der Spitzenverband des Deutschen Musiklebens
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Übergabe des 2. Berliner Appell an Bundespräsident Horst Köhler

 

Am 10. Juli 2006 wurde Bundespräsident Horst Köhler der 2. Berliner Appell zum interkulturellen Dialog des Deutschen Musikrates übergeben. Das Papier ist das Ergebnis eines Kongresses zum Interkulturellen Dialog, in dessen Rahmen über 200 Experten aus Politik, Kultur und Wirtschaft Vorschläge für eine bessere Verständigung der Kulturen diskutiert haben. Kulturelle Identität stärken und interkulturellen Dialog ermöglichen, ist der Grundtenor des Appells, der von Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates und dem Generalsekretär Christian Höppner, an den Bundespräsidenten übergeben wurde.  

Der Appell, der sich an die Politik und die Zivilgesellschaft richtet, fordert die Stärkung der kulturelle Identität und des interkulturellen Dialogs u.a. in den Bereichen der musikalischen Bildung, der Laienmusik und der Auswärtigen Kulturpolitik.

 

 

Der 2. Berliner Appell

 

Der Deutsche Musikrat möchte mit seinem 2. Berliner Appell  dazu beitragen,

 

a.       Das Bewusstsein für den Zusammenhang von Bildung und

          interkulturellem Dialog zu schärfen.

b.       Die Rahmenbedingungen für die musikalische Bildung und die

          Begegnungsorte interkultureller Dialoge zu verbessern.

c.        Die Bereitschaft und die Fähigkeit zum Dialog zu befördern.

d.       Kulturelle Vielfalt als Reichtum und nicht als Bedrohung in den Köpfen

          und Herzen der Bürgerinnen und Bürger bewusst zu machen.

e.       Das Engagement aller gesellschaftlichen Gruppen für den Erhalt und

          die Stärkung kultureller Vielfalt zu verbessern.

f.        Die Vernetzung der im 2. Berliner Appell aufgeführten Themenfelder

          als Handlungsaufforderung an die Politik und die Zivilgesellschaft zur 

          Zusammenarbeit zu verstehen.

g.       Als Berufungsgrundlage für konkrete Umsetzungsmaßnahmen zu

          dienen.

 

Den 2. Berliner Appell finden Sie hier

 

 

Entstehungsgeschichte des 2. Berliner Appells

 

Der Deutsche Musikrat hat sich, weit vor den aktuellen Anlässen öffentlicher Aufmerksamkeit, dem Thema Migration und interkultureller Dialog gewidmet. So hat der DMR im November 2005 zum Thema „Musikland Deutschland – wie viel kulturellen Dialog wollen wir?“ eine Fachtagung dazu durchgeführt. Im Nachgang dieser Fachtagung ist der Entwurf des 2. Berliner Appells vom Präsidium verabschiedet worden.

 

 

Unterstützer

 

Der 2. Berliner Appell wird von einer Reihe prominenter Erstunterzeichner aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unterstützt u.a. von:

die Bundespräsidenten a.D. Dr. Walter Scheel und Dr. Richard von Weizsäcker; Frank Bsirske, Bundesvorsitzender der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaften; der Pianist Alfred Brendel; Walter Hirche, Präsident der Deutschen Unesco-Kommission; der Geiger Gidon Kremer; Prof. Sabine Meyer, Klarinettistin und Hochschulprofessorin; Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Hochschulprofessor und Staatsminister für Kultur und Medien a.D., Cem Özdemir, Mitglied des europäischen Parlaments für die Partei Die Grünen; Isabel Pfeiffer-Pönsgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder; Prof. Thomas Quasthoff, Sänger und Hochschulprofessor; Prof. Dr. Joachim Sartorius, Intendant der Berliner Festspiele; Prof. Dr. Gesine Schwan, Universitätspräsidentin der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder); Michael Sommer, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes; Prof. Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste; Christian Wulff, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen; Dr. Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Deutschen Bundestages und Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister der Stadt Berlin und der Musiker und Komponist Rolf Zuckowski.

 

Die gesamte Erstunterzeichnerliste finden Sie hier

Wenn auch Sie den 2. Berliner Appel unterstützen möchten, dann klicken Sie hier

 

Tradition der Berliner Appelle

 

Die junge "Tradition" der Berliner Appelle des DMR soll - je nach thematischer Relevanz -  alle zwei bis drei Jahre fortgesetzt werden. Die Themen ergeben sich aus den musikpolitischen Arbeitsschwerpunkten des DMR. Die Appelle sind die wichtigste Bezugsgröße für die musikpolitische Arbeit des DMR und verfolgen in ihrer programmatischen Aussage als Leitfaden das Ziel, auch für andere gesellschaftliche Gruppen als Berufungsgrundlage zu dienen. So wirkt der 1.Berliner Appell  zur musikalischen Bildung von 2003 auch heute noch und hat zu konkreten Umsetzungen geführt.

 

 






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