt Hannover, die Hochschule für Musik und Theater sowie die Jazzmusikerinitiative Hannover.

 

Weitere Informationen unter www.jugend-jazzt.de.







Der Countdown läuft: noch 31 Tage bis zum Tag der Musik - 12.05.2009

 

Der Countdown läuft: Der Tag der Musik startet in 31 Tagen. Der Deutsche Musikrat weist daraufhin, dass Anmeldungen noch bis zum 05. Juni 2009 möglich sind.

 

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Mit momentan über 1.100 Beteiligungsmeldungen hat der Tag der Musik bereits im ersten Jahr seiner Durchführung unsere Erwartungen übertroffen. Noch bis zum 05. Juni können Schulen, Musiktheater, Orchester, Rundfunkanstalten und Musikvereine ihre Veranstaltungen zum Tag der Musik anmelden. Neben einer sehr breiten Veranstaltungsstruktur, die alle Bereiche des Musiklebens in Deutschland abbildet, wird es zusätzlich in jedem Land der Bundesrepublik ein Leuchtturmprojekt aus dem professionellen Musikbereich geben.

 

Der Deutsche Musikrat freut sich, bereits jetzt so viele Teilnehmende beim diesjährigen Tag der Musik begrüßen zu können. Jede weitere angemeldete Veranstaltung setzt ein Zeichen für die Kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit im Musikland Deutschland.“

 

Die vom Deutschen Musikrat und dem Verein Tag der Musik verantwortete Initiative findet dieses Jahr erstmals vom 12. bis 14. Juni mit Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet statt. Anmeldungen sind über das Generalsekretariat des Deutschen Musikrates (tagdermusik@musikrat.de) möglich.

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de







1. Bundes Big Band Festival Bonn

Freude an der Musik für die Politik - 12. Mai 2009

 

Das „1.Bundes Big Band Festival Bonn“ findet vom 22.-24.Mai auf dem Bonner Museumsplatz statt und begleitet musikalisch die aktuellen Feierlichkeiten zum Jubiläum „60 Jahre Grundgesetz“ sowie die zeitgleich laufende Wahl des Bundespräsidenten. International renommierte und lokal bekannte Big Bands werden über drei Tage hinweg für reichlich lebendige Jazzorchestermusik zwischen den Museen sorgen. Ein großer Workshop für Jugendbigbands unter der Leitung von Peter Herbolzheimer rundet das Programm ab. Das Festival geht zurück auf eine Initiative des Bundestagsabgeordneten Dr. Stephan Eisel und wird unter der Trägerschaft des Deutschen Musikrats, in Kooperation mit der Bundeskunsthalle und der Stadt Bonn durchgeführt.

 

Top-Big Bands wie das Bundesjazzorchester (BuJazzO), die WDR-Bigband und Peter Herbolzheimers „Master Class“, werden mit diesem Ziel zum ersten Mal in einem Festival vereint. Die in Bonn geschätzten und geliebten Big Bands der Musikschule und der Universität sind mit von der Partie sowie das Landesjugendjazzorchester NRW mit einem fetzigen Publikumsprogramm. Für zahlreiche Jugendbigbands aus Bonn und Umgebung wird vom Deutschen Musikrat ein großer Workshop mit Unterricht und Proben eingerichtet, den Peter Herbolzheimer leiten wird, und dessen Ergebnisse am frühen Samstagabend dem Publikum auf dem Museumsplatz präsentiert werden. Der Workshop wird aus Sondermitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert.

 

Die kostenfreien Konzerte finden an drei Abenden auf dem Museumsplatz statt. Am Freitag, dem 22. Mai 2009, beginnt der Abend um 17:45 Uhr mit einem Konzert der Uni-Bigband unter der Leitung von Oliver Pospiech. Es folgt die WDR-Bigband unter der Leitung von Michael Abene mit dem führenden jungen Saxophonsolisten Italiens, Francesco Cafiso, mit dem Programm „Cafiso plays Parker“. Am Samstag wird der Soundcheck tagsüber von der Komikerin Anka Zink begleitet. Um 15:15 Uhr präsentiert Peter Herbolzheimer die Ergebnisse des Schüler-Workshops, bevor das Abendprogramm um 17 Uhr beginnt. Zunächst spielt die Big Band der Musikschule unter der Leitung von Bela Weißbach auf. Ab ca. 19 Uhr spielen Herbolzheimers Bands „Master Class“ und „Grey Hair Convention“, gefolgt von einem Quiz. Die Matinée am Sonntag beginnt mit einem Konzert des BuJazzO mit dem Programm „Women in Jazz“, bei dem Musik von Komponistinnen präsentiert wird, von denen Julia Hülsmann (piano) und Meike Goosmann (Saxophon) auch als Solistinnen das Programm gestalten. Den Abschluss des Festivals bildet das Landesjugendjazzorchester NRW unter der Leitung von Marko Lackner.

 

Das 1. Bundes Big Band Festival Bonn wird gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Das genaue Programm finden Sie unter www.bujazzo.de.

 







Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR als Leuchtturmprojekt beim Tag der Musik - 11.05.2009

 

Der Deutsche Musikrat hat in Abstimmung mit dem Landesmusikrat Baden-Württemberg das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR (RSO) als Leuchtturmprojekt zum Tag der Musik ausgewählt. Im Rahmen des SWR Sommerfestivals wird das Orchester zwei Openair-Konzerte am 14. Juni 2009 auf dem Schlossplatz Stuttgart unter dem Motto Tag der Musik veranstalten.

 

Ein zentrales Anliegen des RSO Stuttgart ist die Vermittlung klassischer Musik an die jüngere Generation. So ist das erste Konzert am 14. Juni (11.00 Uhr) ganz auf ein junges Publikum ausgerichtet. Mit dem Titel „Tigerente goes Classic – mit dem RSO auf dem Schlossplatz“ stehen Benjamin Brittens „The Young Person's Guide to the Orchestra“ und Sergej Prokofjews „Peter und der Wolf“ auf dem Programm. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.

 

Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit des RSO ist die Pflege der sinfonischen Tradition. Das zweite Konzert um 19.00 Uhr wendet sich in diesem Sinne dem klassisch-romantischen Repertoire zu. Unter dem Titel „Russische Sommernacht“ spielt das RSO auf der Openair-Bühne u. a. Peter Tschaikowskys Violinkonzert (Solistin: Alina Pogostkina) und die „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgskij. Weitere Informationen zum Programm und zu Karten unter www.swr.de/sommerfestival.

 

Das RSO Stuttgart setzt mit seiner langen Tradition als musikalischer Botschafter des Landes durch die Beteiligung am Tag der Musik ein weiteres Zeichen für die Wichtigkeit einer kontinuierlichen Musikvermittlung und der Pflege des kulturellen Erbes.

 

Die vom Deutschen Musikrat und dem Verein Tag der Musik verantwortete Initiative findet dieses Jahr erstmals vom 12. bis 14. Juni mit Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet statt. Anmeldungen sind über das Generalsekretariat des Deutschen Musikrates (tagdermusik@musikrat.de) möglich.

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de







Die Oper Leipzig als Leuchtturmprojekt beim Tag der Musik - 29.04.2009

 

Die Oper Leipzig wird als Leuchtturmprojekt insgesamt neun Aufführungen zum Tag der Musik veranstalten. Die vom Deutschen Musikrat und dem Verein Tag der Musik verantwortete Initiative findet dieses Jahr erstmals vom 12. bis 14. Juni statt. Ausschlaggebend für die hohe Anerkennung, die der Oper Leipzig damit widerfährt, ist die große Vielfalt an musiktheatralischen Eigenproduktionen, die sich exemplarisch an den drei Tagen zeigt. Denn diese reicht von der Produktion des Kinderchores der

Oper Leipzig über Musicalproduktionen bis hin zu Ballett-, Operetten- und Opernvorstellungen.

 

Der Tag der Musik bietet nun die Chance, die Vielfalt und Lebendigkeit des Leipziger Musiktheaterlebens ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu rücken. Vor dem Hintergrund dieser Vielfalt ist es notwendig, Politik, Medien und Zivilgesellschaft den historisch gewachsenen Reichtum der hiesigen Musiktheaterlandschaft bewusster zu machen, mit dem Ziel, dass Opernhäuser und Theater nicht nur unter rein ökonomischen Faktoren betrachtet werden.

 

Die Oper Leipzig widmet sich in besonderem Maße aktuellen musikpolitischen und musikpädagogischen Themen. Doch gerade die Förderung des jungen Publikums, beispielsweise mit einer eigenen Produktion des Kinderchores der Oper Leipzig, ist mit den immer knapper werdenden Mitteln der öffentlichen Hand nicht mehr in dem bestehenden Maße zu leisten, so dass weitere Partner und Finanzierungsmethoden immer wichtiger werden. Ähnliches gilt auch für das Genre Operette/Musical, das die Oper Leipzig mit ihrer zweiten Spielstätte, der Musikalischen Komödie, pflegt.

 

Die Oper Leipzig verfolgt mit der Beteiligung am Tag der Musik das Ziel, die Begeisterung für das Musiktheater vor Ort, aber auch bundesweit, neu zu wecken.

 

Programm der Oper Leipzig zum Tag der Musik:

 

Freitag, 12. Juni 2009

·        Der Barbier von Sevilla, Opernhaus, 19.30 Uhr

·        Musicademy: „City of Angels“ (Koproduktion mit der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“), Musikalische Komödie, 19.30 Uhr

·        Weltenbummler (Ballett der Musikalischen Komödie), Opernhaus (Kellertheater), 20.00 Uhr

Samstag, 13. Juni 2009

·         Öffentliche Hausführung, Opernhaus, 14.00 Uhr

·         Carmen, Opernhaus, 19.00 Uhr

·         Schwarzwaldmädel, Musikalische Komödie, 19.00 Uhr

Sonntag, 14. Juni 2009

·         Das Paradies der Katzen (Produktion des Kinderchores der Oper Leipzig), Opernhaus (Kellertheater), 11.00 Uhr

·         Schwarzwaldmädel, Musikalische Komödie, 15.00 Uhr

·         Giselle (Leipziger Ballett), Opernhaus, 18.00 Uhr

 

Mehr Informationen zum Tag der Musik unter www.tag-der-musik.de







Tag der Musik - Aktionsplattform für mehr Musik in Kindergarten, Schule und Musikschule - 28.04.2009

 

Die Zielmarke von 1.000 Veranstaltungen für den Tag der Musik ist bereits heute erreicht worden. Damit übersteigt der Zuspruch zu der zum ersten Mal durchgeführten Initiative die Erwartungen der Initiatoren.

 

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates und Stellvertretender Vorsitzender des Vereins Tag der Musik: „Das breite Echo auf den ersten Tag der Musik ist ein unüberhörbares Signal für die Politik, gerade jetzt – in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – die Prioritäten stärker auf die kulturelle und damit auch musikalische Bildung zu setzen. Das Musikland Deutschland verfügt mit seinem reichhaltigen kulturellen Erbe, den zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen und dem Reichtum anderer Kulturen und dem enormen bürgerschaftlichen Engagement über einen Schatz an kultureller Vielfalt, den es im Sinne der gleichnamigen UNESCO-Konvention zu wahren gilt. Dafür sind aber wesentlich höhere Investitionen in die musikalische Bildung, vor allem in die unserer Kinder und Jugendlichen, notwendig. Ausfall von Musikunterricht an den allgemein bildenden Schulen und Kürzungen im Musikschulbereich sind falsche Zeichen auf diesem Weg. Deshalb bedarf es einer gemeinsamen Aktion für eine nachhaltige Verbesserung dieser Situation, im Interesse der nachfolgenden Generationen und der Zukunftsfähigkeit unseres Landes in einer sich immer stärker vernetzenden Welt.

 

Der erste Tag der Musik ist Auftakt für diese gemeinsamen Anstrengungen und kann die Aufmerksamkeit auf die Orte lenken, an denen eine nachhaltige musikalische Bildung für Kinder und Jugendliche gewährleistet sein sollte: Kindergarten, Schule und Musikschule. In diesem Sinne ist der Tag der Musik Schaufenster unserer kulturellen Vielfalt und Aktionsplattform zur Verbesserung der Rahmenbedingungen im Musikland Deutschland.

Ich freue mich sehr, dass sich die Profi- und Laienmusikszene konzertant und musikpolitisch in so großartiger Weise für den Tag der Musik engagiert.“

 

Der Tag der Musik wird vom Deutschen Musikrat und dem Verein Tag der Musik verantwortet. Anmeldungen sind über das Generalsekretariat des Deutschen Musikrates (tagdermusik@musikrat.de) möglich.

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de

 






Neue Orchesterdirigenten im Dirigentenforum - 28.04.2009

 

Das Förderprogramm für den dirigentischen Nachwuchs nimmt fünf junge Talente auf

 

 

Anfang 2009 hatten sich 44 junge Dirigenten beim DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrates beworben. Nach Auswertung des eingeschickten Videomaterials wurden 24 Kandidaten zum Auswahldirigieren mit den Nürnberger Symphonikern eingeladen und präsen-tierten sich vom 6. bis 8. April der Jury, bestehend aus Prof. Christian Ehwald, Prof. Per Borin, Lucius A. Hemmer, Hartmut Karmeier und Gerhard Markson.

 

Fünf der Nachwuchsdirigenten haben in zwei Durchgängen die Jury überzeugt und wurden in das Förderprogramm aufgenommen: Mirga Gražinyte, Hochschule für Musik und Theater Leipzig, Seokwon Hong, Hochschule für Musik „Hanns Eisler" Berlin, Daniel Huppert, Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar, Gábor Káli, Universität der Künste Berlin und Leo McFall, Züricher Hochschule der Künste.

 

Durch eine Kooperation mit der Musikhochschule Zürich wurde das Bewerbungsverfahren im Jahr 2009 erstmals international erweitert. Die Öffnung des DIRIGENTENFORUMs für Studenten der Züricher Hochschule der Künste kommt dem wachsenden internationalen Interesse an der Förderung entgegen.

 

Das DIRIGENTENFORUM ist das Projekt des Deutschen Musikrates, welches talentierte, hoffnungsvolle Nachwuchsdirigenten fördert. In mehr als 20 Veranstaltungen pro Jahr bietet es seinen Stipendiaten die Möglichkeit, mit bedeutenden Berufsorchestern und erfahrenen Dirigenten zusammen zu arbeiten.

 






Deutscher Musikrat unterstützt Kulturstaatsminister Bernd Neumann in seinem Engagement für ein Staatsziel Kultur - 23.04.2009

 

Der Deutsche Musikrat unterstützt Kulturstaatsminister Bernd Neumann in seiner Absicht, die Verankerung des Staatsziels Kultur im Grundgesetz ggf. in der nächsten Legislaturperiode zu realisieren.

 

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Die Verankerung des Staatsziels Kultur im Grundgesetz ist für die Kulturnation Deutschland seit langem überfällig und gewinnt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie durch die von der Welthandelsorganisation angestoßene Diskussion zu Wettbewerbsverzerrungen im Kulturbereich an zusätzlicher Bedeutung. Nachdem im Deutschen Bundestag durch die ablehnenden Voten des Rechtsausschusses und des Ausschusses für Kultur und Medien das Staatsziel Kultur vorerst gescheitert und in dieser Legislaturperiode nicht mehr durchsetzbar ist, liegt die Verantwortung jetzt vor allem bei den Parteien. Deshalb kommt es darauf an, verbindliche Aussagen der Parteien für die Aufnahme des Staatsziels Kultur zu erhalten, damit dieses Thema Eingang in die nächste Koalitionsvereinbarung finden kann.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat sich in der gestrigen Sitzung des Bundestagsauschusses Kultur und Medien erneut erfreulich klar für das Staatsziel Kultur ausgesprochen.

 

Es ist kein Ruhmesblatt für die parlamentarische Demokratie, dass – trotz des parteiübergreifenden Konsens in der Enquete-Kommission ‚Kultur in Deutschland’ und der zustimmenden Positionierung der SPD – der FDP-Antrag, die Formulierung ‚Der Staat schützt und fördert die Kultur’ ins Grundgesetz einzubringen, aus Gründen der Koalitionsraison sogar im Kulturausschuss gescheitert ist. Die partiell geäußerten Bedenken, dass mit diesem Zusatz die Bildungs- und Kulturhoheit der Länder eingeschränkt würde, sind nicht stichhaltig, weil dieser Zusatz nicht in die föderale Unabhängigkeit eingreifen würde, sondern die bereits bestehende gesamtstaatliche Verantwortung für diese Zukunftsbereiche der Entwicklung unserer Gesellschaft unterstreichen würde.

 

Der Deutsche Musikrat bedauert, dass in dieser Legislaturperiode das Staatziel Kultur keinen Eingang in das Grundgesetz finden wird und appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, sich für ein Staatsziel Kultur bei den Parteien zu engagieren.“








Deutscher Kulturrat und Deutscher Musikrat gemeinsam für ein Staatsziel Kultur - 21.04.2009

 

Der Deutsche Kulturrat und der Deutsche Musikrat appellieren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, den Weg für die Verankerung von Kultur im Grundgesetz noch in dieser Legislaturperiode frei zu machen.

 

Vor der morgigen Sitzung des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien äußern sich in einer gemeinsamen Stellungnahme Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, und Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates, dazu wie folgt:

 

„Der parteiübergreifende Konsens in der Enquete-Kommission ‚Kultur in Deutschland’ des Deutschen Bundestages für ein Staatsziel Kultur wird hoffentlich seine konsequente Fortsetzung in einer entsprechenden Beschlussempfehlung des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien in seiner morgigen Sitzung finden. Damit wäre eine Hürde für eine Beschlussfassung im Plenum des Deutschen Bundestages beiseite geräumt. Wir appellieren eindringlich an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, noch in dieser Legislaturperiode die Verantwortung des Staates für die Kultur im Grundgesetz festzuschreiben. Die föderativ verankerte Zuständigkeit von Bildung und Kultur entbindet den Bund nicht von seiner Verantwortung.

 

Wir fordern alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes auf, sich bei ihren Wahlkreisabgeordneten jetzt für das Staatsziel Kultur im Grundgesetz einzusetzen.“







Neue Ausgabe des Musikforums erschienen - 20.04.2009

 

Mit dem Themenschwerpunkt „Kulturelle Verantwortung der Wirtschaft" ist heute die neue Ausgabe des Musikforums, des Magazins des deutschen Musiklebens, erschienen.

 

Das Musikforum befasst sich diesmal schwerpunktmäßig mit der kulturellen Verantwortung der Wirtschaft in Deutschland. Inwieweit engagiert sich die Wirtschaft für die Kultur? Welche Motivation haben Unternehmen, kulturelle Verantwortung zu übernehmen? Welche Perspektiven ergeben sich für die Zukunft – auch im Hinblick auf die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise – für das kulturelle Engagement der Wirtschaft? Das Musikforum zeigt das Verhältnis von Kultur und Wirtschaft auf, stellt die Arbeit von Kulturstiftungen beispielhaft vor und beleuchtet ihre Wirksamkeit.

Das Musikforum enthält darüber hinaus das Supplement DMR Aktuell, das Informationen aus den Projekten und Mitgliedsverbänden des Deutschen Musikrates bereitstellt.

 

Die Themen im Überblick:

 

Fokusthema: Die kulturelle Verantwortung der Wirtschaft

  • Die Verantwortung der Wirtschaft für die Kultur – Peter Bendixen zeigt das Verhältnis von Kultur und Wirtschaft auf<o:p></o:p>
  • Wer leistet (sich) was für unsere Kultur? Haushalts- und Kulturpolitiker aller im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien – Steffen Kampeter (CDU), Siegmund Ehrmann (SPD), Jürgen Koppelin (FDP), Katrin Göring-Eckhardt (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) – beziehen exklusiv Stellung zur kulturellen Verantwortung der Wirtschaft
  • Musik und Mäzenatentum. Über die Tradition der Unterstützung von künstlerischem Nachwuchs in Deutschland berichtet Michael Göring
  • „Kulturförderung ist keine Alibi-Veranstaltung“ – Vorstandsmitglied der Deutsche Bank Stiftung Michael Münch schildert die Motive der Kulturförderung seiner Stiftung
  • Das Erwachen des Bürgersinns. Karin Heyl über die derzeitige Situation von Stiftungen in Deutschland und deren Wirksamkeit
  • Was die Finanzkrise mit Prokofiev zu tun hat. Jürgen Zech über den Kulturkreis der deutschen Wirtschaft am Beispiel des Bronnbacher Stipendiums
  • Sind wir nicht alle ein bisschen Sparkasse? Susanne Fließ stellt das kulturelle Engagement der Sparkasse vor
  • Im Zentrum des wirtschaftlichen Tuns: der Mensch. Hedy Graber zum Kulturprozent des Schweizer Unternehmens Migros

Akzente:

  • Kulturelle Vielfalt – nur eine Proklamation? Hans Bäßler, Vizepräsident des Deutschen Musikrates, zeichnet die derzeitige Situation von Kultureller Vielfalt in Deutschland nach und hinterfragt dabei die Wirkungen der UNESCO-Konvention zum Schutz und Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen
  • Zwischen 8-Bit-Ästhetik und adaptivem Klanggeschehen – Michael Ahlers beschäftigt sich mit Musik in Videospielen und zeigt anhand der heutigen Technologie die daraus wachsenden Möglichkeiten für Musikschaffende auf

Wirtschaft/Recht:

  • Schutz von geistigem Eigentum ist nicht „altmodisch“. Brigitte Zypries, Bundesministerin der Justiz, zur Rechtslage und zum aktuellen Stand der Debatte über Urheberrechte im Internetzeitalter
  • Wertevermittlung über eine neue Kultur des Individuellen – Hans Bäßler berichtet über die Initiative „PLAY FAIR“, ein Projekt zur Erhöhung des Bewusstseins für den Wert von Kreativität, das von der Musikindustrie in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater in Hannover (Institut für musikpädagogische Forschung) und mit Verbänden der Musikbildung initiiert wird
  • Positives Ende für eine unendliche Geschichte? Olaf Zimmermann argumentiert für die Verankerung des „Staatsziels Kultur“ im Grundgesetz

Kulturen:

  • „Ameisen besitzen Megafone“. Können digitale Techniken mehr kulturelle Vielfalt hervorbringen? Auf der Suche nach einer Antwort blickt Thomas Burkhalter in die arabische Welt

Bildung/Forschung:

  • Schwerpunkt: Musikunterricht in der Grundschule – Jürgen Terhag,  Bundesvorsitzender des Arbeitskreises für Schulmusik (AfS), über die künftige Schwerpunktsetzung und gesellschaftspolitische Ausrichtung des AfS

Dokumentation:

  • „Zweibahnstraße“ für die musikalische Bildung – Susann Eichstädt berichtet über das Projekt „Vier Monate Venezuela“ des Deutschen Musikrates

DMR Aktuell:

  • Das Supplement beinhaltet Nachrichten aus den Projekten und Mitgliedsorganisationen des Deutschen Musikrates

Dies und vieles mehr ab dem 20. April 2009 im Musikforum, zu bestellen unter:

 

Schott Music

Leserservice - Postfach 36 40

55026 Mainz

Deutschland

Telefon. +49 6131 24 68 57

Fax. +49 6131 24 64 83

e-Mail: zeitschriften.leserservice@schott-music.de                            

Internet: www.musik-forum-online.de

 

Das Musikforum wird vom Deutschen Musikrat in Zusammenarbeit mit Schott Music herausgegeben.







jazzahead! 2009 – Deutscher Musikrat „facetoface“ mit dem Jazz in Europa - 20.04.2009

 

Vom 23.-26. April trifft sich die europäische Jazzszene auf der vierten jazzahead! und dem zweiten European Jazz Meeting in Bremen. „facetoface“ ist das Motto für 2009, denn das persönliche Kennenlernen, der Erfahrungsaustausch und natürlich die Geschäftsabschlüsse stehen im Vordergrund der Messe, die durch ein umfangreiches Programm mit Live-Konzerten, Konferenz und Fachveranstaltungen ergänzt wird. Der Deutsche Musikrat, der den Jazznachwuchs in Deutschland vor allem mit den Projekten „Jugend jazzt“ und BuJazzO (Bundesjazzorchester) und auf europäischer Ebene mit dem EMJO (European Movement Jazz Orchestra) unterstützt, steht mit einem eigenen Stand (F 11) auf der Messe für Gespräche bereit.

 

„Die jazzahead! hat sich als Treffpunkt der nationalen und internationalen Szene erfolgreich etabliert“, so Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der mgh Messe- und Ausstellungsgesellschaft Hansa GmbH. „Spätestens seit diesem Jahr ist die Messe bei den Jazz-Insidern fester Bestandteil des Terminkalenders. Denn sie hat sich zum zentralen europäischen Forum des Jazz entwickelt. Hier treffen Musiker Agenten, buchen Veranstalter Bands, kontakten Labels Vertriebe.“ Und auch die Aussteller der begleitenden Fachmesse sind längst zu einem wichtigen Bestandteil geworden. Bei der jazzahead! 2008 waren mehr als 170 Unternehmen aus zwölf Nationen auf der Messe vertreten. Für dieses Jahr werden sogar 190 Firmen erwartet.

 

Musikalisch im Fokus der jazzahead!: Das European Jazz Meeting, bei dem sich die Rising Stars des europäischen Jazz aus Luxemburg, England und Frankreich präsentieren. Dazu kommen die Abendkonzerte mit internationalen Größen wie der NDR Bigband & Gwilym Simcock, Susi Hyldgaard, John Abercrombie und Norma Winstone mit Klaus Gesing und Glauco Venier sowie das Radio String Quartett mit Klaus Paier. Ergänzt wird das Festival durch die late-night-Konzerte im Kulturzentrum Schlachthof, bei denen 2009 vornehmlich deutsche Bands die Besucher begeistern werden. „Damit haben wir auch in diesem Jahr wieder eine große Bandbreite aus verschiedenen Stilistiken des zeitgenössischen Jazz in Bremen vertreten“, so der künstlerische Leiter Uli Beckerhoff. „Insgesamt erwartet die Besucher eine spannende Mischung an internationalen Stars und Newcomern. Und gerade die jungen Wilden haben ja bereits in den vergangenen Jahren für einige Überraschungen gesorgt.“

 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.jazzahead.de







Sachsen beteiligt sich mit 130 Veranstaltungen am Tag der Musik - 09.04.2009

 

Der Landesmusikrat Sachsen hat über 130 Teilnahmemeldungen für den Tag der Musik an den Deutschen Musikrat übermittelt. Sowohl Laien- als auch Profimusiker gestalten das vielseitige Programm der drei Tage. Die Bandbreite der musikalischen Aktionen in Sachsen reicht von Orgel- und Kammermusikkonzerten über Liederabende, Opern- und Tanztheateraufführungen bis hin zu Jazzveranstaltungen und Podiumsdiskussionen.

 

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Der Deutsche Musikrat freut sich sehr über die zahlreichen und vielfältigen Veranstaltungen zum Tag der Musik in Sachsen. Die rege Beteiligung – auch im Rest der Bundesrepublik – zeigt die Notwendigkeit einer solchen Initiative und die daran angeknüpften gesellschafts- und kulturpolitischen Botschaften sehr deutlich. Das reichhaltige kulturelle Erbe, die zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen und der Reichtum anderer Kulturen sind enorme Ressourcen unseres Landes, die weiter ausgeschöpft werden müssen. Hierzu bedarf es allerdings einer wesentlichen Verbesserung der Rahmenbedingungen, die nur durch eine Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung erreicht werden kann. Das breite Angebot des Tag der Musik und der öffentliche Zugang zu allen Veranstaltungen ist ein wichtiger Schritt, musikpolitische Botschaften in die Öffentlichkeit hinein zu tragen.“

 

 

Die vom Deutschen Musikrat und dem Verein Tag der Musik verantwortete Initiative findet erstmalig vom 12. bis 14. Juni 2009 mit Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet statt. Anmeldungen zum Tag der Musik sind über das Generalsekretariat des Deutschen Musikrates (tagdermusik@musikrat.de) möglich.

 

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de







Halbzeit in Remscheid - Peter Hirsch probt mit dem Bundesjugendorchester für „Vielfältige Welten“ - 08.04.2009

 

"Schönberg hat Klarinetten geliebt, gerade deshalb behandelt er sie manchmal so schlecht. Also mach dir nichts daraus: Spiel diese Stelle mit der Es-Klarinette ganz selbstbewusst, auch wenn sie schräg wirkt“ – Dirigent Peter Hirsch probt mit dem Bundesjugendorchester seit heute in der Akademie Remscheid.  Drei Tage haben die 100 jungen Musiker auf diesen Moment hingearbeitet: von Hochschulprofessoren und erfahrenen Orchestermusikern unter anderem der Bamberger Symphoniker und der NDR Radiophilharmonie gechoacht, haben sie sich an Alban Bergs „Drei Stücke für Orchester“ und das Klavierquartett von Johannes Brahms in der Orchestrierung von Arnold Schönberg in Gruppenproben gewagt. Nun freut sich das Orchester auf die Arbeit im Tutti. Und obwohl noch vieles „entstehen“ muss, bevor es auf Gastspielreise gehen kann, zeigt sich Peter Hirsch zu Beginn der Gesamtproben vom Niveau des Orchesters begeistert: „Es ist total erstaunlich, wie diese junge Menschen nach so wenigen Tagen bereits anfangen, den Gestus eines so komplexen Stückes zu begreifen. Besonders Alban Bergs Werk sind wahnwitzig und nur zu schaffen, wenn das musikalische Level stimmt. In diesem Orchester ist das Niveau flächendeckend hoch; ich freue mich auf die Probenarbeit."

 

Im Mittelpunkt der Tournee stehen zwei Trompetenkonzerte: Joseph Haydns Trompetenkonzert und Olga Neuwirths „…miramondo multiplo…“. Die Solotrompete, bei diesem Werk zwischen Barocktrompete, Musicalsound und Miles Davis changierend wird von Reinhold Friedrich gespielt, der als Jugendlicher ebenfalls Mitglied im Bundesjugendorchester war. Über das Bundesjugendorchester sagt er im Interview mit der nmz: „Dieses Orchester fördert die Persönlichkeitsbildung immens! Man spürt den Unterschied bei jungen Menschen, ob sie so etwas mitgemacht haben oder nicht. Das gibt viel mehr Gelöstheit, wenn sie später mal als Profi-Orchestermusiker hart arbeiten müssen.“

 

Die im letzten Jahr mit Hilfe des Goethe-Instituts ermöglichte Begegnung mit chinesischen Musikern in Peking wird bei dieser Arbeitsphase mit zwanzig Gastmusikern aus China intensiviert. Sie ergänzen den Streicherapparat des Bundesjugendorchesters und verbringen die gesamte Proben- und Konzertzeit mit den deutschen Jugendlichen. Eine Aufgabe, die angesichts der starken kulturellen Unterschiede, allen voran die ernst zu nehmenden Sprachdifferenzen, die Integrationsfähigkeit und den Kooperationswillen herausfordert – aber persönlich und musikalisch für beide Seiten einen tieferen Blick über den Tellerrand ermöglicht: „Wir hatten bisher noch nicht so viel Kontakt zu moderner Klassik und das ist für uns jetzt eine ganz besondere Gelegenheit und Herausforderung. Es ist besonders schön hier zu erleben, wie Deutsche diese klassische Musik selber spielen, und es vor Ort zu erleben wie sich das hier anfühlt, wie das gemacht und umgesetzt wird“, sagt Geiger Hui aus Shenyang.

 

Gemeinsam geht es ab dem 11. April auf Jubiläumstournee: Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Orchesters wird das Orchester am Freitag, 17. April, um 20:00 Uhr, in der Kölner Philharmonie ein Festkonzert geben. Dieses Konzert wird live von WDR3 übertragen.

 

Die Konzerttermine sind:

Samstag, 11. April, 20:00 Uhr, Interlaken (Schweiz), Kursaal – Konzerthalle

Montag, 13. April, 20:00 Uhr, Hamburg, Laeiszhalle

Freitag, 17. April, 20:00 Uhr, Köln, Philharmonie

Samstag, 18. April, 19:30 Uhr, Garmisch-Partenkirchen, Kongresszentrum

Sonntag, 19. April, 19:30 Uhr, Fürth, Stadttheater

Dienstag, 21. April, 20:00 Uhr, München, Herkulessaal

Tickets an allen lokalen Vorverkaufsstellen.






Neue Anschrift des Generalsekretariats des Deutschen Musikrats - 03.04.2009

 

Das Generalsekretariat des Deutschen Musikrats zieht um und ist ab dem 06. April 2009 unter der folgenden neuen Anschrift zu erreichen:

 

Deutscher Musikrat

Schumannstr. 17

D-10117 Berlin

 

Die übrigen Kontaktdaten bleiben unverändert bestehen:

Telefon: +4930 30881010

Fax: +4930 30881011

eMail: generalsekretariat@musikrat.de

 







Tag der Musik: Chance für Deutschland - Deutscher Kulturrat als Partner dabei - 01.04.2009

 

Der Deutsche Kulturrat wird als Partner den Tag der Musik unterstützen. Die Initiative Tag der Musik, die vom Deutschen Musikrat und dem Verein Tag der Musik verantwortet wird und vom 12. bis 14. Juni 2009 stattfindet, wird vom Deutschen Kulturrat ausdrücklich begrüßt. Mit Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet soll die beispiellose Kulturelle Vielfalt in Deutschland stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden.

 

Zum Auftakt der Frankfurter Musikmesse sagt der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates Olaf Zimmermann: "Der Deutsche Kulturrat begrüßt und unterstützt die Ziele des Tag der Musik. Das Bewusstsein für den Wert der Kreativität zu stärken, der Kulturellen Vielfalt eine Plattform zu schaffen und das herausragende bürgerschaftliche Engagement in unserem Land sichtbar zu machen, sind wichtige Botschaften für die gesamte Kulturlandschaft in Deutschland. Gerade in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise ist es notwendig, die wichtigste Ressource in unserem Land - das Kreativitätspotenzial - stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und sich für eine Verbesserung der kulturellen Rahmenbedingungen einzusetzen. Der Deutsche Musikrat zeigt mit dieser erstmaligen Initiative nicht nur gesellschaftspolitisches Verantwortungsbewusstsein, sondern mit derzeit über 700 Beteiligungsmeldungen aus dem professionellen und Laienmusikbereich quer durch unsere Republik eine Kampagnefähigkeit, die wir gerade jetzt dringend brauchen. Der Deutsche Kulturrat ruft alle Künstler und kulturellen Institutionen auf, den Tag der Musik zu unterstützen bzw. sich daran zu beteiligen."

 

Dazu der Generalsekretär des Deutschen Musikrates Christian Höppner: "Der Tag der Musik bietet vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise eine ausgezeichnete Möglichkeit, gerade jetzt die Prioritäten stärker für Bildung und Kultur zu setzen. Das kreative Schaffen der Urheber und die Zugangssicherung zu Bildung und Kultur für jeden Bürger sind die zentralen Säulen des Kulturlandes Deutschland. Der Deutsche Musikrat freut sich über die Partnerschaft mit dem Deutschen Kulturrat zum Tag der Musik, weil damit auch die gemeinsamen Ziele zur Verbesserung der bildungs- und kulturpolitischen Rahmenbedingungen deutlich werden."

 

Anmeldungen zum Tag der Musik sind über das Generalsekretariat des Deutschen Musikrates (tagdermusik@musikrat.de) möglich.

 

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de







Tag der Musik: bereits jetzt 600 Anmeldungen - 26.03.2009

 

Bereits jetzt haben sich für den Tag der Musik, der vom 12. bis 14. Juni stattfindet, über 600 Musikakteure angemeldet. Das vom Deutschen Musikrat und dem Verein Tag der Musik verantwortete Projekt findet dieses Jahr zum ersten Mal mit Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet statt und unterstreicht die Kulturelle Vielfalt und das beispiellose bürgerschaftliche Engagement in unserem Land.

 

 

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: "Ich freue mich sehr, dass wir mit über 600 Anmeldungen zum jetzigen Zeitpunkt unsere Zielmarke von 1.000 Veranstaltungen sicherlich noch überschreiten werden. Ich danke allen, die sich für dieses Projekt engagieren, insbesondere der Arbeitsgruppe Tag der Musik unter Leitung von Generalsekretär Christian Höppner. Mit dem Tag der Musik verbindet sich nicht nur die Idee einer Plattform für den Reichtum Kultureller Vielfalt in unserem Land, sondern auch die Hoffnung, mit musikpolitischen Veranstaltungen das Bewusstsein für die dringend notwendige Verbesserung der Rahmenbedingungen des Musiklebens zu schaffen. Vom Laienmusizieren bis zur professionellen Musikszene sind alle aufgerufen, sich am Tag der Musik zu beteiligen. In diesem Sinne setzt z. B. der Landesmusikrat Hamburg unter der Leitung seines Präsidenten Prof. Wolfhagen Sobirey mit einer großen Zahl von

Veranstaltungen wichtige Impulse für den Tag der Musik."

 

 

Anmeldungen zum Tag der Musik sind über das Generalsekretariat des Deutschen Musikrates (tagdermusik@musikrat.de) möglich.

 

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de







Christian Höppner als Stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Kulturrates einstimmig wiedergewählt - 19.03.2009

 

Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates, ist gestern vom Sprecherrat des Deutschen Kulturrates einstimmig zum Stellvertretenden Vorsitzenden wiedergewählt worden. Zum Vorsitzenden wurde erneut Prof. Dr. Max Fuchs und zum Stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Georg Ruppelt, beide ebenfalls einstimmig, wiedergewählt.

 

Dazu Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: "Die einstimmige Wiederwahl von Christian Höppner zum Stellvertretenden Vorsitzenden ist ein schöner Vertrauensbeweis für seine hervorragend vernetzte und weitsichtige kultur- und musikpolitische Arbeit. Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Sprecherteam für die Sektion Musik mit Christian Höppner, Hartmut Karmeier, Prof. Udo Dahmen und Prof. Dr. Eckart Lange im Deutschen Kulturrat exzellent aufgestellt sind. Für die Bewältigung der vor uns liegenden Herausforderungen brauchen wir den engen Schulterschluss aller zivilgesellschaftlichen Akteure im Kulturbereich. Die Umsetzung der UNESCO-Konvention zum Erhalt und zur Förderung der Kulturellen Vielfalt, der Schutz des Geistigen Eigentums und die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Kulturbereich gehören zu den zentralen Herausforderungen."

 

Biografische Informationen zu den Vorstandsmitgliedern finden Sie unter http://www.kulturrat.de/pdf/172.pdf







Markus Landerer dirigierte den RIAS Kammerchor beim Bundespräsidenten - 16.03.2009

 

 

Markus Landerer, Stipendiat des vom Deutschen Musikrat veranstalteten Dirigentenforums, dirigierte Anfang März Mitglieder des RIAS Kammerchores im Berliner Schloss Bellevue, dem Amtssitz von Bundespräsident Horst Köhler. Anlässlich eines Staatsbanketts zu Ehren des portugiesischen Staatspräsidenten Anibal Cavaco Silva umrahmten die Sängerinnen und Sänger musikalisch unter Landerers Leitung das Programm.

 

 

Das Dirigat kam auf Vermittlung von Hans-Christoph Rademann, Chefdirigent des RIAS Kammerchores und Vorsitzender der Jury des Dirigentenforums Chor, zustande. Vor den rund 150 geladenen Gästen sang das Ensemble Lieder von Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen 200. Geburtstag in diesen Tagen gefeiert wird. Abschließend erklangen zwei populäre portugiesische Volksliedbearbeitungen, die vor allem bei den Gästen große Begeisterung hervorriefen. Bei der als Zugabe geforderten Wiederholung eines der Lieder mischte sich Präsident Cavaco Silva gemeinsam mit seiner Gattin spontan unter die Musiker und unterstützte sie mit großem Engagement. „So etwas habe ich auch noch nicht erlebt“, gestand begeistert Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker nach dieser Darbietung.

 

 

Das Dirigentenforum ist ein offenes nationales Förderprogramm des Deutschen Musikrates gGmbH für den dirigentischen Nachwuchs. Das Stipendium umfasst Meisterkurse mit namhaften Dirigenten sowie Proben und Konzerte mit bekannten Orchestern und Chören.







Start des Deutschen Musikwettbewerbs in Berlin

Welcher Klassikstar von morgen erspielt sich die Meisterschaft?-10.03.2009

 

Am heutigen Dienstag fällt der Startschuss zum diesjährigen Deutschen Musikwettbewerb (DMW) in Berlin. In den kommenden zwölf Tagen (10. - 21. März) steigen 140 Solisten und Ensembles aus der gesamten Republik zum musikalischen Kräftemessen in den Ring.

 

Die ausgeschriebene Bandbreite (13 Kategorien) verspricht einen an Vielfalt nicht zu überbietenden Musikgenuss: Sie reicht von Tasten- (Cembalo / Klavierpartner), Blas- (Klarinette / Fagott / Horn / Saxophon) und Streichinstrumenten (Violine / Viola / Kontrabass), über Duo Violoncello / Klavier und Klavierduo, bis zum Streichquartett und Ensemble für Alte Musik. Während der vier zu absolvierenden Wettbewerbsdurchgänge (täglich ab 10 Uhr – EINTRITT FREI) erfüllen die Künstlerinnen und Künstler die Säle des Konzerthauses Berlin, der Universität der Künste

sowie des Kulturhauses Mitte mit den farbigsten Klängen.

 

Nach erfolgreichem und aus Sicht der rund 30-köpfigen Fachjury überzeugendem Abschluss der ersten drei Wertungen folgt das so genannte Orchesterfinale der diesjährigen Hoffnungsträger, begleitet vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Matthias Foremny.

 

Mit Bekanntgabe der Endergebnisse am Abend des 19. März (ab 21.30 Uhr) im Beethovensaal des Konzerthauses wendet sich der Wettbewerb seinen Höhepunkten zu: Am Freitag, 20. März um 19.00 Uhr laden die diesjährigen Stipendiaten ein zum Kammerkonzert in den Kleinen Saal des Konzerthauses. Die frisch gebackenen Preisträger präsentieren sich am Samstag, 21. März um 20.00 Uhr im Rahmen eines feierlichen Abschlusskonzertes samt Preisverleihung im Großen Saal des Konzerthauses Berlin. 

 

Erstmalig hat der Deutsche Musikrat in Kooperation mit der Philharmonie Essen und dem Deutschlandfunk den Deutschen Musikwettbewerb Komposition für die Besetzungen Duo Klarinette / Klavier und Saxophonquartett ausgeschrieben. Das Finale dieses Kompositionswettbewerbs erfolgt im Rahmen des DMW am Dienstag, 17. März um 14.00 Uhr im Kleinen Saal des Konzerthauses Berlin.

 

Weitere Informationen und tagesaktuelle Wertungspläne finden Sie hier.







BuJazzO meets India - 01.03.2009

 

Unter der Leitung von Mike Herting erarbeitet das BuJazzO in seiner 43. Arbeitsphase 1. bis 10. März 2009 in der Bundesakademie in Trossingen ein Programm gemeinsam mit indischen Virtuosen.

 

"Musikalischer Austausch, gegenseitiges Durchdringen von Kreativität und Spiritualität im Spielprozess und Erlangung von Lebensfreude". So beschreibt der Jazzpianist und Komponist Mike Herting seine Begegnung mit der Südindischen Musik. Das Programm, das gemeinsam mit den legendären indischen Musikern  Ramamani (Gesang) und T.A.S. Mani und Ramesh Shotham (Percussion) erarbeitet und aufgeführt wird, verspricht dem Zuhörer eine kulturelle Begegnung einer besonderen Intensität. Hier treffen zwei Musiktraditionen aufeinander, die seit Jahrhunderten gewachsen sind. Beide verfügen über eine Notation und beruhen dennoch auf Improvisation. Für die jungen deutschen Jazztalente des BuJazzO mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren wird allein die Kombination der Rhythmen, wovon es 175 Grundrhythmen gibt, eine spannende Herausforderung und Bereicherung der hiesigen Spielkunst. Doch letztlich schafft der Dialog die Faszination, das neugierige Aufeinander-Einlassen, das auch für den Zuhörer sicht- und erlebbar wird.

 

Das Bundesjazzorchester ist die wichtigste Fördereinrichtung für junge Jazzmusiker in Deutschland, die sich auf der Schwelle ins musikalische Berufsleben befinden. "Ohne das BuJazzO wäre ich heute nicht da, wo ich bin", so das Fazit von Trompeter Till Brönner, der von 1988-91 im BuJazzO spielte. Im BuJazzO spielen immer die besten Jazzmusiker der aktuellen Szene. Die ständigen Förderer des Bundesjazzorchesters sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der Westdeutsche Rundfunk (WDR), die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und die Daimler AG.

 

"BuJazzO goes India" wird am Sonntag, dem 8. März 2009 um 19 Uhr in der Musikhochschule Trossingen zu Gehör gebracht.







Europäischer Austausch auf fruchtbarem Boden - 27.02.2009

 

European Movement Jazz Orchestra setzt Zusammenarbeit fort

 

Jazz hat selten Schwierigkeiten mit Internationalität und Ländergrenzen, ganz im Gegenteil: Ohne Strömungen, Kompositionstechniken, und Spielweisen und die länderübergreifende Zusammenarbeit von Musikern und Komponisten ist Jazz undenkbar. So verwundert es nicht, dass gerade das European Movement Jazz Orchestra (EMJO) – erstmals für die Europäische Ensemble-Akademie 2007 unter der Leitung von Prof. Manfred Schoof zusammengestellt und bestehend aus portugiesischen, slowenischen und deutschen Musikern – das internationale Projekt weiter fortgeführt hat. Auf eigene Initiative der hoch motivierten jungen Jazzmusiker, unterstützt vom Auswärtigen Amt und in der Trägerschaft des Deutschen Musikrates wird das EMJO auf dem Festival Lent Maribor (2. Juli 2009) und beim 50. Jazz Festival Ljubljana (03. Juli 2009) Konzerte geben. Die vorangehende Arbeitsphase startet am 28. Juni 2009 in Slowenien. Es war das Ziel der Europäischen Ensemble Akademie, den jungen europäischen Musikern eine Plattform der musikalischen Begegnung, des Austauschs und der Kommunikation zu bieten. Es ist auf einen fruchtbaren Boden gefallen. Das Projekt wird ermöglicht durch eine Zuwendung des Auswärtigen Amtes.







Christian Höppner einstimmig zum Generalsekretär des Deutschen Musikrates wiederbestellt - 18.02.2009

 

Das Präsidium des Deutschen Musikrates hat Christian Höppner einstimmig zum Generalsekretär des Dachverbandes wiederbestellt. Dazu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Christian Höppner hat mit seiner musikpolitischen Arbeit entscheidenden Anteil an der gesellschaftspolitischen Wirksamkeit des Deutschen Musikrates. In den vergangenen fünf Jahren hat er durch seine wegweisenden Impulse und sein hervorragendes Netzwerk in Politik und Gesellschaft wesentlich dazu beigetragen, den Dachverband des Musiklebens ausgezeichnet zu positionieren. Dafür spreche ich Christian Höppner im Namen des Präsidiums und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meinen herzlichen Dank aus. Über die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit freue ich mich sehr.“

 

Christian Höppner ist u. a. Vizepräsident des Europäischen Musikrates, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Kulturrates, Präsident des Landesmusikrates Berlin, Chefredakteur des Magazins Musikforum und Mitglied im Rundfunkrat der Deutschen Welle. Er ist langjähriger Lehrbeauftragter für Violoncello an der Universität der Künste Berlin. Für sein Engagement um das Berliner Musikleben wurde Christian Höppner mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.







Film-Dokumentation zum European Workshop for Contemporary Music 2008 jetzt online

 

51 junge Musiker aus allen Teilen Europas trafen im September/Oktober 2008 im „European Workshop for Contemporary Music“ zusammen, der zum 6. Mal vom Deutschen Musikrat organisiert wurde. Nach einer Probenphase in Polen, Auftritten beim „Warschauer Herbst“ und „Milano Musica“ in Mailand bildete ein Konzert in Pforzheim den Abschluss der kleinen Tournee.

Auf dem Programm stand Karlheinz Stockhausens Komposition HYMNEN für Orchester – ein Werk des 20. Jahrhunderts, das wie kaum ein anderes die friedvolle Verständigung zwischen den Völkern zum Thema macht.

Die Filmdokumentation von nmzMedia ist nun im Internet zu sehen. Sie zeigt, wie die jungen Musiker unterschiedlicher Nationen zu einem harmonischen Zusammenspiel finden und auf allerhöchstem Niveau ein Werk zeitgenössischer Musik mit Elektronik erarbeiten und im Konzert präsentieren.

 

Direkt zum Film

 

Weitere Informationen zum European Workshop for Contemporary Music 2008 unter www.musikrat.de/hymnen







 

Tag der Musik - Hamburg setzt Impulse - 11.02.2009

 

Alle Musiker und Veranstalter des Profi- und Laienbereiches sind aufgerufen, sich mit Konzerten und Veranstaltungen der bundesweiten Aktion Tag der Musik anzuschließen, die vom 12. bis 14. Juni 2009 erstmals stattfindet. Die vom Deutschen Musikrat und dem Verein Tag der Musik ins Leben gerufene Initiative bietet dem Musikland Deutschland und seinen über acht Millionen musizierenden Menschen eine Plattform und zeigt den enormen Reichtum Kultureller Vielfalt.

 

Die Landesmusikräte sind die zentralen Partner für die Aktivitäten in den jeweiligen Ländern. Die Hansestadt Hamburg ist mit ihren Plänen und deren Umsetzung ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Beteiligung am Tag der Musik. In Kooperation mit dem Landesmusikrat der Freien und Hansestadt Hamburg, der Behörde für Kultur, Sport und Medien Hamburg und der Hamburger Sparkasse wird der Tag der Musik unter Schirmherrschaft von Ole von Beust, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert werden. Die Spannweite reicht hierbei von Straßenmusik, über musikalische Gottesdienste, bis hin zu NDR-Konzerten in der Laeiszhalle. Diese Vielfalt des musikalischen Lebens in Hamburg möchten die Veranstalter mit dem Tag der Musik präsentieren und würdigen. Es wird Aufführungen an neuen, ungewöhnlichen Spielorten geben, mit dem Ziel, neue Musikerlebnisse zu schaffen und neue Publikumsschichten zu erreichen. Hamburger Musikakteure werden sowohl Hör- als auch Interaktionsangebote auf Straßen und Plätzen innerhalb der Stadt bieten.

 

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Die Initiatoren des Tag der Musik freuen sich sehr über das beispielhafte Engagement Hamburgs für den Tag der Musik. Gerade vor dem Hintergrund der breiten Vernetzung wird hier auf sehr sinnlich erfahrbare Weise deutlich, welche Bedeutung das Musikleben für unsere Gesellschaft hat – heute und in der Zukunft. Um diese wertvollen Ressourcen Kultureller Vielfalt zu sichern und auszuschöpfen, bedarf es allerdings wesentlichen Verbesserungen der Rahmenbedingungen, damit jeder Bürgerin und jedem Bürger gleich welcher sozialen oder ethnischen Herkunft ein qualifizierter und kontinuierlicher Zugang zur Musik ermöglicht werden kann. Der Kulturellen Vielfalt unseres Landes mit seinem reichen kulturellen Erbe, den zeitgenössischen Künsten und dem Reichtum anderer Kulturen gilt es Raum zu verschaffen.“

 

Anmeldungen zum Tag der Musik sind jederzeit über das Generalsekretariat des Deutschen Musikrates (tagdermusik@musikrat.de) möglich.

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de







Simon Gaudenz gewinnt Deutschen Dirigentenpreis 2009 - 10.02.2009

 

In Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus Berlin haben die BHF-Bank-Stiftung und der Deutsche Musikrat zum zweiten Mal den mit 35 000 Euro dotierten Preis vergeben.

 

Bei einem spannenden Finale am Samstag mit dem Konzerthausorchester Berlin konnte der Schweizer Simon Gaudenz mit seiner Interpretation von Stravinskys „Feuervogel“-Suite die Jury überzeugen. Aus der Hand des Juryvorsitzenden Lothar Zagrosek, Chefdirigent des Konzerthausorchesters, erhielt Gaudenz den mit 15 000 Euro dotierten ersten Preis. Mit der Auszeichnung sind weitere Fördermaßnahmen wie Gastdirigate verbunden. Zwei Sonderpreise, jeweils mit 10 000 Euro dotiert, gingen an Shi-Yeon Sung und Rasmus Baumann. Verbunden mit diesen Sonderpreisen ist die musikalische Leitung der Bad Homburger Schlosskonzerte für jeweils eine Konzertsaison und die Produktion einer CD.

 

Für die drei Finalisten stellte der Samstagabend den Abschluss einer mehrjährigen Förderung durch das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates dar. Das dreistufige Förderprogramm bietet seinen Stipendiaten die Möglichkeit mit Berufsorchestern in ganz Deutschland und international renommierten Dirigentenpersönlichkeiten zu arbeiten. Die Nachwuchsdirigenten werden somit unter professioneller Anleitung auf verantwortungsvolle Positionen im deutschen und im internationalen Musikleben vorbereitet. Als Höhepunkt dieses weltweit einmaligen Förderkonzepts für junge Dirigentinnen und Dirigenten gibt der von der BHF-BANK-Stiftung finanzierte Deutsche Dirigentenpreis einen zusätzlichen Anschub für die Karriere.

 

Der diesjährige Gewinner der begehrten Auszeichnung, Simon Gaudenz, ist Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Collegium Musicum Basel. Er studierte zunächst Klarinette am Konservatorium Luzern und an der Musikhochschule Graz in der Konzertklasse von Bela Kovacs. Von 2001 bis 2006 absolvierte er ein Dirigierstudium bei Prof. Scott Sandmeier und setzte seine Studien am Mozarteum Salzburg bei Dennis Russell Davies und Prof. Jorge Rotter fort. Im Jahr 2004 nahm er als Stipendiat am Aspen Music Festival in Colorado teil. 2006 gewann er den „International Conducting Competition Gennady Rozhdestvensky“ in Sofia und wurde von der Schweizer Kulturstiftung „Aargauer Kuratorium“ für sein künstlerisches Schaffen ausgezeichnet.







 

Musik für alle - Jeder kann sich am Tag der Musik beteiligen - 03.02.2009

 

„Jeder – ob einzelner Musiker oder Musikverein, Jugendlicher oder Erwachsener, Laien- oder Profimusiker – ist eingeladen, sich am Tag der Musik zu beteiligen“, unterstrich Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates und stellvertretender Vorsitzender des Vereins Tag der Musik, in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der neuen musikzeitung. Es gebe keine Hürden für eine Teilnahme am Tag der Musik. So könnten Veranstaltungen, die ohnehin für diesen oder um diesen Zeitraum herum geplant sind, unter das Motto Tag der Musik gestellt werden. Zudem bestünde die Möglichkeit, mit dem Logo des Tag der Musik ab sofort bei allen öffentlichen Aktivitäten wie z. B. Konzerten oder musikpolitischen Veranstaltungen für den Tag der Musik zu werben.

 

Einschränkungen bezüglich der Musikstile gibt es nicht: Von der Barockmusik über zeitgenössische Werke bis hin zur populären Musik ist alles möglich. Laut Höppner würde dadurch „ein entscheidender Standortvorteil in unserem Land, nämlich die Kulturelle Vielfalt, deutlicher konturiert werden können“.

 

Neben ohnehin geplanten Veranstaltungen werden auch Sonderprogramme zum Tag der Musik stattfinden. So hat der Landesmusikrat der Freien und Hansestadt Hamburg ein sehr umfangreiches Programm extra für den Tag der Musik geplant.

Der Tag der Musik wird vom Deutschen Musikrat und dem Tag der Musik e.V. initiiert.

 

Anmeldungen über das Generalsekretariat des Deutschen Musikrates: tagdermusik@musikrat.de

 

Das Logo des Tag der Musik ist zum Download unter http://www.tag-der-musik.de/fileadmin/files/Bildarchiv/TDM_orange.JPG erhältlich.

 

Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de







Dialog mit den Nachbarn fördern: Europäische Musikbörse gestartet - 27.01.2009

 

Zur Förderung des Dialogs zwischen den verschiedenen Regionen Europas, ist in diesen Tagen die „Europäische Musikbörse“ gestartet. Unter www.europaeische-musikboerse.eu entwickelt sich eine interaktive Informations- und Austauschplattform für Musikschaffende in den verschiedenen Regionen Europas. Die Europäische Musikbörse will über aktuelle musikalische Aktivitäten informieren, Wissenswertes über die jeweilige Musikkultur vermitteln und Möglichkeiten des Austauschs über nationale Grenzen hinweg bieten. Alle Musikschaffenden sind aufgerufen auf den Seiten der Europäischen Musikbörse ihr eigenes Profil zu hinterlegen, Veranstaltungen zu veröffentlichen und Kooperationsangebote und -gesuche einzustellen.

Als europäische Informations- und Austauschplattform zum Thema Musik beginnt die Musikbörse mit aktuellen Informationen aus dem Musikleben der Länder Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien und Deutschland. Weitere Staaten sollen folgen.

 

Die Europäische Musikbörse ist die Weiterentwicklung der bilateralen Plattform „Deutsch-Polnische Musikbörse“. Diese informierte seit 2006 über Musikkultur und -entwicklung in den 16 deutschen Bundesländern und den 16 polnischen Woiwodschaften. Der Erfolg des Portals hat den Deutschen Musikrat bewogen, neben Polen weitere Partnerländer unter den jungen EU-Mitgliedsstaaten in dieses System aufzunehmen.

 

Ziel der Musikbörse ist es, in den nächsten Jahren möglichst viele europäische Regionen miteinander zu vernetzen und damit den musikkulturellen Austausch in Europa zu fördern.

 

Die Europäische Musikbörse wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Kooperationspartner sind das Goethe-Institut und der Europäische Musikrat.

 

Mehr Informationen unter www.europaeische-musikboerse.eu






Shi-Yeon Sung erhält ZONTA Musikpreis - 22.01.2009

 

Zum 3. Mal wird eine Dirigentin des DIRIGENTENFORUMS mit dem ZONTA Musikpreis ausgezeichnet. Die Koreanerin Shi-Yeon Sung erhält den mit 2.000 Euro dotierten Preis im Anschluss an ein Konzert mit dem Philharmonischen Orchester der Stadt Heidelberg, das von der Preisträgerin selbst dirigiert wird.

 

Shi-Yeon Sung ist erste Preisträgerin des Internationalen Dirigentenwettbewerbs Sir Georg Solti 2006 und Gewinnerin des Gustav-Mahler-Wettbewerbs 2007. Seit Oktober 2007 ist sie "Assistant Conductor" von James Levine beim Boston Symphony Orchestra. Im Februar wird sie als Finalistin des Deutschen Dirigentenpreises 2009 am Pult des Konzerthausorchesters Berlin stehen.

 

Seit 2004 ist Shi-Yeon Sung Stipendiatin im DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrates. Den ZONTA Musikpreis erhält sie für ihre dirigentischen und künstlerischen Erfolge, die sie im Verlauf des Förderprogramms verzeichnen konnte.

ZONTA vergibt seit 1986 Förderpreise beim Deutschen Musikwettbewerb an Solistinnen und an Kammermusikensembles, seit 2002 beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" für zeitgenössische Musik und seit 2004 für Dirigentinnen und Komponistinnen.

 

Das DIRIGENTENFORUM ist ein Projekt des Deutschen Musikrates, welches talentierte, hoffnungsvolle Nachwuchsdirigenten fördert. In mehr als 20 Veranstaltungen pro Jahr bietet es seinen Stipendiaten die Möglichkeit, mit bedeutenden Berufsorchestern und erfahrenen Dirigenten zusammen zu arbeiten.

 

Das Konzert in der Stadthalle Heidelberg wird vom Deutschlandfunk aufgezeichnet und am 04.04. um 22.05 Uhr gesendet.







Francesco Angelico gewinnt 1. Deutschen Operettenpreis für junge Dirigenten - 13.01.2009

 

Beim Abschlusskonzert des 7. Operettenworkshops in der Musikalischen Komödie wurde erstmalig der Deutsche Operettenpreis für junge Dirigenten vergeben. Der gebürtige Sizilianer Francesco Angelico setzte sich gegen seine vier Mitbewerber Eva Caspari, Aurélien Bello, Johannes Klumpp und An-Hoon Song durch.

 

Die Auszeichnung, eine Initiative der Oper Leipzig in Zusammenarbeit mit dem DIRIGENTENFORUM, ermöglicht es dem Preisträger, bei einer Neuproduktion dem Ehrendirigenten der Musikalischen Komödie, Roland Seiffarth, zu assistieren und selbst eine Vorstellung zu dirigieren. Die Jury, bestehend aus Andreas Bausdorf (Deutscher Musikrat), Stefan Diederich (Musikalische Komödie), Roland Seiffarth, Franziska Severin (Operndirektorin Oper Leipzig) und Alexander von Maravic (Geschäftsf. Intendant Oper Leipzig), entschied sich für den jungen Italiener (Jahrgang 1977) aufgrund seiner großen Musikalität, die er bei dem Dirigat einer Ouvertüre, einer Arie und eines Ensembles gezeigt hatte.


 

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